Waiblingen

Stihl und die Nazi-Vergangenheit

Der junge Unternehmer Andreas Stihl./The young manufacturer Andreas Stihl.
Der Firmengründer Andreas Stihl. © Andreas Stihl AG & Co KG, Waibli

Waiblingen. Welche Rolle spielte der Firmengründer Andreas Stihl in der Zeit des Nationalsozialismus? Seit einigen Monaten gibt es ein publizistisches Rumoren um diese Frage. Eine historische Recherche ergibt ein vorderhand eindeutiges, bei genauerem Hinsehen aber außerordentlich schillerndes Bild.

Unlängst beschwerte sich der Remstäler Lokalgeschichtsforscher Ebbe Kögel bei den Grünen. Das Land hatte eine Kunstmedaille aus der Serie „Erfinder in Baden-Württemberg“ mit dem Konterfei von Andreas Stihl herausgegeben – „ich bin entsetzt“, schrieb Kögel: Stihl, „ein überzeugter Nazi“, habe die Wehrmacht mit Motorsägen für den „Vernichtungsfeldzug im Osten“ ausgestattet und „bis zu hundert Zwangsarbeiter zu erbärmlichen Bedingungen in seinen Fabriken in Cannstatt und Neustadt“ eingesetzt. Auch die Stuttgarter Online-Wochenzeitung „Kontext“ griff den Fall auf.

Was ist dran an den Vorwürfen?

Redakteur Peter Schwarz hat sich für seine Recherche unter anderem die mehrere Hundert Seiten umfassende Entnazifizierungsakte von Andreas Stihl im Ludwigsburger Staatsarchiv angesehen. Außerdem hat er mit Hans Peter Stihl (84) und Eva Mayr-Stihl (82) über ihren Vater und seine Rolle im NS-Staat gesprochen.

Das zweiseitige Extra über Andreas Stihl in der Zeit des Nationalsozialismus lesen Sie schon am Freitag ab 18.30 Uhr in unserer digitalen Abendausgabe, am Samstag in allen gedruckten Ausgaben unserer Tageszeitung und im ePAPER.