Waiblingen

Nach Ende seiner OB-Amtszeit: Andreas Hesky wird für Stihl-Stiftung tätig

Andreas Hesky
Andreas Hesky (Archivfoto). © ZVW/ALEXANDRA PALMIZI

Nach dem Ende seiner Amtszeit als Oberbürgermeister von Waiblingen im März kommenden Jahres wird Andreas Hesky für die Eva-Mayr-Stihl-Stiftung tätig werden. Ab 1. April wird er dort Kuratoriumsvorsitzender sein, wie die Stiftung am Freitag mitgeteilt hat.

Laut der Stiftung wird Hesky „einen Teil seiner Zeit“ für diese Aufgabe einbringen. Es handelt sich nicht um eine hauptamtliche Tätigkeit, so Katharina Edlinger von der Stiftung auf Anfrage. Hesky werde wie alle Kuratoriumsmitglieder eine Aufwandsentschädigung erhalten.

Momentan habe das Gremium, das den Vorstand berät, eine Sitzung pro Jahr. Je nach Bedarf gibt es weitere Termine. Künftig, wenn die Stifter sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen, könnte das Kuratorium häufiger tagen.

OB-Wahl im Februar 2022

Andreas Hesky ist seit 2006 Oberbürgermeister der Stadt Waiblingen. Im Sommer hat er angekündigt, bei der nächsten Wahl nicht mehr zu kandidieren.

 Der Rückzug habe rein persönliche Gründe. Statt einer beruflichen Herausforderung suche er eine „neue Lebensperspektive“. Seine Wochenarbeitszeit gibt Hesky mit 80 Stunden an. Weiterhin gelte, das versichert der OB gegenüber unserer Redaktion, dass er keinen Plan für eine neue Vollzeit-Beschäftigung im Anschluss an seine Amtszeit habe. Viele Leute hätten ihn bei „Waiblingen leuchtet“ – „seit langem mein erstes Bad in der Menge“ – danach gefragt. Der Schaffer Andreas Hesky noch ohne fordernde Aufgabe? Das scheint vielen über die Vorstellungskraft zu gehen: „Ich habe keinen getroffen, der es mir glaubt.“ Keinesfalls habe er die Entscheidung zum Rückzug getroffen, weil er einen anderen Job schon in der Tasche habe, macht er klar.

Nach Jahrzehnten im öffentlichen Dienst und zwei Amtsperioden als OB hat er Versorgungsansprüche, die ihm keine Sorgenfalten bereiten müssen. Dass ihn die Stihl-Stiftung wegen der Aufgabe gefragt, habe ihn gefreut. Er übernehme sie gerne und möchte damit auch etwas von der Unterstützung zurückgeben, welche die Stiftung der Stadt Waiblingen in den vergangenen Jahren zukommen ließ. In der neuen Funktion werde er beraten, begleiten und auch Verantwortung übernehmen.

Sein Nachfolger im Rathaus wird am Sonntag, 6. Februar 2022, gewählt. Bekommt dabei kein Kandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen, findet am 20. Februar ein zweiter Durchgang statt - dann reicht die einfache Mehrheit.

Hesky folgt bei der Stihl-Stiftung auf Gerhard Wirth

Bei der Stihl-Stiftung folgt Hesky auf Gerhard Wirth, der das Kuratorium aus Altersgründen verlässt. Stifter und Vorstand Robert Mayr dankte dem Juristen Wirth: „Dr. Gerhard Wirth stand diesem Gremium seit seiner Gründung im Jahr 2010 vor. Ich bedanke mich sehr für sein außerordentliches Engagement und die bedeutende Unterstützung bei der Weiterentwicklung unserer Stiftung. Gleichzeitig freue ich mich sehr auf die Zusammenarbeit mit unserem neuen Kuratoriumsvorsitzenden Andreas Hesky. Wir haben in Waiblingen schon zahlreiche Projekte gemeinsam möglich gemacht; jetzt werden wir das auch weit über Waiblingen hinaus tun.“

Weitere Mitglieder des Gremiums sind aktuell Uta-Micaela Dürig, Alexandra Mayr, Susanne Müller-Schöll, Prof. Dr. Kai-Uwe Marten und Markus Schetter.

Vorstand der Eva-Mayr-Stihl-Stiftung wächst von zwei auf drei

Auch in der operativen Leitung der Stiftung gibt es eine wichtige Veränderung: Der hauptamtliche Vorstand wird um eine Person erweitert. Michael von Winning, seit rund zwei Jahren Leiter Programme und Strategie, wird ab 1. Januar neben den Stiftern Eva Mayr-Stihl und Robert Mayr in den Vorstand eintreten. Damit wird erstmals in der über 35-jährigen Geschichte ein familienfremdes Vorstandsmitglied eingesetzt.

Robert Mayr dazu: „Mit Blick auf das wachsende Stiftungsvolumen, die damit einhergehenden anspruchsvollen Aufgaben und unser inzwischen fortgeschrittenes Alter haben wir die Weichen für die Zukunft gestellt.“

Nach dem Ende seiner Amtszeit als Oberbürgermeister von Waiblingen im März kommenden Jahres wird Andreas Hesky für die Eva-Mayr-Stihl-Stiftung tätig werden. Ab 1. April wird er dort Kuratoriumsvorsitzender sein, wie die Stiftung am Freitag mitgeteilt hat.

Laut der Stiftung wird Hesky „einen Teil seiner Zeit“ für diese Aufgabe einbringen. Es handelt sich nicht um eine hauptamtliche Tätigkeit, so Katharina Edlinger von der Stiftung auf Anfrage. Hesky werde wie alle Kuratoriumsmitglieder

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