Waiblingen

Schlange im Silvestermüll entsorgt

Schlange im Silvestermüll entsorgt_0
Der tote Königspython lag auf dem Parkplatz bei Betten Ott. © ZVW/Gabriel Habermann

Waiblingen.
Claudia Haberer ist nach Silvester Ärger gewohnt. Wenn die Inhaber der Waiblinger Firma Betten Ott am Rande des Ameisenbühls am 2. Januar die Ladentür öffnen, finden sie auf ihrem Parkplatz verstreuten Silvestermüll: die Reste und Abfälle von Neujahrsfeiern wie leere Pappkartons, abgebrannte Raketen und Böller. Allein im vergangenen Jahr haben Mitarbeiter der Firma am 2. Januar drei blaue Müllsäcke mit dem gefüllt, was von der Silvesterfeier auf ihrem Grundstück liegen geblieben ist. Was Haberers dieses Jahr zu sehen bekamen, stellt allerdings einen traurigen Höhepunkt dar.

Tier war schwer und steifgefroren

Zwischen all dem Silvestermüll lag eine steifgefrorene tote Schlange. „Ich habe den Kopf und die Augen gesehen“, sagt Claudia Haberer, die das Tier vorsichtig umdrehte. Die Schlange sei sehr schwer gewesen – und auf dem Müll offenbar entsorgt worden. Haberers riefen die Polizei an und bekamen dort die Auskunft, sie sollten sich ans Veterinäramt beim Landratsamt wenden.

Dort gehen die Experten davon aus, dass es sich um einen Königspython handelt. „Mit großer Wahrscheinlichkeit“ ist die Schlange an Verbrennungen gestorben, die sie sich in einem Terrarium zugezogen hat“, sagt Martina Keck, Sprecherin beim Landratsamt. Solche Verbrennungen kämen in Terrarien immer wieder vor. Und darauf weise auch die längliche Form der Verletzungen hin, so die Landratsamtssprecherin. Woher das Tier stammt und wie es auf den Parkplatz zwischen den Silvestermüll geraten ist, sei nicht festzustellen. In der Zwischenzeit haben Mitarbeiter der Stadt Waiblingen die Schlange mitgenommen. Rein theoretisch wäre es auch möglich gewesen, das tote Tier im Restmüll zu entsorgen. Für kleinere Tiere ist das erlaubt, erklärt Martina Keck.

Der Königspython wird bis zu zwei Meter lang und ist eine ungiftige Würgeschlange. Der Deutsche Tierschutzbund weist darauf hin, dass bei Beleuchtungs- und Wärmequellen immer beachtet werden müsse, dass diese große Hitze entwickeln und der direkte Kontakt vom Tier mit der Licht- oder Wärmequelle vermieden werden muss, weil sonst schwere Verbrennungen entstehen können.

Waiblingen.
Claudia Haberer ist nach Silvester Ärger gewohnt. Wenn die Inhaber der Waiblinger Firma Betten Ott am Rande des Ameisenbühls am 2. Januar die Ladentür öffnen, finden sie auf ihrem Parkplatz verstreuten Silvestermüll: die Reste und Abfälle von Neujahrsfeiern wie leere Pappkartons, abgebrannte Raketen und Böller. Allein im vergangenen Jahr haben Mitarbeiter der Firma am 2. Januar drei blaue Müllsäcke mit dem gefüllt, was von der

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