Waiblingen

Neue Gastronomie WYN in Waiblingen: Frühstücken am Wochenende bis 15 Uhr

WYN
Chrisanthi Athanasiadu und Anastasia Kiourtidou betreiben das WYN in der Waiblinger Altstadt. © Büttner

Wo man vor geraumer Zeit noch Kleiderständer durchstöbert hat, auf der Suche nach einem neuen Lieblingsstück, stehen nun mit dicken Kissen und Polstern bezogene Stühle und Sessel an Tischen, die ganz einfach zum Zurücklehnen und Aufatmen einladen. Ende Februar haben Anastasia Kiourtidou und Chrisanthi Athanasiadu in der Kurzen Straße in der Waiblingen Altstadt zwischen Friseur Arnold und Metzgerei Schäfer das „WYN“ eröffnet. Die drei großgeschriebenen Buchstaben, wobei das Y in der Mitte in der Form eines Weinglases gestaltet ist, beziehen sich gleichermaßen auf Wein wie auf Waiblingen (WN).

Die Idee hierzu hegen die beiden Frauen, die sich schon von Kindesbeinen an her kennen, da ihre Eltern befreundet sind, schon seit langem. Als sie entdeckten, dass die Räume in der Kurzen Straße frei werden, waren sie sich schnell einig: „Das ist es!“ Hier sei der perfekte Ort für ihren Neubeginn, erinnern sich die beiden.

Das WYN verkörpert die Vorlieben der beiden Inhaberinnen

Das Konzept richtet sich ganz nach ihren Vorlieben: „Wir gehen gerne essen, trinken gerne lange und ausgiebig einen Kaffee, frühstücken gerne außer Haus – so, wie wir es im WYN anbieten, das hat uns bisher hier in Waiblingen gefehlt“, sagen die beiden Frauen. Frühstück ist eben nicht gleich Frühstück. Gäste finden hier etwa ein Porridge (Haferbrei) übersäht mit unterschiedlichen Früchten oder ein French Toast, das es in der Variante süß oder salzig gibt. „Es soll nicht nur gut aussehen, sondern auch gut schmecken“, betont Anastasia Kiourtidou. Am Wochenende bieten sie dies sogar bis 15 Uhr am Nachmittag an, werktags bis 12.30 Uhr – damit auch Langschläfer in den Genuss kommen. Chrisanthi Athanasiadu erinnert sich an die Zeit, als sie am Wochenende bis spät in die Nacht hinein unterwegs war und am darauffolgenden Morgen oder besser gesagt Mittag vergeblich nach einer Frühstücksmöglichkeit gesucht habe.

Zu jeder Tageszeit das passende Gericht

Doch nicht nur Frühstück gibt es im neuen WYN, sondern auch Mittagessen sowie eine Abendkarte. Das Repertoire hat wenig mit dem Essen ihres Herkunftslands zu tun – beide haben griechische Wurzeln, sondern orientiert sich an dem, was ihnen selber schmecke. Im Angebot gibt es hausgemachte Käsebällchen mit Honig und schwarzem Sesam, für die Mittagskarte sind auch mal Käsespätzle vorgesehen, auf der Abendkarte findet man unterschiedliche Pasta-Gerichte, Risotto, Fisch oder gegrilltes Fleisch – allesamt schick und modern angerichtet. „Wir schauen, was gut ankommt“, sagt Anastasia Kiourtidou, gemäß dem Motto, das Auge isst mit. Dementsprechend soll die Karte weiter ausgefeilt und den Wünschen der Gäste angepasst werden. Am Nachmittag werden vor allem Getränke und hausgemachte Kuchen präsentiert.

Die Altersgruppe, die sie damit ansprechen, ist komplett durchmischt. In den sozialen Netzwerken tummeln sich Bilder und Videos auch von Jüngeren, die das WYN nutzen, um sich zu treffen und etwas zu trinken.

Anfang Mai hat nun endlich ihr angestellter Koch die Arbeit aufgenommen, wonach nun der Gastronomie-Betrieb so richtig Fahrt aufgenommen hat.

Umkleidekabinen weichen Toiletten

Nachdem die beiden Frauen im Januar 2021 den Pachtvertrag unterschrieben hatten, mussten sie die Räume des ehemaligen Bekleidungsgeschäfts reichlich umbauen. Dort, wo einst die Umkleidekabinen waren, sind nun die Toiletten. Außerdem ließen sie eine professionelle Küche einbauen. Hilfestellung, was es dabei alles zu beachten gilt, erhielten sie von Lebensmittelkontrolleuren des "Veterinäramts und Lebensmittelüberwachung" des Landkreises.

Beide Inhaberinnen haben vorher etwas komplett anderes gemacht

Auch wenn der Wunsch eines eigenen Gastronomiebetriebs bei Anastasia Kiourtidou und Chrisanthi Athanasiadu schon lange besteht, für beide ist es ein gewisses Stück Neuland. Anastasia Kiourtidou ist von Beruf Drogistin, Chrisanthi Athanasiadu hat im Bereich Mode gearbeitet. Die Frage, ob sie Bedenken oder Angst vor dem großen Schritt hatten, beantworten sie mit einem deutlichen Nein. „Was kommt, kommt!“, sind sie sich einig.

Natürlich haben sie sich vorab in die Materie eingearbeitet, Vorwissen wie etwa zur Abrechnung bringen sie aus vorangehenden Beschäftigungen mit. Sie wissen, worauf es ankommt: Eine gute Kaffeemaschine etwa, gute Weine, die sie aus der Region, aber auch aus ausgewählten Ländern beziehen wie Frankreich, Spanien, Italien und natürlich Griechenland. „Weine, die ihnen selber schmecken“, betonen sie.

Unterstützung erhalten sie von angestellten Aushilfen und Servicekräften wie auch von der Familie. Letztere stehe voll und ganz hinter den beiden Frauen und dürfe genauso wenig zu kurz kommen.

Da Anastasia Kiourtidou zwei Schulkinder hat, übernimmt sie in erster Linie die Frühschicht, der Nachwuchs von Chrisanthi Athanasiadu sei schon erwachsen und mache gerade Abi. „Ich werde zu Hause nicht mehr so gebraucht“, sagt sie und lächelt.

Wo man vor geraumer Zeit noch Kleiderständer durchstöbert hat, auf der Suche nach einem neuen Lieblingsstück, stehen nun mit dicken Kissen und Polstern bezogene Stühle und Sessel an Tischen, die ganz einfach zum Zurücklehnen und Aufatmen einladen. Ende Februar haben Anastasia Kiourtidou und Chrisanthi Athanasiadu in der Kurzen Straße in der Waiblingen Altstadt zwischen Friseur Arnold und Metzgerei Schäfer das „WYN“ eröffnet. Die drei großgeschriebenen Buchstaben, wobei das Y in der Mitte in

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