Waiblingen

Staufer-GMS Waiblingen: Neuer Pausenhof wegen Corona

Pausenhof
Durch eine Vereinbarung zwischen der Agentur für Arbeit und der Stadt Waiblingen dürfen die Erst- bis Viertklässler der Staufer-Gemeinschaftsschule wegen Corona einen Teil des Gartens der Agentur für Arbeit als erweiterten Pausenhof nutzen. © ZVW/Benjamin Büttner

Die Corona-Pandemie hat trotz all der negativen Folgen auch positive Effekte: Erst- bis Viertklässler der Staufer-Gemeinschaftsschule in Waiblingen dürfen jetzt ihre Pause in einem Teil des Gartens der benachbarten Agentur für Arbeit verbringen. Möglich macht dies eine Kooperation, welche die Stadt und die Agentur für Arbeit unterschrieben haben. Wegen der Umbauarbeiten bei der Agentur für Arbeit, die seit 2019 laufen, musste indes eine Lösung gefunden werden, bei der die Sicherheit der Schüler garantiert ist.

Alles fing im Sommer 2020 an. Die Schulen hatten damals wieder geöffnet und boten Wechselunterricht an. Heißt: Eine Hälfte der Klasse wird an der Schule unterrichtet, die andere befindet sich zu Hause im Fernlernunterricht. Da gleichzeitig die Abstandsregeln eingehalten werden müssen, war für die Staufer-Gemeinschaftsschule die Organisation der Pausen gar nicht so leicht.

Nutzungsvereinbarung zwischen der Stadt und der Agentur für Arbeit

Rektorin Eva Neundorfer erinnert sich noch gut daran, wie eine Kollegin damals zur Wiese der Arbeitsagentur rübersah und fragte, warum man denn diese nicht nutzen dürfe. Bei einem Termin mit der Waiblinger Stadtverwaltung sprach Eva Neundorfer das Thema daraufhin an – und das Ganze mündete in einer Nutzungsvereinbarung der Stadt und der Bundesagentur für Arbeit. „Mir geht da echt das Herz auf“, sagt Eva Neundorfer. Für sie ist es ein Beispiel dafür, was in der Pandemie trotz aller Probleme auch an positiven Veränderungen möglich ist.

In der Arbeitsagentur werden neue Wasserleitungen verlegt

Seit Ende 2020 dürfen Grundschüler der Staufer-Gemeinschaftsschule jetzt ein Drittel der rund 1500 Quadratmeter großen Wiese in den Pausen betreten – allerdings nur unter Aufsicht einer Lehrkraft. Jener Teil, in dem sich die Kinder aufhalten dürfen, ist durch Bauzäune abgegrenzt, die von der Stadt Waiblingen aufgestellt wurden. Denn am Gebäude der Agentur für Arbeit in der Mayenner Straße finden seit langem Bauarbeiten statt. Laut Leiterin Christine Käferle müssen alle Wasserleitungen im Haus saniert werden. In dem Zuge werden in dem Mitte der 90er Jahre errichteten Gebäude auch gleich alle Toiletten und Teeküchen erneuert. „Das ist sinnvoll, das mitzumachen“, sagt Christine Käferle.

Agentur für Arbeit muss behindertengerechte Zugänge schaffen

Der Umbau läuft bereits seit 2019 und soll laut der Waiblinger Leiterin der Agentur für Arbeit im Sommer 2021 abgeschlossen sein. Danach steht dann schon das nächste Projekt an: Die Agentur für Arbeit muss beim Thema behindertengerechte Zugänge nachrüsten, da sich hier die Vorgaben des Gesetzgebers verändert haben.

Am Standort Mayenner Straße arbeiten von der Agentur für Arbeit Waiblingen etwa 100 der insgesamt 140 Mitarbeiter, dazu kommen noch 125 der insgesamt 250 Jobcenter-Beschäftigten (die andere Hälfte arbeitet an den Außenstandorten Backnang und Schorndorf). Wegen Corona sind jetzt laut Christine Käferle allerdings nur etwa 40 Prozent der Leute vor Ort im Büro – und alle anderen befinden sich im Home-Office.

Vereinbarung zur Nutzung der Wiese gilt für die Pandemie

Beschwerden von Mitarbeitern der Agentur für Arbeit über die Schüler auf der benachbarten Wiese gab es laut Christine Käferle bislang nicht. Sie erlebt eher das Gegenteil, dass es befürwortet wird, die Kinder auf der Wiese spielen zu lassen. „Jeder wäre doch froh, wenn die eigenen Kinder so eine Möglichkeit hätten“, findet die Behördenleiterin. Sie hat nach eigenen Angaben im Vorfeld der Kooperation auch den Personalrat einbezogen, um eine Lösung zu finden, die auch von Seiten der Beschäftigten mitgetragen wird. Stand jetzt ist es so, dass die Vereinbarung zur Nutzung der Wiese für die Zeit der Pandemie gilt. Gemäht wird sie von der Agentur für Arbeit. Eva Neundorfer und Christine Käferle können sich durchaus vorstellen, auch nach Corona weiter zusammenzuarbeiten.

Wegen der Corona-Bundesbremse gibt es wieder Fernlernunterricht

Im Moment ist es so, dass kaum Schüler die Waiblinger Staufer-Gemeinschaftsschule besuchen. Seit Montag, 26. April, findet wegen der Corona-Bundesbremse wieder Fernlernunterricht statt, nachdem es zuvor Wechselunterricht gab und zumindest die Hälfte der Schüler vor Ort war. Im Moment sind nur noch etwa 40 Schüler an der Schule, im Rahmen der Notbetreuung.

Gelegenheit zum Kicken und Seilspringen

Wenn die Kinder auf der Wiese bei der Agentur für Arbeit ihre Pause verbracht haben, vertrieben sie sich die Zeit mit Seilspringen oder mit einem Fußball. Da kam es dann auch schon mal vor, dass Mitarbeiter des ärztlichen Dienstes der Arbeitsagentur den Ball zurückpassten, erzählt Christine Käferle. Auf der Wiese sind eben andere Dinge möglich als im Schulgarten. Eva Neundorfer ist jedenfalls sehr glücklich über die gute Nachbarschaft. „Das ist für uns ein schönes Zeichen von der Agentur: Wir sind willkommen.“

Die Corona-Pandemie hat trotz all der negativen Folgen auch positive Effekte: Erst- bis Viertklässler der Staufer-Gemeinschaftsschule in Waiblingen dürfen jetzt ihre Pause in einem Teil des Gartens der benachbarten Agentur für Arbeit verbringen. Möglich macht dies eine Kooperation, welche die Stadt und die Agentur für Arbeit unterschrieben haben. Wegen der Umbauarbeiten bei der Agentur für Arbeit, die seit 2019 laufen, musste indes eine Lösung gefunden werden, bei der die Sicherheit der

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