Waiblingen

Stihl, Bosch, Sparkasse: Corona-Schnelltests bei Firmen in Waiblingen

Schnelltest
Eine Schnelltest-Station beim Waiblinger Motorsägenhersteller Stihl. © Stihl

Mit Schnelltests soll die Ausbreitung von Corona verhindert werden – und hierbei spielen Firmen eine wichtige Rolle. Unsere Redaktion hat große Arbeitgeber in Waiblingen gefragt, ob sie schon Tests anbieten – wie den Motorsägenhersteller Stihl, Bosch, die Kreissparkasse Waiblingen und die Stadtverwaltung. Dabei wollten wir auch wissen, seit wann die Betriebe Schnelltests anbieten, an welchen Standorten getestet wird und wie das Prozedere für die Mitarbeiter abläuft.

Stihl will mit umfangreichen Infektionsschutzmaßnahmen die Verbreitung des Virus reduzieren

Hien Nguyen, Referentin für externe Kommunikation bei der Weltfirma Stihl, betont, dass die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Stihl oberste Priorität habe. Um die Gefahr der Verbreitung und Ansteckung mit dem Coronavirus zu reduzieren, setze das Unternehmen umfangreiche Präventions- und Infektionsschutzmaßnahmen um, die sich als sehr wirkungsvoll erwiesen hätten. „Dabei handelt es sich um betriebliche Infektionsschutzmaßnahmen gemäß den geltenden Verordnungen und Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts in Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsämtern.“

Auf dem Stihl-Gelände in Neustadt gibt es Schnelltests

Corona-Antigenschnelltests sind laut Hien Nguyen ein wirkungsvoller Baustein der Schutzmaßnahmen bei Stihl, da dadurch frühzeitig Infektionen erkannt werden – und so eine Ausbreitung im Betrieb verhindert werden kann. Stihl bietet nach eigenen Angaben seit Oktober 2020 allen Mitarbeitern in Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst freiwillige und kostenlose Corona-Antigenschnelltests auf dem Werksgelände an. „Eine Anmeldung vorab ist nicht erforderlich“, betont die Sprecherin. In Waiblingen-Neustadt hat das Unternehmen derzeit eine dauerhaft eingerichtete Teststation im Werk 2 in Betrieb (Andreas-Stihl-Straße).

Corona-Antigenschnelltests sollten nur durch geschultes Fachpersonal vorgenommen werden

Aus Sicht von Stihl sollten Präventions- und Infektionsschutzmaßnahmen in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden sowie unter Berücksichtigung von bestehenden Rahmenbedingungen ausgearbeitet werden – wie zum Beispiel der Unternehmensgröße oder verfügbaren Ressourcen. Corona-Antigenschnelltests, unterstreicht Hien Nguyen, könnten nur durch geschultes Fachpersonal umgesetzt werden und seien bezogen auf Verfügbarkeit und benötigte Kapazitäten nicht für jeden Betrieb ohne weiteres umsetzbar. „Eine allgemeingültige Verpflichtung von Betrieben zur regelmäßigen Durchführung von Corona-Antigenschnelltests ist daher unserer Meinung nach nicht zielführend.“

Das Analysegerät von Bosch wird an mehr als 50 Standorten verwendet

Simon Schmitt von der Pressestelle der Robert Bosch GmbH verweist darauf, dass Antigentests seit Verfügbarkeit in Deutschland als Teil des Testkonzeptes gemeinsam mit dem von Bosch entwickelten PCR-Schnelltest mit dem Analysegerät Vivalytic bei Bedarf eingesetzt werden. Das Analysegerät wird immerhin an mehr als 50 Standorten verwendet.

