Waiblingen

Neue Kita für Hohenacker: Stadt Waiblingen will Ende 2023 mit Bau beginnen

Bebauung Rechbergstraße
An der Rechbergstraße in Hohenacker soll eine viergruppige Kita gebaut werden. Der Waiblinger Gemeinderat hat dafür nun den Planungsbeschluss gefasst. © ZVW/Gabriel Habermann

Mit dem Bau der neuen Kita an der Rechbergstraße in Hohenacker will die Stadt Waiblingen voraussichtlich Ende des Jahres 2023 loslegen. Der Gemeinderat hat dazu nun den Planungsbeschluss gefasst. Der Baubeschluss könnte dann im ersten Quartal 2023 folgen.

Entstehen soll eine viergruppige Kindertagesstätte, die für bis zu 76 Kinder Platz bietet. Nebenan werden mehrere Mehrfamilienhäuser gebaut. Bei der Bauzeit rechnet die Stadt inklusive Außenanlagen mit einer Dauer von rund 1,5 Jahren – damit wird die neue Kita erst im Jahr 2025 öffnen können.

Neue Interimskita am Hallenbad Neustadt soll Ende 2022 fertig werden

Der Bedarf in Hohenacker ist natürlich schon früher da. Abdecken will ihn die Stadt Waiblingen mit einer Übergangslösung: So sollen Kinder aus Hohenacker in diesem Jahr in der Kita „An der Friedensschule“ in Neustadt unterkommen. Dort wird der Mehrzweckraum für ein Jahr zum Gruppenraum umfunktioniert. Auch zusätzliche Plätze in den Kindertageseinrichtungen sollen genutzt werden. Sobald die neue Interimskita am Hallenbad Neustadt fertig ist, sollen dort dann Kinder aus Hohenacker unterkommen. Dies wird nach jetzigem Stand im Dezember 2022 der Fall sein. Die Kita wird in Containern untergebracht sein und soll rund 3,5 Jahre lang betrieben werden.

Baubürgermeister Dieter Schienmann: „Es kam bisher zu keinen Verzögerungen in der Projektbearbeitung“

Der in der Sitzung präsentierte zeitliche Ablauf für den Bau der neuen Kita in der Rechbergstraße wird laut der Stadt bereits seit den Haushaltsplanungen im Jahr 2021 so verfolgt. „Es kam bisher zu keinen Verzögerungen in der Projektbearbeitung“, betonte Baubürgermeister Dieter Schienmann auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Lage im Bausektor mit Lieferschwierigkeiten und Preissteigerungen wirke sich in der aktuellen Projektphase noch nicht aus.

Kinder ab einem Alter von einem Jahr sollen in der Kita aufgenommen werden

Die neue Kita an der Rechbergstraße wird drei Gruppen für Kinder über drei Jahre (Ü 3) haben und eine für Kinder unter drei (U 3). Damit reagiert die Stadt Waiblingen auch auf den zusätzlichen Bedarf nach Ü-3-Plätzen aus der Nachbarortschaft Neustadt. „Die Gruppenformen sollen flexibel an den jeweiligen Bedarf angepasst werden können“, heißt es dazu in der Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung. In der Kita sollen Kinder ab einem Alter von einem Jahr aufgenommen werden, dabei wird auch eine Ganztagsbetreuung möglich sein. Vorgesehen sind ein Zimmer für Gespräche mit den Eltern, ein Bewegungs- und Mehrzweckraum sowie eine Küche. Das Mittagessen wird im Rahmen des „Cook and chill“-Verfahrens zubereitet. Dabei werden Speisenkomponenten klassisch zubereitet, dann jedoch auf eine Temperatur von unter vier Grad Celsius heruntergekühlt. Vor Ort in der Kita werden sie dann wieder erhitzt.

Außengelände der Kita Rechbergstraße ist etwa 700 Quadratmeter groß

Rund 20 Mitarbeiter werden in der Kita an der Rechbergstraße arbeiten. Das Außengelände wird etwa 700 Quadratmeter groß sein, die Kita selbst wird zweigeschossig gebaut. Wie das gesamte Baugebiet mit den Mehrfamilienhäusern wird auch die Kita von einer Nahwärmezentrale der Stadtwerke Waiblingen versorgt. Das Gebäude soll zudem klimaneutral sein.

Dass die Stadtverwaltung die geplante Nordausrichtung der Gruppenräume noch mal änderte, freute ALi-Stadträtin Dagmar Metzger. Sie äußerte bereits in der Sitzung des Ausschusses für Planung, Technik und Umwelt (PTU) im Dezember 2021 die Sorge, dass der Nachwuchs durch Gruppenräume im Norden im Winter nur sehr wenig Sonne abbekommt. Dass nun die Räume nach Westen ausgerichtet sind, gefiel auch Siegfried Bubeck, dem Vorsitzenden der FW-DFB-Fraktion.

Wolfgang Bechtle (CDU/FW): „Das sieht sehr gut aus“

Im Gemeinderat gab es auch sonst viel Lob. Wolfgang Bechtle, CDU/FW-Stadtrat und Mitglied des Ortschaftsrats von Hohenacker, betonte, dass sich der Ortschaftsrat und die Bürger freuen würden, dass das Projekt so schnell auf den Weg gebracht werde. „Das sieht sehr gut aus.“ Bechtle bat darum, so schnell wie möglich mit der Planung anzufangen. Auch Fraktionskollege Hans-Ingo von Pollern, ebenfalls Ortschaftsrat in Hohenacker, zeigte sich angetan. Das Vorhaben füge sich gut in die Landschaft ein. „Ein großes Lob an die Verwaltung, da freuen sich alle Bürgerinnen und Bürger darauf – und mit ihnen viele Kinder.“

Mit dem Bau der neuen Kita an der Rechbergstraße in Hohenacker will die Stadt Waiblingen voraussichtlich Ende des Jahres 2023 loslegen. Der Gemeinderat hat dazu nun den Planungsbeschluss gefasst. Der Baubeschluss könnte dann im ersten Quartal 2023 folgen.

Entstehen soll eine viergruppige Kindertagesstätte, die für bis zu 76 Kinder Platz bietet. Nebenan werden mehrere Mehrfamilienhäuser gebaut. Bei der Bauzeit rechnet die Stadt inklusive Außenanlagen mit einer Dauer von rund 1,5 Jahren

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