Waiblingen

Neue Halle für Ninjas und Kletterer

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Treppensteigen einmal anders: Kim Marschner hangelt sich die Außentreppe des Ninja-Parcours entlang. © ZVW/Alexandra Palmizi
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Timo und Ingrid Marschner mit Hund Cosmo vor einer der Boulderwände. © ALEXANDRA PALMIZI

Waiblingen. Vor einem Jahr sorgte der 21-jährige Korber Kim Marschner bei der RTL-Kultshow „Ninja Warrior“ für Furore. Bald können fitte Sportler aus der ganzen Region Stuttgart ihm nacheifern. Die Familie Marschner, welche das „Active Garden“ in Korb betreibt, eröffnet in Waiblingen eine neue Kletterhalle – und für Sohn Kim erfüllt sich ein Traum.

Gut möglich, dass der Familie bald die Bude eingerannt wird. „Wir sind sogar fest davon überzeugt“, sagen Timo (62) und Ingrid Marschner (59), „sonst würden wir es nicht machen.“ In einem Alter, in dem andere eher den Ruhestand planen, geben sie noch einmal richtig Gas und wagen eine große Investition. „Schon seit vielen Jahren leben wir für den Klettersport“, erklärt Ingrid Marschner ihre Motivation. In ein paar Jahren soll Kim die Geschäftsführung übernehmen, vorerst steigt Tochter Carolin in den Betrieb mit ein. Bis zum endgültigen Generationswechsel scheuen sich auch Mutter und Vater – sportlich wie andere mit 30 nicht mehr –, einige der Übungen am Ninja-Parcours vorzumachen.

Für Kim Marschner steht der Leistungssport im Mittelpunkt

Aktuell steckt Kim, der bei „Ninja Warriors“ ein Millionenpublikum und allen voran die TV-Moderatoren Jan Köppen und Frank Buschmann verzückte und mit seinen Klimmzügen an den nur wenige Millimeter breiten Leisten zu Ausrufen wie „Das ist unmenschlich!“ hinriss, mitten im Studium, Fachrichtung International Management. Das könnte auch eine Weile so bleiben, denn der Leistungssport steht für die nächsten Jahre für ihn im Vordergrund. Von seinen größten Erfolgen bekam die Öffentlichkeit wenig mit: Schon als Jugendlicher war er Deutscher Meister im Klettern, in der Erwachsenen-Konkurrenz schaffte er es ins Weltcup-Halbfinale. Das erfordert rund 25 Stunden Training in der Woche, vor den Titelkämpfen im Lead (Vorstiegsklettern mit Seil) in der Bergstation Hilden am 9. November sogar noch etwas mehr.

"Ninja Warrior"-Parcours gleicht Vorbild aus dem Fernsehen

Fürs Erste also managen die Eltern, die seit 2001 Besitzer der erfolgreichen Kletterhalle im Korber Gewerbegebiet sind, den neuen Betrieb in der Düsseldorfer Straße 18 in unmittelbarer Nähe des Real-Markts. Der „Ninja Warrior“-Parcours gleicht dem Vorbild aus dem Fernsehen. Allerdings plumpsen die Sportler, wenn sie von den Hindernissen stürzen, nicht ins Wasser, sondern auf weiche Unterlagen wie Matten oder ein Luftkissen. Ansonsten ist alles dabei: etwa die Steilwand, an der sich viele die Zähne ausgebissen haben. Oder die „flying bars“, die fliegenden Stangen, an denen Kim Marschner nach grandioser Leistung kurz vor dem Ziel ausschied. Der spektakuläre Kletterparcours hat Seltenheitswert in Süddeutschland und verspricht, ein Magnet zu werden für die Kletter- und Kraftsportszene in der Region. Der Hersteller ist derselbe wie im Fall der RTL-Studios.

Boulder-Landschaft ist wettkampftauglich

Für den Leistungssportler Kim Marschner ist der Ninja-Sport mehr eine Spielerei. Sein Fokus liegt klar beim Klettern – und das gilt auch für die Halle mit ihren 1350 Quadratmetern Grundfläche. In der großzügigen Boulder-Landschaft können Kletterer ohne Seil sich in allen Schwierigkeitsgraden üben. Während Bouldern in Korb neben dem Seilklettern nur ein Randbereich ist, wird es in der neuen Halle klar dominieren. Als zusätzliche Herausforderung für die Kletterer gibt’s ein System mit markierten Griffen und Tritten, das vorgibt, wie viele Hände und Füße gleichzeitig Halt haben dürfen. Der Boden ist mit Schaumstoffteilen weich gefedert, und ein Druckluftmechanismus sorgt dafür, dass sich das Füllmaterial gleichmäßig verteilt. Stürze sind daher weitestgehend ungefährlich, versichern die Hallenbetreiber.

Zur Halle, die vorher die Soccerfelder einer privaten Fußballschule beherbergte, gehören außerdem verschiedene Trainingszonen, Umkleiden, ein Yogasaal, ein Partyraum zum Anmieten und ein Gastrobereich. Auf der größten Wand im gigantischen Boulderpark mit insgesamt 2200 Griffen können offizielle Wettkämpfe ausgetragen werden. Gegenüber befindet sich eine Art Zuschauertribüne – allerdings keine ganz gewöhnliche. Wer den unverstellten Blick aufs Geschehen haben will, muss erst rund drei Meter zur Galerie hinaufklettern. Wenn auch zugegebenermaßen auf recht einfachen Tritten.


Waiblingen. Vor einem Jahr sorgte der 21-jährige Korber Kim Marschner bei der RTL-Kultshow „Ninja Warrior“ für Furore. Bald können fitte Sportler aus der ganzen Region Stuttgart ihm nacheifern. Die Familie Marschner, welche das „Active Garden“ in Korb betreibt, eröffnet in Waiblingen eine neue Kletterhalle – und für Sohn Kim erfüllt sich ein Traum.

Gut möglich, dass der Familie bald die Bude eingerannt wird. „Wir sind sogar fest davon überzeugt“,

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