Waiblingen

"Nicht zukunftsfähig": Dauer-Sanierung an der Staufer-Realschule Waiblingen

Stauferrealschule
Optisch in Ordnung, aber energetisch nicht: Staufer-Realschule. © Gaby Schneider

Schritt für Schritt soll die Staufer-Realschule saniert werden. Zunächst sind die Werkräume mitsamt Maschinenraum sowie der daran angeschlossene Zeichensaal an der Reihe. Der ebenfalls geplante Umbau der Musikübungszellen im Untergeschoss sowie der Gebäudetechnik im Verwaltungsbereich, im Lehrerzimmer und vier Klassenzimmern wird hingegen verschoben und in eine kommende energetische Sanierung investiert.

Eigentlich hatte der Gemeinderat die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen in der Staufer-Realschule bereits vor zwei Jahren beschlossen. Geplant war, sie in drei Abschnitten zwischen 2020 und 2022 abzuarbeiten. Doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung: Im Zuge von pandemiebedingten Einsparungen wurde die Maßnahme auf die Schiebeliste gesetzt. Dann fehlten die Zuschüsse vom Land – und die Sanierung wurde um ein weiteres Jahr verschoben. Im Frühjahr 2022 dann die nächste Änderung: Angesichts gehobener Ansprüche an den energetischen Standard sowie stetig steigender Preise setzte das Hochbauamt die Planung in der vorhin genannten Weise neu auf.

Sanierung der Werkräume wird nicht geschoben

Die Sanierung der Werkräume dulde keinen Aufschub, führte Fachbereichsleiter Michael Gunser im Ratsausschuss aus. Die Sicherheitsproblematik sei bekannt. Erneuert werden soll bei der nunmehr für den Zeitraum zwischen Juli und September 2023 vorgesehenen Sanierung die gesamte Elektroinstallation für den besagten Bereich. Er wird mit dezentralen Lüftungsgeräten ausgestattet. Der zentral gelegene Maschinenraum wird von beiden Werkräumen aus einsichtig und zugänglich. Die Absauganlage wird umgebaut.

Generalsanierung nicht vor 2024 oder 2025

Die Erneuerung der Gebäudetechnik in der Verwaltung, im Lehrerzimmer und vier Klassenzimmern kommt erst mit der Gesamtsanierung. Die Gebäudetechnik der Realschule sei stark veraltet und „stellenweise sogar ohne Funktion“, argumentiert der Fachbereich. Zudem häuften sich Wasserschäden in unterschiedlichen Bereichen des Gebäudes.

Durch die Bauart bedingt ließen sich diese nur schwer lokalisieren. Eine vollumfängliche Sanierung der Staufer-Realschule sei unumgänglich und sollte „mittelfristig“ erfolgen – wahrscheinlich nicht vor 2025 oder 2025. Unter energetischen Gesichtspunkten erscheint das Gebäude nicht zukunftsfähig. Will Waiblingen seine Klimaziele erreichen, reichten die bisherigen Anstrengungen, die in einer Vielzahl von kleineren Maßnahmen bestanden, laut Michael Gunser nicht aus, vielmehr müssten laut Michael Gunser zwingend die Wärmeverluste über die Sichtbetonwände der Fassade minimiert werden.

Sanierung des Hanggebäudes am Salier nicht vor 2027

Offensichtlich wegen der vielen Einzelmaßnahmen hat FDP-Stadträtin Julia Goll gar den Eindruck, dass während ihrer gesamten, inzwischen 13 Jahre währenden Zeit im Gemeinderat die Staufer-Realschule saniert werde. „Wir haben viele große Projekte“, sagt Michael Gunser zur Begründung und verweist auf die Komplett-Sanierung der Staufer-Gemeinschaftsschule in unmittelbarer Nachbarschaft. Angesichts der Vielzahl der Aufgaben hilft auch aus Sicht von Baubürgermeister Dieter Schienmann nichts anderes, als die Sanierungen nach Dringlichkeit zu priorisieren.

Was beileibe nicht nur auf die Staufer-Realschule zutrifft, sondern beispielsweise auch auf das Salier-Gymnasium. Dort ist der zweite Bauabschnitt, in dem das Hanggebäude in Angriff genommen werden sollte, bei den Vorbereitungen für den städtischen Haushalt auf 2027 verschoben worden – und damit ist nur die Planungsrate gemeint.

Für die Generalsanierung der Staufer-Gemeinschaftsschule sind bis zum Jahr 2026 Mittel in einer Gesamthöhe von rund neun Millionen Euro vorgesehen. Dagegen kommt der nächste Bauabschnitt an der Realschule mit 780.000 Euro fast wie ein kleiner Fisch daher.

Schritt für Schritt soll die Staufer-Realschule saniert werden. Zunächst sind die Werkräume mitsamt Maschinenraum sowie der daran angeschlossene Zeichensaal an der Reihe. Der ebenfalls geplante Umbau der Musikübungszellen im Untergeschoss sowie der Gebäudetechnik im Verwaltungsbereich, im Lehrerzimmer und vier Klassenzimmern wird hingegen verschoben und in eine kommende energetische Sanierung investiert.

Eigentlich hatte der Gemeinderat die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen in

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