Waiblingen

Moschee in Waiblingen: Der Rohbau steht - warum hat es so lange gedauert?

Nasir Moschee
Der Rohbau der "Nasir-Moschee" in Waiblingen. © Ahmadiyya Muslim Jamaat Waiblingen

Nach einer zähen Anlaufphase geht es beim künftigen Gebetshaus der Ahmadiyya-Gemeinde Waiblingen am Inneren Weidach voran: Vergangenen Freitag informierte die Gemeinde via Twitter, dass nun der Rohbau „so gut wie fertiggestellt“ ist. Bis Dezember dieses Jahres oder Januar 2021 soll die „Nasir-Moschee“ fertig sein, wie Gemeindevorsitzender Pervaiz Ahmed unserer Redaktion sagt.

Alle Aufträge für den Innenausbau seien vergeben, etwa für Wasser, Heizung und Elektrik. Die Moschee soll auch von außen als solche erkennbar sein: Sie bekommt eine elf Meter hohe Kuppel und ein 13 Meter hohes Minarett, das „modern und filigran“ wirken soll und in Absprache mit der Stadt entworfen worden ist, wie unsere Zeitung bei der Grundsteinlegung berichtete – die war allerdings schon im Dezember 2016.

Warum es dann zweieinhalb Jahre, bis August 2019, gedauert hat, bis es mit dem Bau richtig losging, erklärt Pervaiz Ahmed auch: Es lag an den Finanzen. Denn die nach aktueller Schätzung mindestens 1,1 Millionen Euro teure Moschee – darin enthalten seien Grundstückskosten – werde komplett von den Ahmadiyya-Mitgliedern aus ganz Deutschland finanziert. Derzeit sind laut Ahmed bundesweit acht Ahmadiyya-Moscheen im Bau, 62 gebe es bereits. Darüber, welche Baustelle Priorität hat und wohin also das Geld der Mitglieder fließt, entscheide die Zentrale der Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, in Frankfurt am Main. Offenbar wurden dort andere Bauprojekte zunächst als wichtiger bewertet als die Waiblinger „Nasir-Moschee“.

Wenn die Moschee fertig ist, werden sich die Ahmadiyya-Mitglieder, die überwiegend aus Pakistan stammen, statt wie bislang im Gewerbegebiet Ameisenbühl in der Nähe des Bahnhofs zum Gebet treffen.

Stadt gab 2014 grünes Licht

Für den Standort am Inneren Weidach hatte die Stadt schon 2014 grünes Licht gegeben – mit einer einstimmigen Entscheidung des Gemeinderats. Auch in der Waiblinger Verwaltung war man der Meinung, dass sich eine Moschee besser an belebten Orten macht als in einem Gewerbegebiet. Der Neubau „sollte mitten in der Stadt an integrierter Stelle liegen, so wie es auch üblich für christliche Gotteshäuser ist“, erklärte die damalige Baubürgermeisterin Birgit Priebe zur Grundsteinlegung Ende 2016.

Etwa 150 Gläubige sollen in den zwei Gebetsräumen Platz finden – einer ist für Männer, einer für Frauen. Zudem werde der Imam in einer Wohnung im Gebäude wohnen, so Ahmed. Unter dem Gotteshaus wird es eine Tiefgarage geben sowie einen Multifunktionsraum, den beispielsweise Kinder zum Spielen nutzen könnten, sagt der Vorsitzende. Zum Freitagsgebet und den fünf täglichen Gebeten ertönt dann auch der Ruf des Muezzin – allerdings nur im Inneren der Moschee, so Ahmed. Außen werden keine Lautsprecher angebracht.

Nach einer zähen Anlaufphase geht es beim künftigen Gebetshaus der Ahmadiyya-Gemeinde Waiblingen am Inneren Weidach voran: Vergangenen Freitag informierte die Gemeinde via Twitter, dass nun der Rohbau „so gut wie fertiggestellt“ ist. Bis Dezember dieses Jahres oder Januar 2021 soll die „Nasir-Moschee“ fertig sein, wie Gemeindevorsitzender Pervaiz Ahmed unserer Redaktion sagt.

Alle Aufträge für den Innenausbau seien vergeben, etwa für Wasser, Heizung und Elektrik. Die Moschee soll auch

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