Waiblingen

Stadtwerke Waiblingen stemmen sechs Baustellen - vier davon verzögern sich

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Wegen Krankheit, schlechter Witterung und der Urlaubszeit verzögern sich die Arbeiten der Stadtwerke Waiblingen im Gewerbegebiet Ameisenbühl. Sie werden nicht wie geplant Ende August abgeschlossen, sondern wohl erst Anfang Oktober. © ZVW/Gaby Schneider

Sechs große Baustellen haben die Stadtwerke derzeit gleichzeitig in Waiblingen. Das städtische Unternehmen will 2021 ähnlich viel investieren wie 2020, als mehr als acht Millionen Euro in die Infrastruktur flossen – zwei Millionen mehr als im Schnitt in der Zeit vor Corona. Doch wegen einer Häufung von Krankheitsfällen, zu vielen Regentagen und der Urlaubszeit gibt es bei vier der sechs Baustellen Verzögerungen.

Betroffen sind die Arbeiten in der Schmidener Straße, am Danziger Platz, in der Eugenstraße und im Gewerbegebiet Ameisenbühl. Am stärksten hinter dem ursprünglichen Zeitplan ist die Baustelle in der Schmidener Straße: Sie hätte eigentlich bis 26. Juli fertig sein sollen, nun aber wird es bis Mitte Oktober dauern.

Noch nicht abgeschlossen sind die Arbeiten im Abschnitt zwischen der Ludwigsburger Straße und der Andreästraße. Die beiden anderen Bauabschnitte in der Schmidener Straße sind laut Bernhard Zipp, Bereichsleiter Technik bei den Stadtwerken, bereits fertig. In der Schmidener Straße investieren die Stadtwerke zwischen der Hausnummer 51 und 103 ins Gas- und Wassernetz sowie in Schutzrohre.

Gründe für die Verzögerungen: Witterung, Krankheit, Urlaubszeit

Nicht ganz so lang wie in der Schmidener Straße fällt die Verzögerung bei der Baustelle im Ameisenbühl aus. Rund sechs Wochen dauert hier alles länger als geplant: Statt Ende August wird die Baustelle laut Bernhard Zipp erst Anfang Oktober abgeschlossen sein. Betroffen ist hier der Abschnitt Dieselstraße bis Zeppelinstraße, der Rest ist schon erledigt. Saniert werden die Mittelspannung, Schutzrohre und Lichtwellenleiter, wobei Letztere für schnelles Internet wichtig sind. Die Gründe für die Verzögerung sind laut Bernhard Zipp die gleichen wie bei der Schmidener Straße: Witterung, Krankheit, Urlaubszeit.

Baustelle im Abschnitt Dammstraße bis Eugenstraße 23 dauert vier Wochen länger

Um etwa vier Wochen dauert die Baustelle im Abschnitt Dammstraße bis Eugenstraße 23 länger. Hier wird die Gas- und Wasserleitung saniert, eigentlich sollte alles bis Anfang August erledigt sein. Nun wird es Ende August. Grund hierfür, sagt Bernhard Zipp, seien die Regenfälle Anfang Juli sowie krankheitsbedingte Ausfälle bei den Tiefbauern.

Im Abschnitt zwischen der Rinnenäckerschule und dem Danziger Platz wurde von Anfang Juni an die Gas- und Wasserleitung saniert, ebenso erneuerte die Stadt den Abwasserkanal. Eigentlich sollte Anfang Juli schon alles fertig sein, allerdings müssen laut Bernhard Zipp noch zwei Gruben verfüllt werden. Dies erfolgt Mitte August.

Baustelle beim Danziger Platz: Belag fehlt noch

Im Pommernweg standen die gleichen Arbeiten wie zwischen Rinnenäckerschule und Danziger Platz an, terminiert waren sie auf den Zeitraum von Anfang Juli bis Anfang August. Dort fehlt jetzt laut Bernhard Zipp nur noch der Belag, alles andere ist geschafft. Ein bis zwei Wochen dauert das noch – vorausgesetzt, es bleibt trocken oder regnet nicht zu viel.

Etwas schneller als geplant sind die Stadtwerke bei der Luisenanlage, im Abschnitt zwischen der Michaelskirche und der alten B14-Brücke fertig geworden. Statt Ende Juli konnte schon am 22. Juli die Asphaltschicht aufgetragen werden. Saniert wurden hier die Mittelspannungsleitungen.

Terminüberschneidungen bei externen Firmen können zu Verzögerungen führen

Wenn die Stadtwerke eine große Baustelle haben, arbeiten sie dort immer mit einer großen Baukolonne. Wenn in dieser krankheitsbedingt ein paar Leute ausfallen, geht es nicht weiter. Und wenn es zu viele Notfälle gleichzeitig gibt, etwa wegen eines Gasaustritts oder eines Wasserrohrbruchs, sind die Stadtwerke gezwungen, Arbeiter von den großen Baustellen abzuziehen. „Dann ist Gefahr im Verzug“, sagt Bernhard Zipp. Die Folge davon ist Stillstand auf der großen Baustelle. Gleiches passiert, wenn externe Firmen wegen Terminüberschneidungen mit anderen Aufträgen zwei, drei Wochen lang nicht für die Stadtwerke arbeiten können. Und manchmal, gibt Bernhard Zipp zu, liege es auch mal an eigenen Fehlern.

Insgesamt aber findet es der Bereichsleiter wichtig zu betonen, mit welchem Tempo auch in Corona-Zeiten die Mitarbeiter der Stadtwerke die Infrastruktur der Stadt verbessern. Während andere Stadtwerke im Frühjahr 2020 für Wochen das Programm runtergefahren hätten, habe man in Waiblingen durchgeschafft, in festen Zweierteams und mit FFP2-Masken. „Ich bin stolz drauf, auf die Kollegen, auf uns.“

Sechs große Baustellen haben die Stadtwerke derzeit gleichzeitig in Waiblingen. Das städtische Unternehmen will 2021 ähnlich viel investieren wie 2020, als mehr als acht Millionen Euro in die Infrastruktur flossen – zwei Millionen mehr als im Schnitt in der Zeit vor Corona. Doch wegen einer Häufung von Krankheitsfällen, zu vielen Regentagen und der Urlaubszeit gibt es bei vier der sechs Baustellen Verzögerungen.

Betroffen sind die Arbeiten in der Schmidener Straße, am Danziger Platz,

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