Waiblingen

Säulenblitzer: Wo hat es wie oft geblitzt?

blitzer_01_0
Schrecksekunde: So sieht’s aus, wenn der Überwachungs-Blitz einschlägt. Hier nur ein Trick des Fotografen. © Ramona Adolf

Waiblingen. Die Autofahrer in Waiblingen und Umgebung haben sich gezwungenermaßen an die Säulenblitzer an der B 14 gewöhnt. Folglich gehen auch die Einnahmen zurück. Im Rekordjahr 2012 spülten die neuen Poliscan-Geräte fast vier Millionen Euro in die Stadtkasse, inzwischen „nur“ noch rund 2,5 Millionen jährlich.

Grafik: Blitzerstandorte (blau) und geplante Säulenblitzer (rot) in Waiblingen.

Seit Januar 2012 eilt Waiblingen der unschöne Ruf voraus, die Autofahrer zur Kasse zu bitten, um damit wiederum die eigene Kasse zu füllen. Das Wort von der „Abzock-City“ macht die Runde, der Rathauschef wird „Blitzerkönig“ genannt. Doch die Stadtverwaltung verwahrt sich konsequent gegen den Vorwurf, die Blitzer aus finanziellen Gründen aufzustellen. Neulich bei der Vorstellung des Finanzzwischenberichts für 2016 auf die Einnahmen des „Super-Blitzers“ angesprochen, sprach Oberbürgermeister Andreas Hesky sogar von einem „Draufleg-Geschäft“. Die Verkehrsüberwachung generiere nicht nur Einnahmen, sondern auch erhebliche Ausgaben.

"Spitzenreiter" fuhr mit 211 km/h in den Blitzer

Derzeit wird die überlastete Neckarstraße in Hegnach umgestaltet, im Zuge des geplanten Rückbaus sind zwei neue Blitzersäulen anstelle der alten „Starenkästen“ vorgesehen. Ein Beispiel dafür, dass Blitzer nicht nur an Gefahrenpunkten wie dem Bundesstraßen-Teiler zum Einsatz kommen, sondern auch die Anwohner vor Lärm schützen sollen. Gleiches gilt für den Standort Korber Höhe an der B 14, wo der rote Blitz mittlerweile viel seltener zuschlägt als in der Phase nach der Installation der neuen Poliscanner im Oktober 2014. Was für den Bundesstraßen-Teiler schon längst zutrifft. 2012 rasten dort drei- bis viermal so viele Autofahrer in die Falle als heute. Ein klares Zeichen dafür, dass die Autofahrer der Region mit den Poliscannern längst auf Du und Du stehen. Wer an den einschlägigen Stellen viel zu schnell fährt, kommt wohl von auswärts. „Spitzenreiter“ war am 3. Oktober 2015 ein Fahrzeug, das an der Messstelle B 14/Finkenberg, Fahrtrichtung Waiblingen-Mitte, mit 211 Kilometern pro Stunde unterwegs war.