Waiblingen

Lecker und gesund: Wie wir mit Smoothies im Winter fit bleiben - und welche Kurse es dazu an der Volkshochschule gibt

Smoothies
Annette Freder (55) hat an der Universität Hohenheim Ernährungswissenschaft studiert. Die Mutter dreier Kinder gibt seit rund sechs Jahren Kurse an mehreren Volkshochschulen in der Region Stuttgart – unter anderem auch an der VHS Unteres Remstal. © Alexandra Palmizi

„Mein Körper hat nur das, was ich ihm gebe“: Annette Freder (55) sieht in der Ernährung einen Schlüssel zu einem gesunden Leben. Um den Körper optimal zu versorgen, schwört die Backnangerin auf selbst gemixte Smoothies aus Obst und Gemüse.

Durch ihr Studium der Ernährungswissenschaft an der Uni Hohenheim und ihre Arbeit als Ernährungsberaterin weiß Annette Freder, dass in Smoothies viele Stoffe stecken, die das Immunsystem stärken und eine Zellalterung reduzieren. Wie diese kleinen Mahlzeiten aus Obst und Gemüse zubereitet werden, darüber gibt sie seit sechs Jahren Kurse an Volkshochschulen – unter anderem auch Anfang 2021 an der VHS Unteres Remstal. Hier will Annette Freder einen Smoothie mixen, den sie „Hokkaidobowl im Winterfeeling“ nennt.

Kurs soll am 23. Januar 2021 in Korb stattfinden

Natürlich weiß wegen Corona derzeit niemand mit letzter Sicherheit, ob es im Januar 2021 Präsenzkochkurse der Volkshochschule gibt. Stand jetzt sind diese aber aufgrund eines Hygienekonzepts möglich – und noch gibt es freie Plätze. „Winter-Smoothies – Stärkung der Immunabwehr“ heißt der Kurs von Annette Freder, der am 23. Januar 2021 von 14 bis 18 Uhr in den Räumen der Korber Gemeinschaftsschule stattfinden soll (Kursnummer: 20H16460).

Dabei soll desinfiziert und regelmäßig gelüftet werden, ebenso sollen die Teilnehmer eine Maske tragen und Abstände einhalten. Und natürlich dürfen weniger Leute mitmachen als vor der Pandemie.

Nicht nur von Smoothies ernähren

Annette Freder will dabei ihren Teilnehmern nicht beibringen, dass sie sich nun ein Leben lang nur noch von Smoothies ernähren sollen. Schließlich gibt es aus ihrer Sicht noch andere schmackhafte Alternativen, zum Beispiel Salate. Und natürlich weiß sie auch, dass im Leben Kompromisse bei der Ernährung manchmal unumgänglich sind, gerade im Hinblick auf Kinder, die bestimmtes Gemüse einfach nicht essen wollen. Aber die dreifache Mutter findet, dass auch der Nachwuchs für Smoothies begeistert werden kann.

„Es gibt total tolle Geschmackshorizonte“

Schließlich können Gemüse und Obst auf vielfältige Weise gemischt werden – und der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Wer einen Smoothie macht, der kann junge frische Kohlrabiblätter und Brennnesselblätter genauso verarbeiten wie Salate oder Pflanzengrün in Pulverform. „Es gibt total tolle Geschmackshorizonte.“

Durch den Mix mit Obst wird auch Gemüse für Kinder schmackhaft

Mit Smoothies kann jeder morgens in den Tag starten, als Alternative zu gesüßten und industriell gefertigten Cornflakes mit Milch. Damit ein Smoothie gesund ist, sollte er laut Annette Freder nicht nur aus Obst bestehen, da so leicht zu viel Zucker konsumiert wird. „Das gesunde Obst ist eine Art Shuttle für das noch nährstoffreichere Gemüse.“ So werden die gesunden Bitterstoffe geschmacklich so überlagert, dass der Smoothie auch Kindern richtig gut schmeckt.

Ein Tipp der Backnangerin: Eine Orange, eine Banane und zwei Karotten mit ein paar Nüssen mixen – und schon hat selbst ein Kind, das mit Gemüse wenig anfangen kann, Lust darauf.

