Waiblingen

Neuer Spielplatz in der Talaue

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Wie riesige, abgeschnittene Sträucher - oder aus der Erde ragende Mikado-Stäbchen – wirkt der neue Spielplatz in der Talaue. © Palmizi / ZVW

Waiblingen. Zwei große, runde Kiesinseln prangen mitten in der Talaue, darauf ragen grob behauene Baumstämme in den Himmel. Etwas futuristisch mutet es an, dieses Gebilde. So mancher Spaziergänger fragte sich in den vergangenen Wochen offenbar, was dort entsteht. Die Antwort ist einfach: Es ist der neue Spielplatz, der pünktlich zur Remstal-Gartenschau im kommenden Jahr eröffnet werden soll.

Noch ist das Gelände weiträumig mit einem Bauzaun abgesperrt, aber sobald die ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen die Luft erwärmen, sollen hier Kinder spielen: Der neue Spielplatz in der Waiblinger Talaue nahe dem Hallenbad ist nach Auskunft der Stadt so gut wie fertiggestellt.

„Im Prinzip sind wir fertig. Die Umgebung ist planiert und frisch eingesät“, sagt Michael Seeger, der Fachbereichsleiter Infrastruktur der Stadt Waiblingen. Das Gras soll nun anwachsen und die sogenannte Frostgare soll dazu beitragen, dass sich der Boden setzt.

Vier Monate Bauzeit

Auf den zwei Spielinseln ragen grob behauene Robinien-Balken unterschiedlicher Höhe in den Himmel. Aus der Ferne sehen die Konstrukte aus wie Sträucher, die abgeschnitten wurden – oder wie Mikado-Stäbchen, die jemand in die Erde gesteckt hat. Zwischen den Stämmen hängen Netze aus Seilen und grobe Taue. Für die Kleinen gibt es Rutschen, für die Größeren Balancierbalken und Klettermöglichkeiten. „Die beiden Kletter- und Geschicklichkeitsparcours sind jeweils auf die Fähigkeiten der Kinder abgestimmt, einer für die älteren, einer für die jüngeren“, erläutert Seeger.

Etwa vier Monate lang hat die Bauzeit gedauert. Der Voraushub begann im August, dann wurden die Fundamente gegossen, die Stämme aus Robinienholz eingesetzt und zuletzt die Gruben mit Schotter und einer Schicht sogenannten Fallschutzkieses aufgefüllt. Dabei handelt es sich um einen recht feinen, runden Kies, der „nachgibt“, wie der Fachbereichsleiter Seeger es nennt.

„Der Vorteil am Kies gegenüber Rindenmulch ist, dass er deutlich haltbarer ist. Er gammelt zum Beispiel nicht, wenn er der Witterung ausgesetzt ist“, erklärt Seeger. Ein weiterer Punkt sei: Im Falle einer Überflutung des Gebietes werde er nicht weggeschwemmt. Außerdem betone der Kies den Inselcharakter der Klettergerüste. Die runde Form der Spielinseln soll übrigens die Form des Seeplatzes widerspiegeln.

Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 520 000 Euro

Die neuen Spielgeräte sind Teil des Projektplans zur Remstal-Gartenschau 2019. „Wir wollten den Seeplatz um dieses Angebot erweitern“, sagt Seeger. Der restliche Seeplatz wurde instand gesetzt, der Muschelkalk wurde mit einem Dampfstrahler gereinigt, fehlerhafte Platten wurden ausgetauscht und teils neu verfugt. Nun erstrahlt er – obwohl 20 Jahre alt – in neuem Glanz.

Eröffnet werden soll der Spielplatz im März des kommenden Jahres, zusammen mit dem Skaterpool, der dann ebenfalls fertiggestellt sein soll. Möglicherweise, so die derzeitige Idee, soll es dann einen Rundgang durch die Talaue mit dem Oberbürgermeister Andreas Hesky geben, verrät Seeger. „Um schon mal die Vorfreude auf die Gartenschau zu steigern.“


Fakten rund um den Spielplatz

Die Spielgeräte sind für Kinder von drei bis zwölf Jahren konzipiert. „Aber wenn ein 14-Jähriger Spaß daran hat, dann darf er ruhig auch dort klettern“, sagt der Fachbereichsleiter Michael Seeger. Stabil genug seien die Stämme aus Robinienholz jedenfalls.

Die Gesamtkosten für die Neugestaltung des Seeplatzes belaufen sich auf etwa 520 000 Euro. Darin enthalten sind die Planungs- und Baukosten für den neuen Spielplatz.

Als Teil des Projekts „Zukunft Stadtgrün Kernstadt 3“ wird die Umgestaltung vom Regierungspräsidium Stuttgart mit etwa 200 000 Euro gefördert. Die verbleibenden Kosten von rund 320 000 Euro trägt die Stadt Waiblingen.