Waiblingen

Ortschaftscheck Hohenacker: Neue Wohnungen, neue Schulmensa, neuer Fitnessparcours

Sandra Matuschke
Sandra Matuschke ist seit Anfang März Ortsvorsteherin von Hohenacker. © ZVW/Benjamin Büttner

Neustadt, BeinsteinHegnach, Bittenfeld: Vier Ortschaften hat unsere Redaktion schon einem Ortschaftscheck unterzogen – und nun ist zum Abschluss Hohenacker dran. Dort sollen laut Ortsvorsteherin Sandra Matuschke bald neue Wohneinheiten entstehen – zum Beispiel Mietwohnungen in einem geplanten Neubau in der Benningerstraße. Dann wird in der Lindenschule eine neue Mensa errichtet – und zwar im früheren Werkraum. In Sachen Kinderbetreuung soll es schnell mehr Plätze geben. Und die Ortsdurchfahrt soll in zwei weiteren Abschnitten umgestaltet werden.

Hohenacker braucht weitere Kita-Plätze

Kinderbetreuung: Hohenacker hat zusätzlichen Bedarf bei der Kinderbetreuung – und zwar laut der Kindergartenbedarfsplanung der Stadt Waiblingen sowohl für Kinder über drei (Ü 3) als auch für Kinder unter drei (U 3). Ursprünglich sollte eine Interimskita für Kinder aus Hohenacker und Neustadt an einem Standort in Hohenacker entstehen – aber dann regte der Ortschaftsrat Neustadt auf Bitten aus der Elternschaft an, jeweils eigene Lösungen vor Ort zu schaffen. Was nun in Hohenacker genau kommt, kann die Ortsvorsteherin noch nicht sagen. „Wir prüfen im Moment verschiedene Lösungen, wie man den Bedarf deckt“, sagt Sandra Matuschke. Froh ist sie über die neue Bauernhof-Kita, die am 13. September offiziell ihren Betrieb gestartet hat. „Die trägt auch dazu bei, dass wir den Bedarf an Plätzen sicherstellen.“

In der Lindenschule wird der frühere Werkraum zur Mensa umgebaut

Schule: Die Hortkinder an der Lindenschule essen bereits seit mehreren Jahren im Vereinszimmer der Gemeindehalle – doch das ist keine Lösung für immer. „Die Platzkapazitäten sind bereits zum jetzigen Zeitpunkt knapp und nicht erweiterbar, künftig werden rund 70 Mensa-Plätze benötigt“, betont Sandra Matuschke. Der frühere Werkraum werde deshalb für die Nutzung als Mensa umgebaut. In den Sommerferien 2021 sind nach Angaben der Ortsvorsteherin bereits die Abbruch- und Maurerarbeiten erfolgt. Die lärmintensiven Arbeiten sollen danach weitestgehend in den Schulferien erfolgen. Damit dauert alles natürlich etwas länger, als wenn durchgearbeitet werden würde. „Die Fertigstellung ist für September 2022 geplant.“ Vom Schuljahr 2022/23 an soll es an der Lindenschule auch drei erste Klassen geben statt wie bisher zwei. Das soll auch in den Folgejahren so bleiben, so dass dann irgendwann die Lindenschule von der ersten bis zur vierten Klasse dreizügig ist.

Freizeitangebote: Bei den Spielplätzen gibt es laut Sandra Matuschke in Hohenacker bereits Angebote für alle Altersgruppen. Ein neuer Spielplatz ist deshalb nicht geplant, auch muss keiner in nächster Zeit saniert werden. Beim geplanten Fitnessparcours auf dem Gelände der ehemaligen Erbachdeponie zwischen Neustadt und Hohenacker gibt es indes Verzögerungen. Der sollte eigentlich schon bis nach Ende der Sommerferien fertig sein und von allen Bürgern genutzt werden können – aber bei dem Projekt gab es nach Angaben der Ortsvorsteherin Verzögerungen bei den Bauleistungen und beim Baumaterial. Angedacht ist, dass die Arbeiten am Fitnessparcours in der zweiten Oktoberhälfte abgeschlossen werden. Dort soll es neben den Fitnessgeräten auch Sonnenliegen wie in der Talaue geben – darunter eine dreh- und schwingbare Doppelliege beim Parcours und eine auf der benachbarten Aussichtsplattform. Letztere wird von den Landfrauen Hohenacker gespendet.

