Waiblingen

Nach Verwechslung vor einer Woche: Endlich die richtigen Ziffernblätter für die Martinskirche in Neustadt

Turmuhr
Klaus Wangerin, Erster Vorsitzender des Fördervereins „mEinhorn“ (links), und der evangelische Pfarrer Joachim Bauer mit dem richtigen Ziffernblatt für die Turmuhr der Martinskirche. © Alexandra Palmizi

Werden diesmal die beiden richtigen Ziffernblätter für die Turmuhr der Martinskirche geliefert? Nachdem die Firma Turmuhrenbau Eisenhart am Montag, 9. November 2020, die renovierten Ziffernblätter einer anderen Kirche nach Neustadt transportiert hatte, gab es am Dienstag, 17. November, einen zweiten Anlauf.

Bemerkt wurde die Verwechslung vor rund einer Woche erst, als ein Ziffernblatt schon am Kran hing und eigentlich eingebaut werden sollte. Die Größe passte allerdings nicht: Es war zu klein. Wie konnte das passieren?

Aus derselben Gießerei

Die beiden Ziffernblätter, die an jenem 9. November irrtümlicherweise geliefert wurden, und die richtigen stammen aus derselben Gießerei in Wasseralfingen (Ostalbkreis). Die fälschlicherweise nach Neustadt gelieferten Ziffernblätter waren eigentlich für die Täufer-Johannes-Kirche in Warmbronn bestimmt, wie Pfarrer Joachim Bauer am Dienstag auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte.

Warmbronn ist ein Ortsteil von Leonberg im Landkreis Böblingen. Die restaurierten Ziffernblätter beider Kirchen sind sich sehr ähnlich, die Vorderseite ist jeweils vergoldet.

Kranwagen kommt erneut

Dass sich die Verwechslung wiederholt, damit rechnen Pfarrer Joachim Bauer und die Vertreter von „mEinhorn“, dem Förderverein der evangelischen Kirchengemeinde, an diesem Dienstagvormittag allerdings nicht. Der Vereinsvorsitzende Klaus Wangerin und Schriftführer Jens Grüter geben sich locker, die Stimmung ist gut. Gegen 9.10 Uhr kommt der Kranwagen, der freudig empfangen wird.

Gegen 9.20 Uhr wird das erste Ziffernblatt nach oben transportiert. Es dauert etwa fünf Minuten, bis die Männer der Firma Turmuhrenbau Eisenhart aus Möglingen damit beginnen können, es am Kirchturm zu befestigen. Sie stehen dazu auf dem Gerüst der Firma Rienth, das seit einigen Wochen an zwei Seiten des Kirchturms steht. Am Mittwoch, 18. November, sagt Pfarrer Joachim Bauer, soll es wieder abgebaut werden – sofern jetzt alles gutgeht.

Wieder ein Foto vor dem Ziffernblatt

Und das tut es: Kurz vor 9.30 Uhr sitzt das Ziffernblatt. Fünf Minuten später fährt der Kranwagen zur anderen Seite des Kirchturms, wo sich das Spiel wiederholt. Davor posieren Klaus Wangerin und Joachim Bauer noch für die Fotokameras. Vor rund einer Woche hatten sie das schon mal gemacht, damals mit dem falschen Ziffernblatt. Aber die Geschichte wiederholt sich nicht – auch beim zweiten Ziffernblatt wurde das Richtige ausgewählt.

Die Zwölf liegt nicht ganz oben

Den Glauben daran verliert der Pfarrer auch nicht, als die Arbeiter beim Befestigen das Ziffernblatt kurzzeitig wieder herausnehmen. Grund: Die römische Zahl Zwölf liegt nicht ganz oben. Joachim Bauer schmunzelt und meint, dass das eine schöne Schlagzeile gegeben hätte, wenn die Uhr leicht schräg eingesetzt worden wäre. Dann hätte die Zeitung nämlich schreiben können: In Neustadt gehen die Uhren anders.

Zeiger sind ebenfalls vergoldet

Auch beim Befestigen der Zeiger geht letztlich alles gut. Vorne sind sie wie die beiden Ziffernblätter vergoldet, auf der Rückseite dagegen gelb. Einen Zuschauer erinnern sie an goldene Schwerter. Gegen 10.20 Uhr sind Ziffernblätter und Zeiger befestigt – und die Firma Eisenhart ist fast fertig. Ein Arbeiter bringt den Mitgliedern des Fördervereins „mEinhorn“ einen Haken vom Turm. An dem, sagt er, sei das Ziffernblatt früher befestigt gewesen. Nun, sagt er, habe man an drei Stellen Schrauben gesetzt, da dies langfristig stabiler sei.

Rund 10 000 Euro kostet die Erneuerung von Ziffern und Zeiger. Es bleibt nicht die letzte Investition in der Martinskirche: Geplant ist, die Wandmalereien im Kirchenschiff zu sanieren.

Werden diesmal die beiden richtigen Ziffernblätter für die Turmuhr der Martinskirche geliefert? Nachdem die Firma Turmuhrenbau Eisenhart am Montag, 9. November 2020, die renovierten Ziffernblätter einer anderen Kirche nach Neustadt transportiert hatte, gab es am Dienstag, 17. November, einen zweiten Anlauf.

Bemerkt wurde die Verwechslung vor rund einer Woche erst, als ein Ziffernblatt schon am Kran hing und eigentlich eingebaut werden sollte. Die Größe passte allerdings nicht: Es war

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