Waiblingen

Moderne Busse, bessere Verbindungen

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Gruppenfoto: Frank Röpke (Stadt Waiblingen), Busunternehmer Eberhard Schlienz, VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger, Busunternehmer Frank Fischle, Fischle und Schlienz-Geschäftsführer Ralf Steinmetz, OB Michael Scharmann, OB Andreas Hesky, Landrat Richard Sigel, Verkehrsdezernent Peter Zaar und Fahrdienstleiterin Tanja Behnke von Fischle und Schlienz. © Palmizi/ZVW

Waiblingen. Die Buslinien zwischen Waiblingen und Weinstadt sind in neuer Hand: Von 1. Januar werden die Linien 201, 202, 204, 206, 213 und 222 von Fischle und Schlienz Omnibusverkehr gefahren. Für die Strecken wurden mehrere fabrikneue Busse angeschafft, die über WLAN, Klimaanlagen und die höchste mögliche Umweltnorm Euro 6 verfügen. Mit dichteren Takten soll Busfahren zusätzlich attraktiver werden und der Busverkehr weiter angekurbelt werden.

Eine Übersicht mit den Änderungen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln im gesamten Kreis finden Sie hier.

Die Buslinien im Rems-Murr-Kreis werden derzeit für die kommenden Jahre neu ausgeschrieben. „Die Hälfte der Linienbündel ist abgeschlossen“, informierte Landrat Richard Sigel bei der Vorstellung der neuen Busverbindungen zwischen Waiblingen und Weinstadt. Den Zuschlag für das Linienbündel erhielt das Busunternehmen Fischle und Schlienz Omnibusverkehr, das von den Esslinger Unternehmen Fischle und Schlienz aus Wäldenbronn gegründet wurde. „Der Start des Linienbündels mit dem neuen Buslinienbetreiber bringt spürbare Verbesserungen für den öffentlichen Nahverkehr im Norden und Süden von Waiblingen sowie in Weinstadt mit sich“, so Landrat Sigel.

Abends, frühmorgens, sonn- und feiertags gibt es Verbesserungen – „Angebote, die bisher vermisst wurden“, sagte Oberbürgermeister Andreas Hesky. Schließlich sei der ÖPNV ein wichtiger Verkehrsträger für jeden Tag und notwendig, um die überlasteten Straßen zu befreien. Auch der Weinstädter Stadtchef Michael Scharmann begrüßte die neuen Buslinien. Durch die neue Taktung und Ausweitung am Wochenende werde der ÖPNV attraktiver. Besonders auf den „Einkaufshüpfer“ freut sich Scharmann. Dieser soll die Menschen aus den Wohngebieten in Beutelsbach und Endersbach zu den Geschäften bringen. „Wir bekommen eine schöne Lösung, um den Einzelhandel in Weinstadt zu unterstützen“, sagte Oberbürgermeister Michael Scharmann.

Moderne Busse

Dass die Traditionsfirmen Fischle und Schlienz trotz der europaweiten Ausschreibung zum Zuge kamen, freut Landrat Sigel besonders. Für den Betrieb des Linienbündels kooperiert das Omnibusunternehmen mit dem OVR, der einen Teil der Leistungen als Subunternehmer übernehmen wird. „Wir haben moderne Fahrzeuge beschafft, unsere Mannschaft steht und sie brennt darauf, den Verkehr auf die Straße zu bringen“, sagte der Geschäftsführer der neu gegründeten Firma, Ralf Steinmetz. Diese hatte nach Angaben von VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger die geforderten Mindestleistungen in ihrem Antrag nicht nur erfüllt, sondern nochmals deutlich überschritten. Alle Busse, die zum Einsatz kommen, sind barrierefrei, haben moderne Innenanzeigen, die über den Fahrtverlauf informieren, kostenloses WLAN und Klimaanlagen.

Europaweite Ausschreibung

Seit 2009 müssen alle Buslinien europaweit ausgeschrieben werden. Zu den vom Kreis vorgegebenen Leistungen gehören unter anderem Busmotoren der besten Schadstoffklasse, Barrierefreiheit und eine Mindestzahl von Busfahrten auf einer Linie. „Aufgrund unserer ökologischen Vorgaben wird es im ganzen Kreis eine Modernisierung der Flotten geben“, sagt Kreisverkehrsdezernent Peter Zaar. Alle Betreiber müssten ältere Busse aussortieren, die unter der Euronorm 6 liegen.

Damit nicht jede einzelne Linie extra vergeben werden muss, wurden Linienbündel geschnürt, in diesem Fall das Bündel 2 im Rems-Murr-Kreis. Zu diesem Linienbündel gehören die bisherigen Linien 201, 202, 204, 206 und 213. Neu hinzu kommt der Einkaufshüpfer mit der Nummer 222. Das Linienbündel bekommt keine Zuschüsse vom Kreis oder den Kommunen.

Das Risiko trägt das Verkehrsunternehmen, das auch die Fahrgeldeinnahmen bekommt.

Dannenmann

Mit dem Zuschlag für das Busunternehmen Fischle und Schlienz war das Weinstädter Busunternehmen Dannenmann auf der Strecke Weinstadt – Waiblingen aus dem Rennen.

An Dannenmann ging dagegen das Linienbündel 6: Seit August 2017 ist das Unternehmen im Welzheimer Wald und im Wieslauftal unterwegs. Durchgesetzt hat sich Dannenmann außerdem beim Linienbündel 4 Los 1: Seit 1. Januar 2018 betreibt er die Linie 217 (Buoch – Grunbach – Geradstetten – Rohrbronn).