Waiblingen

Mann aus Kernen soll kinderpornografische Bilder verbreitet haben - Amtsgericht Waiblingen ordnet weitere Ermittlungen an

amtsgericht Waiblingen
Symbolfoto. © ZVW/Büttner

Vor dem Amtsgericht Waiblingen hat sich ein 24-Jähriger aus Kernen verantworten müssen, es erging jedoch noch kein Urteil. Dem jungen Mann wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, kinderpornografisches Material in insgesamt 17 Fällen erworben und verbreitet zu haben. Das Verfahren wurde für weitere Ermittlungen zunächst ausgesetzt.

Bilder über Dropbox mit anderen geteilt

Der Angeschuldigte soll laut Staatsanwaltschaft 17 Bilder über den Anbieter Dropbox in eine sogenannte Cloud – also für andere Menschen einsehbar – ins Internet gestellt haben. Auf diesen Bildern soll unter anderem ein zwölfjähriges Mädchen zu sehen gewesen sein, das am Unterleib unbekleidet war und sich selbst befriedigte. Ein weiteres Bild soll eine erwachsene Frau gezeigt haben, die Oralverkehr mit einem zwölfjährigen Jungen ausübte.

Bei diesen Bildern handelt es sich laut Anklage um kinderpornografisches Material. Der Mann aus Kernen wird von der Staatsanwaltschaft daher des Erwerbs und des Verbreitens kinderpornografischen Materials gemäß Paragraf 184b StGB bezichtigt.

Hochlade-Zeitpunkt entscheidend

Vor dem Verfahren am Amtsgericht konnte nicht eindeutig geklärt werden, zu welchem Zeitpunkt der Angeschuldigte die Dateien ins Internet geladen hatte. Die Staatsanwaltschaft sprach in der Anklage nur von einem Zeitpunkt „vor dem 6. März 2018“. Der Verteidiger des jungen Mannes hatte einen Tag vor der Verhandlung noch einen Schriftsatz an das Gericht geschickt, in dem er sich für seinen Mandanten auf die Verjährung der Taten beruft.

Der Zeitpunkt des Hochladens spielt in dem Verfahren eine entscheidende Rolle: Der Erwerb beziehungsweise der Besitz und das Verbreiten kinderpornografischen Materials werden vom Gesetz unterschiedlich gewichtet. Während für den Besitz noch eine Geldstrafe verhängt werden kann, wird das Verbreiten durch das Gesetz zwingend mit einer Freiheitsstrafe geahndet. „Das macht einen erheblichen Unterschied im Strafmaß“, sagte der Vorsitzende Richter Weigel. Sollte der Zeitpunkt des Hochladens also so weit zurückliegen, dass die Taten verjährt sind, könnte der 24-Jährige nur wegen des Besitzes bestraft werden.

Richter Weigel setzte das Verfahren aus diesem Grunde aus und veranlasste Nachermittlungen: Ein Sachbearbeiter wird dazu eine Anfrage beim Unternehmen Dropbox stellen. Dann wird ein neuer Termin für die Verhandlung bestimmt.

Vor dem Amtsgericht Waiblingen hat sich ein 24-Jähriger aus Kernen verantworten müssen, es erging jedoch noch kein Urteil. Dem jungen Mann wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, kinderpornografisches Material in insgesamt 17 Fällen erworben und verbreitet zu haben. Das Verfahren wurde für weitere Ermittlungen zunächst ausgesetzt.

Bilder über Dropbox mit anderen geteilt

Der Angeschuldigte soll laut Staatsanwaltschaft 17 Bilder über den Anbieter Dropbox in eine sogenannte

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