Waiblingen

So soll das Nachfolge-Hotel aussehen

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Ende 2021: Die Ecke Bahnhofstraße/ Devizesstraße in der Architekten-Visualisierung. © CIP/Alpenland
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Aus der Waiblinger Kreiszeitung: OB Ulrich Gauss gratuliert Manfred Koch, Rosemarie Reutter und Margarete Koch sowie Emil Koch und Gattin zur Neueröffnung. © ALEXANDRA PALMIZI
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So werden die Zimmer aussehen. © Architekt

Waiblingen.
Das altehrwürdige Hotel Koch ist Geschichte. Seit Mitte Oktober bleibt die Küche kalt – und jetzt? Seit einem Jahr ist bekannt, dass die Waiblinger Alpenland-Grundstücksgesellschaft von Harald Panzer und Andreas Bayer das Areal gekauft hat, das über Jahrzehnte gewachsene Gebäude-Ensemble abreißen lassen und ein neues Hotel bauen will. Seither herrscht öffentlich Schweigen über die Zukunft des Filetstücks beim Bahnhof - bis jetzt.

Wann beginnt der Bau? Wann wird das Haus fertig?

Noch ist die Baugenehmigung bei der Stadt nicht ganz durch, ein Termin dafür kann noch nicht genannt werden. Wie zu hören ist, gibt es von der Seite wohl keine grundsätzlichen Probleme, etwa wegen der Höhe des Gebäudes. Allerdings wird das neue Hotel hinsichtlich der Bettenzahl mehr als doppelt so groß wie der Vorgängerbau: Das „Koch“ hatte 52 Zimmer, die Alpenland plant mit 120 bis 130. Sechs Geschosse wird es haben, 27 Stellplätze in der Tiefgarage. Der Vertrag mit dem Pächter steht kurz vor der Unterschrift. Es handelt sich um eine bundesweit agierende Hotelkette, die ein Haus der Kategorie „drei Sterne plus“ einrichtet. „Stylish“ und modern soll es werden, neben einem Frühstückssaal für die Hotelgäste befindet sich eine Bar, die auch öffentlich zugänglich ist. Ein Restaurant wie im Hotel Koch, das eine beliebte Adresse für gutbürgerlich-schwäbische Küche war, gibt es nicht.

Seit einem Jahr bereits gehört das Haus der Alpenland. Die Betreiberfamilie Reutter-Koch blieb das letzte Jahr zur Miete. Die Baukosten sollen bei rund 21 Millionen Euro liegen. Harald Panzer geht von etwa anderthalb Jahren Bauzeit aus – Fertigstellung wäre dann Ende 2021. Als Projektentwickler fungiert Reimund Sigel, geschäftsführender Gesellschafter der Avonia Real Estate. Für die Architektur zeichnen die CIP Architekten verantwortlich, die schon andere Hotels in Stuttgart und Böblingen gebaut haben.

Der neue Wettbewerb der Hotel-Standorte

Lange stand das Koch in der leeren Hotel-Landschaft in Waiblingen fast alleine da. Nun hat das Holiday Inn Express in der Fronackerstraße eröffnet, und in absehbarer Zeit kommen zwei Häuser der Kategorie „drei Sterne plus“ im Fellbacher Schwabenlandtower und eben an der Waiblinger Devizesstraße hinzu. Ob der Markt das überhaupt hergibt? Zumindest von seinem Standort und seinem Konzept zeigt sich der Investor überzeugt: „Direkt am Bahnhof, 15 Minuten nach Stuttgart – besser geht’s fast nicht.“ Dazu kommen die international agierenden Firmen im nahen Umkreis, durch die Kundschaft in Person von Geschäftsreisenden aus dem mittleren Management zu erwarten ist: Stihl, das Remswerk und nicht zuletzt Daimler auf dem Hess-Areal. Zielgruppe sind außerdem Tagestouristen, die Stuttgart, die Region und vielleicht das Volksfest besuchen.

Der „Waiblingen-Fan“ Harald Panzer ist nicht nur gemeinsam mit Andreas Bayer Geschäftsführer der Alpenland-Grundstücksgesellschaft mit Sitz in Waiblingen, sondern auch Geschäftsführer und Gründer der Fellbacher Wohninvest, einem Immobilienriesen mit 80 Beschäftigten, 300 Millionen Euro Jahresumsatz und Bestandsobjekten von einer halben Milliarde Vermögenswert. Bundesweite Bekanntheit erlangte er im Sommer, weil er auf zehn Jahre die Namensrechte am Bremer Weserstadion - nunmehr „Wohninvest Weserstadion“ - erwarb.

„Wir freuen uns, dass der Hotel-Standort erhalten bleibt“, sagt der städtische Wirtschaftsförderer Marc Funk zum Projekt. Waiblingen als Stadt könne ein zweites Hotel gut vertragen, auch das Remstal und die Region könnten wegen ihres dichten Besatzes an Firmen vom neuen Wettbewerb der Hotels profitieren.

Waiblingen.
Das altehrwürdige Hotel Koch ist Geschichte. Seit Mitte Oktober bleibt die Küche kalt – und jetzt? Seit einem Jahr ist bekannt, dass die Waiblinger Alpenland-Grundstücksgesellschaft von Harald Panzer und Andreas Bayer das Areal gekauft hat, das über Jahrzehnte gewachsene Gebäude-Ensemble abreißen lassen und ein neues Hotel bauen will. Seither herrscht öffentlich Schweigen über die Zukunft des Filetstücks beim Bahnhof - bis jetzt.

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