Waiblingen

Nach Hornauers Wahlanfechtung: Ian Schölzel bis 1. Mai Waiblinger Stadtoberhaupt

Amtseinführung Erster Bürgermeister Ian Schölzel
Ian Vincent Schölzel bei seiner Antrittsrede im Bürgerzentrum. © Alexandra Palmizi

An der Spitze der Stadt Waiblingen vollzieht sich ein Generationswechsel: Nach Andreas Hesky (58 Jahre) als OB ist mit Christiane Dürr (60 Jahre) nun auch die bisherige Erste Bürgermeisterin aus dem Amt geschieden. Nahtlos folgt ihr der 45-jährige Ian Schölzel, der am Donnerstag seine Amtsgeschäfte aufgenommen hat. Mit der Aufnahme und Betreuung der Menschen, die vor Putins Krieg aus der Ukraine flüchten, wartet auch gleich eine erste große Aufgabe auf ihn.

Für die nächsten Wochen fungiert Ian Schölzel als allgemeiner Stellvertreter des Oberbürgermeisters gleich noch als Waiblinger Stadtoberhaupt, bis der designierte OB Sebastian Wolf seinen Dienst antritt, was voraussichtlich am 1. Mai der Fall sein wird. Die Einsprüche von Thomas Hornauer und zwei anderen gegen die OB-Wahl verursachen, wie berichtet, eine Verzögerung von einem Monat.

Rollenwechsel vom „Schultes“ zum Beigeordneten

Auch für Schölzel selbst ist es ein nahtloser Übergang: Bis Mittwoch war er noch im Einsatz als Schultes der 7000 Einwohner zählenden Gemeinde Weissach im Tal. Emotionale Wochen liegen hinter ihm, zumal die Weissacherinnen und Weissacher ihn nicht gerne gehen lassen. Der neue Job bringt einen Rollenwechsel mit sich: In Waiblingen mit mehr als 55 000 Einwohnern wird er auf Dauer „nur“ der zweite Mann sein. Gleichzeitig ist die Stadt eben um ein Vielfaches größer, das ihm unterstehende Dezernat zwei umfasst ein breites Aufgabenspektrum von Kitas und Schulen bis zum Ordnungsamt. Auch finanziell lohnt sich der Wechsel. Persönlich werde er den Rollenwechsel gut bewerkstelligen, da er sich selbst nicht zu wichtig nehme, versicherte Schölzel bei seiner Begrüßung vor Amtsleitern und Stadträten. Wichtig sei vielmehr, gerade in der jetzigen Situation, dass die erweiterte Führungsebene im Rathaus mit reichhaltiger kommunalpolitischer Erfahrung besetzt sei. Auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Oberbürgermeister Sebastian Wolf freue er sich.

Krisenstab Ukraine beim Rathaus

Gemeinsam mit dem von der Stadt Waiblingen ins Leben gerufenen Krisenstab „Ukraine“ bestehe die kommunale Aufgabe nun vornehmlich darin, den dringend benötigten Wohnraum für die Menschen, die sich aus dem Kriegsgeschehen haben retten können, zu organisieren. Ebenso gelte es, mit dem Netzwerk Asyl humanitäre Hilfen zu bündeln. „Zu Beginn meiner Waiblinger Tätigkeit steht also jetzt zuallererst das Krisenmanagement im Vordergrund.“ Baubürgermeister Dieter Schienmann äußerte seine Freude, Schölzel als „erfahrenen Bürgermeister, der auch an seiner bisherigen Wirkungsstätte Krisensituationen bereits erfolgreich bewältigt hat“, bei der Stadt Waiblingen an Bord zu wissen, um die anstehenden Aufgaben zu meistern.

"Massive Engpässe" bei Kita-Personal

Um mit dem durch die Corona-Pandemie besonders beanspruchten pädagogischen Personal ins Gespräch zu kommen, kündigte der neue Bürgermeister an, in den nächsten Tagen alle Kitas zu besuchen. Thema sollen die „massiven Engpässe“ beim Personal sowie das Fehlen von Betreuungsplätzen sein. Auch mit den Verantwortlichen in den Schulen werde er den Dialog suchen.

Auch Stadtrat Siegfried Bubeck (FW/DFB) nannte als vordringliche Aufgaben die Gewinnung von pädagogischem Personal, die Hilfe für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine und Asylbewerbern aus anderen Ländern sowie die Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr, dem Roten Kreuz und anderen Vereinen.

Das gute Miteinander zwischen Rathausspitze und Personalrat fortzuführen, sagte Schölzel der stellvertretenden Vorsitzenden Marion Toboldt spontan zu.

An der Spitze der Stadt Waiblingen vollzieht sich ein Generationswechsel: Nach Andreas Hesky (58 Jahre) als OB ist mit Christiane Dürr (60 Jahre) nun auch die bisherige Erste Bürgermeisterin aus dem Amt geschieden. Nahtlos folgt ihr der 45-jährige Ian Schölzel, der am Donnerstag seine Amtsgeschäfte aufgenommen hat. Mit der Aufnahme und Betreuung der Menschen, die vor Putins Krieg aus der Ukraine flüchten, wartet auch gleich eine erste große Aufgabe auf ihn.

Für die nächsten Wochen

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper