Waiblingen

Neue Moden, neue Rollen: Was Frauen in der Seidenstoffweberei Waiblingen schufen

Seidenstoffweberei Waiblingen 1937
Eine Gruppe von Arbeiterinnen nebst Meister oder Vorarbeiter in der Seidenstoffweberei in Waiblingen. Das Bild aus dem Jahr 1937 zeigt die Mutter von Horst Beck aus Weinstadt, Anna Sachsenmaier geb. Beck (mittlere Reihe, 3. von links). Sie lebte von 1906 bis 2003. Ihr Geburtshaus war die Weingärtner Vorstadt 10, damals noch direkt am Remsufer gelegen und inzwischen abgerissen, so der Heimatverein. © Privatbesitz Horst Beck

„Diese Farbenpracht! Diese Muster!“ Stefanie van de Kerkhof gerät ins Schwärmen, wenn sie in den Musterbüchern der Mechanischen Seidenstoffweberei blättert. Die Wirtschaftshistorikerin der Universität Mannheim kann es kaum glauben, wie nach mehr als 100 Jahren die Seidenstoffe mit so illustren Namen wie „Satin de Cleopadra“ noch immer leuchten, mit gewagten Entwürfen und modernen Designs überraschen. Seit mehreren Jahren befasst sich van de Kerkhof wissenschaftlich mit der „Seidenbude“, wie