„Derzeit prüfen wir als Teil einer gesamtgesellschaftlichen Strategie einen breiteren Einsatz von Antigentests“, betont Simon Schmitt. Oberste Priorität hätten dabei die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter. „Wo immer möglich setzt sich Bosch mit seinem Know-how und als Arbeitgeber im Kampf gegen die Pandemie ein und bringt sich regelmäßig im Austausch mit Verbänden und politischen Vertretern ein.“

Bosch will vor Ort seine Beschäftigten gegen Corona impfen

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bereits zu Beginn der Pandemie umfangreiche Schutzmaßnahmen an all seinen Standorten eingeführt. Diese würden anhand neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Empfehlungen etwa des Robert-Koch-Instituts kontinuierlich anpasst. „Bosch ist gut aufgestellt für eine Impfung analog der Grippeschutzimpfung, sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht und die rechtlichen Rahmenbedingungen gegeben sind“, betont Simon Schmitt.

Kreissparkasse Waiblingen bietet noch keine Schnelltests an

Bei der Kreissparkasse Waiblingen sind bisher keine Schnelltests im Einsatz. Das teilt Rebecca Straub von der Unternehmenskommunikation mit. „Allerdings prüfen wir aktuell, wie wir als dezentral aufgestelltes Unternehmen mit über 50 Standorten flächendeckend Schnelltests einsetzen könnten.“ Hierfür sind für die Sparkasse die Konkretisierungen der Bundesregierung relevant. „Wir legen großen Wert darauf, die Gesundheit unserer Kunden und Mitarbeitenden zu schützen und das Infektionsrisiko zu begrenzen.“ Die Sparkasse setzt beim Infektionsschutz weiterhin auf ihr Hygienekonzept und die intensive Home-Office-Nutzung der Mitarbeiter. „So sind wir bisher sehr gut durch die Pandemie gekommen.“

Die Stadt Waiblingen bietet Räume für Schnelltests im Bürgerzentrum und im Forum Süd an

Auch die Stadt Waiblingen tut als großer Arbeitgeber etwas in Sachen Schnelltests. Lehrkräfte und Erzieherinnen haben zweimal die Woche Anspruch auf Corona-Schnelltests – und die Stadt Waiblingen bietet dafür seit Februar kostenlos Räume für Tests an, die von Apothekern und Ärzten genutzt werden können. „Drei Apotheken haben Interesse angemeldet. Zwei für das Bürgerzentrum, eine für das Forum Süd“, berichtet Oberbürgermeister Andreas Hesky auf Nachfrage.

Zehntscheune Bittenfeld, Rathaus Hegnach, Bürgerhaus Hohenacker: Tests wären noch in viel mehr Räumlichkeiten möglich

Theoretisch könnten Schnelltests noch in viel mehr Räumen der Stadt genutzt werden. Möglich wären sie im Forum Mitte, im Foyer der Gemeindehalle Beinstein, in der Zehntscheune Bittenfeld, dem Rathaus Hegnach, dem Bürgerhaus Hohenacker und der Gemeindehalle Neustadt. In Absprache mit der evangelischen Kirche könnten sie außerdem im ökumenischen Gemeindezentrum Korber Höhe angeboten werden. „Es gibt zusätzlich noch das Angebot des Testmobils der Central-Apotheke“, betont Ob Andreas Hesky.

Über den Landkreis testen lassen

Für Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Eigenbetriebe der Stadt (wie etwa die Stadtwerke) gab es im Bedarfsfall schon Corona-Schnelltests – und zwar über den Landkreis. Diese waren dadurch für die Stadt bislang auch kostenfrei. Waiblingen selbst will als Arbeitgeber keine Schnelltests anbieten. „Angesichts der Beschlüsse der Bundesregierung erübrigt sich die Einführung, da künftig jeder einen Test pro Woche machen kann“, findet OB Hesky.

Mit Schnelltests soll die Ausbreitung von Corona verhindert werden – und hierbei spielen Firmen eine wichtige Rolle. Unsere Redaktion hat große Arbeitgeber in Waiblingen gefragt, ob sie schon Tests anbieten – wie den Motorsägenhersteller Stihl, Bosch, die Kreissparkasse Waiblingen und die Stadtverwaltung. Dabei wollten wir auch wissen, seit wann die Betriebe Schnelltests anbieten, an welchen Standorten getestet wird und wie das Prozedere für die Mitarbeiter abläuft.

Stihl will mit

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