Waiblingen

Newsblog: Sturmtief "Friederike" - Bahn stellt Fernverkehr ein

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Die Straße nach Oberberken ist nach wie vor gesperrt.
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Nachdem ein Baum umgestürzt war, musste die Straße zur Sicherheit gesperrt werden.

17.20 Uhr

Der Orkan "Friederike" hat auch im Südwesten für Bahnchaos gesorgt. Reisende mussten am Donnerstag wegen eines bundesweiten Stopps im Fernverkehr Alternativen zu ihren geplanten Zugverbindungen suchen. Der Regionalverkehr rollte zunächst weiter, sagte ein Bahnsprecher. Am Stuttgarter Hauptbahnhof zwängten sich die Menschen in Massen in die noch fahrenden Regionalzüge. Lange Schlangen bildeten sich auch an den Info-Schaltern. Bundesweit hatte die Deutsche Bahn den Fernverkehr am Donnerstagmittag wegen des Wetters vorsorglich eingestellt. Es ist das erste Mal seit dem Organ "Kyrill" vor elf Jahren, dass der Bahn-Fernverkehr bundesweit gestoppt wird.


15.43 Uhr

Die Bahn stellt bundesweit den gesamten Fernverkehr ein. Züge, die noch unterwegs sind, sollen aber so weit wie möglich noch zum Ziel fahren, so ein Bahnsprecher gegenüber dpa.


15.32 Uhr

Wegen der Sturmschäden bleibt die Landesstraße zwischen Schorndorf und Oberberken/Adelberg noch bis Freitagvormittag gesperrt. Beeinträchtigungen auf anderen Straße im Rems-Murr-Kreis, Ostalbkreis oder im Landkreis Schwäbisch Hall liegen der Polizei Aalen derzeit nicht vor.


15.30 Uhr

In Tannheim, Kreis Biberach, meldet die Polizei einen Unfall durch den Sturm. Eine Richtung Egelsee fahrende 26-Jährige verlor auf Höhe des Flugplatzes durch starke Windböen die Kontrolle über ihren Kleinbus. Der Opel Vivaro kam von der Straße ab und überschlug sich. Die Insassen blieben unverletzt. 


15.12 Uhr

Auch im Ostalb-Kreis hat der Sturm Spuren hinterlassen, wenn seine Auswirkungen dort bisher auch vergleichsweise harmlos sind. In Gschwend war zwischen Neumühle und der Landesstraße 1150 ein Baum umgestürzt, den der Bauhof inzwischen aber weggeräumt hat. Auch auf der Landesstraße 1154 Uhr zwischen Lorch und Bruck stürzte ein Baum auf die Straße und blockierte die Fahrbahn. Nachdem  Feuerwehr und Straßenmeisterstelle den Baum entfernt hatten, konnte die Fahrbahn wieder freigegeben werden. Weitere Bäume stürzten in Schwäbisch Gmünd im Schießtal auf die Otto-Tiefenbacher-Straße und bei Bopfingen zwischen Baldern und Kerkingen auf die Kreisstraße 3200. In Aalen rückte der Bauhof wegen eines großen Astes aus, der in der Friedrich-Ebert-Straße beseitigt werden musste.


14.42 Uhr


13.54 Uhr

Agrarminister Peter Hauk (CDU) sagte am Donnerstag, das Sturmtief "Burglind" von Anfang Januar habe in vielen Wäldern im Land Bäume angeschoben und Kronen beschädigt. "Momentan besteht das besonders große Risiko, dass diese vorgeschädigten Bäume auch bei weniger starken Windböen endgültig umfallen können oder sich aus den angeknacksten Baumkronen Äste oder ganze Kronenteile lösen und herabstürzen." Die Gefahr sei für Waldbesucher in der Regel vorher nicht zu erkennen. "Insofern empfehle ich den Menschen, derzeit auf Waldbesuche zu verzichten."

Trotz des unwirtlichen Wetters bleibe der Südwesten aber vom Schlimmsten voraussichtlich verschont, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes am Donnerstag. "Friederike streift Baden-Württemberg nur." Zwar seien auf dem Feldberg Böen von mehr als 130 Stundenkilometern gemessen worden. "Aber die Niederungen kommen eher glimpflich davon." Der Schwerpunkt des Sturmtiefs liege eher im Norden Deutschlands.

Am Flughafen Stuttgart gab es am Vormittag kaum Auswirkungen durch den Sturm: "Bei uns läuft der Betrieb bisher normal und pünktlich", sagte eine Sprecherin. Lediglich zwei Flüge aus Amsterdam und die jeweiligen Rückflüge seien wegen der dortigen Wetterlage gestrichen worden.


13.31 Uhr

Anja Rützel muss wegen des Sturms ihre Lesung heute Abend im Kulturforum Schorndorf absagen. Das teilte die Autorin auf Twitter mit. Der Termin wird verschoben, ein Ausweichstermin steht bislang nicht fest.


11.48 Uhr

Mit Ausnahme des Nordostens von Deutschland nimmt der Wind zu, es gibt verbreitet starke bis stürmische Böen, gebietsweise Sturmböen. Im Zentrum des Sturms, der ab dem Vormittag in einem breiten Streifen von NRW und dem südlichen Niedersachsen über Nord- und Mittelhessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt fegt und sich am Nachmittag bis nach Sachsen und Südbrandenburg ausbreitet, werden schwere Sturm- und orkanartige Böen, in Verbindung mit kurzen Gewittern Böen bis Orkanstärke erwartet.

Zum Teil wird empfohlen das Haus nicht zu verlassen, Schulen bleiben gebietsweise geschlossen. In Nordrhein-Westfalen ist der Bahnverkehr vorübergehend eingestellt worden.


10.00 Uhr

Wegen des Sturms hat die Polizei die Landesstraße zwischen Schorndorf und Oberberken gesperrt. Ein Baum ist bereits umgefallen und es besteht die Gefahr, dass weitere Bäume umstürzen, wie ein Polizeisprecher sagte. Demnach können Beschäftigte des Bauhofes momentan wegen des starken Windes keine Bäume fällen. Deshalb musste die Polizei die Straße sperren. Eine Umleitung wird durch die Straßenmeisterstelle eingerichtet. Sobald es die Wetterlage zulässt, wird die Gefahrenstelle beseitigt.


7.05 Uhr

Zwischen 9 Uhr (18.1.) bis voraussichtlich Mitternacht werden Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h erwartet. Der Deutsche Wetterdienst warnt mit Stufe zwei von vier - zum Vergleich: Sturmtief Burglind lag bei Stufe drei. Es könnten durch den Wind vereinzelt Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Eine Gefahr geht von herabstürzenden Ästen, Dachziegeln oder Gegenständen aus. Der Rems-Murr-Kreis liegt zwar nicht im Zentrum des Sturms, kriegt ab er die Ausläufer von Sturmtief Friederike auch zu spüren.

Dazu kann es zum Teil glatt auf den Straßen werden, ab 400 Metern kann es zu überfrierender Nässe und leichtem Schneefall kommen. Wegen des Sturms ist im Bahnverkehr mit Verspätungen und Ausfällen zu rechnen.

Was tun bei Sturmschäden?

Damit durch Sturm entstandene Schäden so schnell wie möglich und so gut wie’s irgend geht von der Versicherung übernommen werden, haben wir sechs Tipps für Sturmgebeutelte.