Waiblingen

Nähanleitung: Türstopperhasen zu Ostern

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Diese Türstopperhasen kann man ganz einfach selbst nähen. Die Bildergalerie zeigt die einzelnen Schritte. © Ramona Adolf
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Erst das Schnittmuster aufzeichnen... © Habermann / ZVW
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...dann Ohren und Bauch aufbügeln... © Habermann / ZVW
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...drei Zentimeter von der Ecken abmessen, abnähen und anschließend den Stoff abschneiden. © Habermann / ZVW
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Ein Kirschkernkissen sorgt für den nötigen Stand. © Habermann / ZVW

Kernen-Stetten. Ostern steht vor der Tür. Und die Stettener Nähexpertin und Buchautorin Laura Wilhelm hat dazu den passenden Nähtipp parat: Türstopperhasen. Denn die sind nicht nur praktisch, sondern auch dekorativ, findet sie. Sie können einfach nachgenäht werden.

Laura Wilhelm hat nicht nur ihre Liebe zum Jeansstoff entdeckt, sondern sie macht auch gerne aus scheinbar Ausgedientem etwas Neues. So auch beim heutigen Nähtipp. Dazu greift sie in ihre Kiste, wo sich allerlei Stoffreste und Kleidungsstücke tummeln, und zieht eine alte Jeanshose heraus sowie einige Baumwollstoffreste in unterschiedlichen Farben und Mustern. Die Jeans sollte breite Hosenbeine haben. Denn der Türstopperhasen hat eine Breite von elf Zentimetern plus Nahtzugabe.

1. Das Schnittmuster (hier herunterladen) legt sie auf das Hosenbein und malt es mit einem Textilstift auf. Schneiderkreide eignet sich genauso. Dann schneidet sie das Häschen aus (und zwar Vorder- und Rückseite auf einmal), achtet aber darauf, dass sie noch etwas Nahtzugabe von einem Zentimeter beim Schneiden lässt. Für das Häschen eignen sich auch sämtliche andere Stoffe. „Es muss nicht ausgerechnet Jeans sein“, sagt Laura Wilhelm und lächelt.

2. Nun sucht sich die Stettenerin einen Stoff aus, den sie für die Ohren verwenden möchte. Es soll ein weiß-rot Gepunkteter sein. Und aus einem anderen Stoff macht sie das Bauchteil.

3. Auf beide Stoffe bügelt sie etwas von der Aufbügelfolie Vliesofix auf. Die Folie erleichtert das Applizieren. Nachdem sie die Folie aufgebügelt hat, zeichnet sie Ohren und das Oval für den Bauch auf, schneidet die Teile aus, zieht die Schutzfolie ab, legt sie auf die gewünschte Stelle des Hasen und bügelt erneut darüber. Ohren und Bauch verbinden sich mit dem Jeansstoff. „Das erleichtert das Festnähen“, erklärt Laura Wilhelm. So kann nichts mehr verrutschen. Als Alternative schlägt sie eine Herzform für den Bauch vor. „Das sieht auch ganz nett aus.“ Dann werden Ohren und das Bauchstück mit einem Zickzackstich festgenäht.

4. Nun legt Laura Wilhelm Vorder- und Rückseite des Hasen (rechts auf rechts) aufeinander, und zwar so, dass die beiden schönen Stoffseiten nach innen zeigen. Die beiden Teile werden zusammengenäht. Auf der einen Seite des Türstopperhäschens lässt die Expertin einen Spalt breit offen, damit sie mit Hilfe von Füllmaterial dem Hasen später seine Form geben kann. Übrigens hat Laura Wilhelm die Stelle schon beim Aufzeichnen des Schnittmusters markiert. Denn hierbei ist noch eine zweite Sache zu beachten. Damit die Naht später nicht aufgeht, steppt sie mit ein paar Rückstichen nochmals entlang. Das macht sie an beiden Seiten der Öffnung.

5. Bevor Laura Wilhelm den Stoff auf die rechte Seite dreht, greift sie zu einer Schere und schneidet überall dort vorsichtig die Nahtzugabe ein, wo es eine Rundung gibt. Ein echter Nähexpertinnentipp. Denn nur so schmiegt sich die Naht anschließend geschmeidig zu einer Rundung, wenn der Hase mit Füllwatte befüllt ist.

6. Damit der Hase später einen festen Stand hat, werden nun Eckabnäher gesetzt. Alternativ könnte man auch mit einem Bodenteil arbeiten, das wäre aber ein deutlich größerer Aufwand und sieht nicht so geschmeidig aus. Deshalb schnappt sich Laura Wilhelm ein Geodreieck, faltet die Ecke so (siehe Foto), dass Seiten- und Bodennaht aufeinanderliegen, und zeichnet mit einem Abstand von drei Zentimetern von der Ecke eine Markierung ein. Hier steppt sie entlang und schneidet anschließend die Ecke ab. Auf der anderen Seite geht sie genauso vor.

7. Der Hase wird nach rechts gedreht, so dass die Naht nach innen verschwindet. Laura Wilhelm nimmt einen Stift zur Hilfe, um die Ohren auszustülpen. Ein Kochlöffel oder eine Stricknadel eignen sich genauso gut.

8. Jetzt geht es darum dem Türstopperhasen eine Form zu verpassen. Laura Wilhelm hat dazu ein altes Kissen bereitgestellt, das nicht mehr verwendet wird. An einer Seite aufgeschnitten, nimmt sie daraus Füllmaterial und stopft den Hasen aus – ein Drittel lässt sie dabei offen. Schließlich muss das Kirschkernkissen an der Unterseite platziert werden. Solch ein Kissen kann man kaufen, es lässt sich aber auch ganz einfach selber nähen. Wer eines kaufen möchte, muss darauf achten, dass der Stoffbezug möglichst weiß ist, damit das Kissen nicht störend durchscheint, wie es bei einem Baumwollstoff sein könnte.

9. Die Öffnung näht die Stettener Nähexpertin mit ein paar Stichen von Hand mit einer Nadel und farblich passendem Nähgarn zusammen.

10. Zum Schluss stickt Laura Wilhelm die Schnauze mit ein paar Stichen als Dreieck auf, wozu sie das Perlgarn verwendet. Für die Augen verwendet sie zwei Knöpfe aus ihrer Sammlung. „Das können ruhig auch zwei Unterschiedliche sein“, sagt sie. Je nachdem, welchen Gesichtsausdruck man haben möchte. Schon ist der Türstopperhase fertig.

Materialbedarf

  • Jeans- oder Baumwollstoff: 40 x 25 cm, oder Jeanshosenbein
  • Stoffreste für Ohren und Bauch
  • Vliesofix - Füllwatte
  • Rosafarbenes Perl- oder Stickgarn für die Schnauze
  • Zwei Knöpfe für die Augen
  • Kirschkernkissen: ca. 15 x 10 cm (kinderleicht zu nähen; als Füllung eignen sich auch Kieselsteine)
  • Nähgarn in passendem Farbton