Waiblingen

Schulen in Waiblingen: So soll der Wechselunterricht klappen

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Symbolfoto. © Benjamin Büttner

Von Montag, 19. April, soll es Wechselunterricht geben. In der Praxis bedeutet dies, dass alle Klassen geteilt werden, sobald sie mehr als 14, 15 Schüler haben. Das sagte Axel Rybak, Rektor der Staufer-Realschule und geschäftsführender Schulleiter der städtischen Schulen in Waiblingen, am Freitagvormittag, 16. April, unserer Redaktion.

Allerdings hat das Gesundheitsamt des Rems-Murr-Kreises am Freitagnachmittag empfohlen, „nicht in den Präsenzunterricht zu starten“, falls die Inzidenz am Wochenende über 200 steigt. Am Freitag lag sie im Kreis bei 191. Zwar sei die formale Schließung „erst nach dreimaligem Überschreiten der Schwelle möglich“, so das Landratsamt. „Allerdings wäre es kaum nachvollziehbar, wenn kurz nach der Öffnung schon wieder geschlossen werden müsste.“

Verzicht auf Mittagspause

Bedingung für den Wechselunterricht sind grob gesagt drei Säulen: So muss in der Schule überall der nötige Abstand gewahrt und auf die Hygiene geachtet werden. Auch dürfen nur jene Schüler am Wechselunterricht teilnehmen, die sich einem Corona-Schnelltest unterzogen haben. Der Unterricht soll laut Axel Rybak so organisiert werden, dass möglichst auf die Mittagspause auf dem Schulhof verzichtet werden kann. Schließlich ist dort das Risiko besonders groß, dass Schüler doch engeren Kontakt haben – und sich so womöglich gegenseitig infizieren.

Fächer wie Ethik und Religion gibt es weiter nur im Fernlernunterricht 

An der Staufer-Realschule legt Axel Rybak auch Wert darauf, keine Klassen zu mischen. Heißt: Fächer wie Ethik und Religion, in denen Schüler verschiedener Klassen gemeinsam unterrichtet werden, soll es nur im Fernlernunterricht geben. Die Stundenpläne sind an der Staufer-Realschule nun so gestaltet worden, dass sie auch dann noch Gültigkeit haben, wenn der Wechselunterricht nicht mehr stattfinden darf und nur noch die Abschlussklassen sowie die Kinder aus der Notbetreuung zur Schule kommen dürfen. Damit will Axel Rybak verhindern, dass die Stundenpläne von der Entwicklung der Inzidenzzahlen abhängig sind. „So ist zumindest unser Plan.“

Auch falls der Wechselunterricht kommende Woche wie geplant läuft: Der geschäftsführende Waiblinger Schulleiter Axel Rybak rechnet nicht damit, dass alle Kinder daran teilnehmen. Fehlen werden jene, deren Eltern nicht möchten, dass ihre Kinder einen Corona-Schnelltest machen.

Kein Videounterricht für Test-Verweigerer - nur Arbeitsblätter zum Ausdrucken

Jene Schüler erhalten dann Fernlernunterricht – allerdings in anderer Form als bislang. An der Staufer-Realschule ist es etwa so, dass Kinder im Fernlernunterricht aktuell per Videokonferenz unterrichtet werden. Dies wird laut Axel Rybak von Montag, 19. April, an nicht mehr möglich sein, da dafür schlichtweg die personellen Kapazitäten fehlen. „Die Lehrer können sich nicht klonen.“ Folge ist, dass jene Kinder, deren Eltern einen Schnelltest verweigern, nur Arbeitsblätter zum Herunterladen erhalten, die sie bearbeiten müssen.

Manche Eltern wehren sich gegen die Schnelltests

Axel Rybak erlebt es auch an der eigenen Schule, dass die Schnelltests für Aufregung bei einigen Vätern und Müttern sorgen. „Wir haben auch die Eltern, die politisieren und sich gegen die Testpflicht wehren.“ Nun ist es so, dass Axel Rybak bis zu einem gewissen Grad verstehen kann, dass Eltern Probleme mit den Tests haben – aber aus seiner Sicht ist die Schule der falsche Adressat für Kritik.

Schnelltests gibt es an den städtischen Schulen in Waiblingen schon länger. Die Stadt Waiblingen ging in Vorleistung und bestellte selbst Tests. Vom Land Baden-Württemberg gab es erst am Donnerstag, 15. April, eine erste Teillieferung an Corona-Schnelltests für die Schulen.

Von Montag, 19. April, soll es Wechselunterricht geben. In der Praxis bedeutet dies, dass alle Klassen geteilt werden, sobald sie mehr als 14, 15 Schüler haben. Das sagte Axel Rybak, Rektor der Staufer-Realschule und geschäftsführender Schulleiter der städtischen Schulen in Waiblingen, am Freitagvormittag, 16. April, unserer Redaktion.

Allerdings hat das Gesundheitsamt des Rems-Murr-Kreises am Freitagnachmittag empfohlen, „nicht in den Präsenzunterricht zu starten“, falls die Inzidenz

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