Wohn- und Geschäftshaus in der Ortsmitte soll von einem Investor gebaut werden

Wohnen: Das letzte größere Neubaugebiet in Hohenacker befindet sich in den Bäumlesäckern. Im Rahmen des Flächensuchlaufs der Stadt wurden zudem zwei Flächen in Hohenacker definiert, auf denen laut Sandra Matuschke eine maßvolle Baulandentwicklung möglich wäre. Diese befinden sich allerdings zum großen Teil in Privatbesitz. „Da führe ich im Moment die Verhandlungen mit den Eigentümern.“ In der Benningerstraße 2 und 6, gegenüber der Ortsmitte mit dem Netto-Supermarkt, soll ein Wohn- und Geschäftshaus gebaut werden. Den Auftrag dazu soll ein Investor erhalten, der auch schon feststeht – den Namen kann Sandra Matuschke aber noch nicht nennen. Wegen des Neubaus werden die bestehenden Gebäude, wo früher auch die Sparkasse untergebracht war, abgerissen. In dem Neubau soll im Erdgeschoss eine Gewerbeeinheit unterkommen, bei den Wohneinheiten sind Mietwohnungen in allen Größen vorgesehen. „Ich bin zuversichtlich, dass man 2022 vielleicht schon eine Bautätigkeit sieht.“ Allgemein freut sich Sandra Matuschke immer, wenn Eigentümer von innerörtlichen Grundstücken in Hohenacker direkt auf sie zukommen und bereit sind, in Sachen Wohnbebauung etwas auf den Weg zu bringen. Beim denkmalgeschützten Haus in der Karl-Ziegler-Straße 38 wurde lange ein Interessent gesucht, der das historische Gebäude saniert. Dieser wurde laut Sandra Matuschke nun gefunden. Auch habe die Person vor, selbst in das Haus einzuziehen.

Feuerwehr: Die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses Hohenacker ist laut Sandra Matuschke so gut wie abgeschlossen. Dort gibt es nun größere Umkleiden und bessere Sanitärräume. Gekostet hat der Anbau laut der Ortsvorsteherin rund eine Million Euro.

Einkaufen: Bei der Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs ist Hohenacker aus Sicht der Ortsvorsteherin gut aufgestellt – und einen wichtigen Beitrag leistet hier die Ortsmitte mit dem Supermarkt. „Da ist immer was los“, freut sich Sandra Matuschke – was aus ihrer Sicht auch an der ausreichenden Zahl an Parkplätzen liegt.

Busse und S-Bahn: Wegen der S-Bahn-Haltestelle Neustadt-Hohenacker, bei der erst 2021 die Dachsanierung abgeschlossen wurde, ist Hohenacker aus Sicht der Ortsvorsteherin gut angebunden. Auch bei der Taktung des Busverkehrs Richtung Bittenfeld und Waiblingen ist ihr keine Kritik aus der Bürgerschaft bekannt. Im Bereich der Bushaltestelle „Ortsmitte“ kann laut Sandra Matuschke durch parkende Autos auf der gegenüberliegenden Seite eine unübersichtliche Verkehrsführung entstehen, die häufig dazu führe, dass die Busbucht als Fahrspur genutzt werde. „Durch eine Verlegung der Bushaltestelle in Verbindung mit einem barrierefreien Ausbau soll die Situation deutlich verbessert und die Verkehrssicherheit erhöht werden.“ Umgesetzt werden könnte das Ganze 2023.

Arbeitsplätze und Gewerbe: Es gibt in Hohenacker einige Handwerksbetriebe, kleinere Unternehmen und leistungsfähige Mittelständler mit teilweise bis zu 200 Mitarbeitern im Gewerbegebiet – aber wie in Ortschaften wie Bittenfeld auch pendeln die meisten Arbeitnehmer.

Straßen: Ein Teil der Karl-Ziegler-Straße wurde 2020 schon umgestaltet – und zwar im Bereich zwischen der Weidenstraße und der Einmündung in die Bildäckerstraße. Die neue Verkehrsführung soll in der Ortsdurchfahrt von Hohenacker dazu führen, dass die Autofahrer langsamer unterwegs sind – was dann auch die Verkehrssicherheit für die Radfahrer und Fußgänger erhöhen würde. Der zweite Abschnitt bis zur Einmündung in die Hegnacher Straße soll nun 2022 geplant werden, ein Baubeginn wäre dann im günstigsten Fall bereits 2023 möglich. Insgesamt sind drei Abschnitte zu stemmen.

Neustadt, Beinstein, Hegnach, Bittenfeld: Vier Ortschaften hat unsere Redaktion schon einem Ortschaftscheck unterzogen – und nun ist zum Abschluss Hohenacker dran. Dort sollen laut Ortsvorsteherin Sandra Matuschke bald neue Wohneinheiten entstehen – zum Beispiel Mietwohnungen in einem geplanten Neubau in der Benningerstraße. Dann wird in der Lindenschule eine neue Mensa errichtet – und zwar im früheren Werkraum. In Sachen Kinderbetreuung soll es schnell mehr Plätze geben. Und die

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