Waiblingen

Stihl stellt neue Produkte vor

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Journalisten aus dem In- und Ausland interessieren sich für das Unternehmen Stihl und dessen neue Produkte. © Danny Galm
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Journalisten aus dem In- und Ausland interessieren sich für das Unternehmen Stihl und dessen neue Produkte. © Schneider / ZVW
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Stihl-Vorstandschef Dr. Bertram Kandziora (Mitte) kündigte weiteres Wachstum an. Im Bild die Vorstandsmitglieder Dr. Michael Prochaska (links) und Norbert Pick. © Schneider / ZVW

Waiblingen.
Die Stihl-Unternehmensgruppe wächst weiter. Bei der Pressekonferenz am Dienstag (19.9.) bezifferte Vorstandschef Dr. Bertram Kandziora das Umsatzwachstum dieses Jahr bis August auf knapp zwölf Prozent. Der Umsatz der Stihl-Gruppe belief sich in diesem Zeitraum auf 2,7 Milliarden Euro.

Eine Reihe von Produktneuheiten stellte das Unternehmen bei der Pressekonferenz vor. Dazu zählen Robotermäher. Bis zu zehn Roboter können gleichzeitig ausschwärmen und große Flächen wie Fußballfelder oder Parks mähen. Der Nutzer steuert die Mähroboter über eine App.

Ein Trennschleifer mit besonders schneller Bremse zählt ebenfalls zu den Neuheiten. Die Trennscheibe dieser Maschine stoppt sensorgesteuert im Bruchteil einer Sekunde.

Noch in der Testphase befindet sich eine Benzin-Motorsäge, die über eine elektronisch gesteuerte Kraftstoffeinspritzung verfügt. Laut Stihl handelt es sich um die erste Benzin-Motorsäge dieser Art, die in Serie gebaut wird. Ein Sensor regelt die Kraftstoffdosierung, weshalb der Motor keinen Vergaser braucht. Die Sägekette beschleunigt in 0,25 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer.

Eine neue, 6,5 Kilo leichte Hochleistungssäge hat Stihl mit einer Spezialausstattung für Rettungseinsätze der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes versehen.

Seine ersten Rasenmäher mit Akku-Antrieb bringt Stihl Anfang 2018 auf den Markt. Zwei Versionen sind im Angebot. Einer der Akku-Mäher ist für Rasenflächen mittlerer Größe gedacht. Das andere Modell eignet sich für die Pflege kleinerer Rasenflächen von bis zu 400 Quadratmetern.

Ein neuer Nass- und Trockensauger ist für den Einsatz in Bau- und Handwerksbetrieben gedacht. Das Gerät saugt Staub und Schmutz bereits während des Trennens oder Schleifens ab.

Das komplette Produktsegment der Tochterfirma Viking wird von 2019 an unter der Marke Stihl vertrieben. Diese Umstellung beschrieb Vorstandschef Dr. Bertram Kandziora bei der Pressekonferenz als „Mammutaufgabe“. Den Anfang macht das Viking-Akku-Rasenmäher-Programm. Bereits zur Saison 2018 wird es komplett unter der Marke Stihl verfügbar sein.


Das Personal

Im deutschen Stammhaus beschäftigt Stihl derzeit fast 4600 Menschen, das sind knapp acht Prozent mehr als im Vorjahr. Zur Belegschaft in Waiblingen zählten zum Stichtag 31. August rund 3500 Personen. In Ludwigsburg waren 304 Menschen beschäftigt, in Prüm-Weinsheim 686 und in Wiechs am Randen 67 Personen.

Allein im Stammhaus sollen in nächster Zeit rund 170 offene Stellen in den Bereichen Akku, Elektronik, IT und beispielsweise Internet-gesteuerte Produkte besetzt werden.

Stihl produziert in sieben Ländern: Deutschland, USA, Brasilien, Schweiz, Österreich, China, Philippinen. 2016 erzielte die Stihl-Gruppe mit 14 920 Beschäftigten weltweit einen Umsatz von 3,46 Milliarden Euro.