Bis zu drei Tage im Kühlschrank haltbar

Im Kühlschrank können Smoothies zwei bis drei Tage halten, ohne dass dies auf Kosten der Nährstoffqualität geht. Als Toppings, die mit dem Smoothie genossen werden, eignen sich aus Sicht der studierten Ernährungswissenschaftlerin vor allem Haferflocken und wilde Heidelbeeren. „Hafer enthält sehr viel Kieselsäure“, betont Annette Freder. Diese sei wichtig für gesunde Haut, Haare und Nägel, aber auch für Knochenfestigkeit. „Kieselsäure kommt noch in Vollkornprodukten, Braunhirse und Brennnessel vor.“ Und wilde Heidelbeeren hätten sehr starke Antioxidantien, viel Vitamin C und viele B-Vitamine.

Auf frische Erdbeeren im Januar verzichten

Insgesamt empfiehlt Annette Freder, dass mindestens 50 Prozent der Nahrung aus Rohkost bestehen sollte. Davon sollten 70 Prozent aus Sprossen, Hülsenfrüchten, Gemüse, Salaten und Kräutern bestehen – und nur 30 Prozent aus Obst sowie nativen Ölen, Nüssen und Saaten. Auch rät die 55-Jährige dazu, nur saisonal verfügbares Obst und Gemüse zu kaufen. Wer im Januar frische Erdbeeren essen will, dem muss eben klar sein, dass diese aus Südafrika kommen, also einen sehr weiten Transportweg hinter sich haben.

Kann jemand nicht auf Erdbeeren verzichten, empfiehlt Annette Freder als Kompromiss tiefgefrorene heimische Erdbeeren. Wichtig findet sie auch, ökologisch erzeugtes Obst und Gemüse zu kaufen.

Was muss beim Mixen beachtet werden?

Für ihre Smoothies nutzt Annette Freder einen Hochleistungsmixer. Die Reihenfolge, wie die Zutaten verarbeitet werden, ist im Grunde frei wählbar. Allerdings hat die 55-Jährige die Erfahrung gemacht, dass weiches Obst wie beispielsweise Bananen und Beeren besser als Erstes in den Mixer kommt, da dieses von dem Messer am Boden dann besser verarbeitet wird, ehe härtere Zutaten wie etwa Kürbisse und Karotten dazugetan werden.

Mit viel Vitamin C

Wer erkältet ist, kann sich einen Smoothie aus Früchten, Gemüse und Kräutern mixen, die viel Vitamin C besitzen – wie etwa Petersilie und Brennnesseln. Auch Salbei (bis zu acht Blätter), Thymian (Blättchen von zwei bis drei Stängelchen), etwas Ingwer und Kurkuma stärken laut Annette Freder das Immunsystem.

Nicht trinken, sondern mit dem Löffel essen

Die Ernährungsberaterin empfiehlt auch, den Smoothie nicht zu trinken, sondern ihn wie eine richtige Mahlzeit bewusst zu löffeln. Wer denkt, das sei nur ein Getränk, und normal weiter isst, der ärgert sich bald über zusätzliches Körpergewicht.

Annette Freder ist sich sicher, dass Smoothies eine Säule einer gesunden Ernährung sind, die letztlich fit machen – und damit den Menschen schützen, sich typische Winterkrankheiten einzufangen. „Smoothies sind eine gewisse Chance, dem Körper etwas Gutes zu tun.“

„Mein Körper hat nur das, was ich ihm gebe“: Annette Freder (55) sieht in der Ernährung einen Schlüssel zu einem gesunden Leben. Um den Körper optimal zu versorgen, schwört die Backnangerin auf selbst gemixte Smoothies aus Obst und Gemüse.

Durch ihr Studium der Ernährungswissenschaft an der Uni Hohenheim und ihre Arbeit als Ernährungsberaterin weiß Annette Freder, dass in Smoothies viele Stoffe stecken, die das Immunsystem stärken und eine Zellalterung reduzieren. Wie diese kleinen

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