Waiblingen

Strümpfelbach: Das schönste Dorf im Remstal

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Architektur neue Traube, Weinhandel und Weinprobierstube, Fassade, von links: Architekt Hans Fritzenschaft, Besitzerin Angelika Reiner, Architekt Martin Buehler nicht ue. © Habermann / ZVW
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Architektur neue Traube, Weinhandel und Weinprobierstube, rechts serviert Angelika Reiner ihren Gaesten Kaffee. © Habermann / ZVW
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Architektur Verkostungshaeusle aus Hiold des Weingut Idler Weinstadt Struempfelbach. © Habermann / ZVW

Weinstadt. Strümpfelbach ist nicht nur das schönste Dorf im Remstal – und weit darüber hinaus. Auf schöne Weise ist zu erleben, dass jüngere Bauherren sich der Besonderheit dieses Ortes bewusst sind und ihrerseits Qualität suchen. Was hinzukommt, entspricht dabei nicht immer dem Vorgefundenen, aber es hat Stärken, die das Gewachsene bereichern. Neuste Beispiele: die Traube und der Verkostungsraum von Marcel Idler.

Video: Jörg Nolle über das schönste Dorf im Remstal.

Ein altes Haus fällt, und Befürchtungen stehen auf. Es wird die Abrissbirne geschwungen gegen die alte Traube, dachten sich viele Strümpfelbacher vor vier Jahren, und das verheißt nichts Gutes. Selten kommt das Bessere nach, so viel weiß man als Sorgetragender um die bebaute Umwelt. Wer zum Beispiel achtet noch auf den guten Kern eines regionalen Stils?

Doch dann wendete sich alles zum Guten. Angelika Reiner, die neue Besitzerin des Gasthauses „Traube“, jetzt Vinothek, hat es an der Reaktion einer alteingesessenen Strümpfelbacherin erfahren. Nachdem klar war, dass es einen Erhalt nicht geben kann, dass abgerissen und neu gebaut werden muss, ging das Fürchten um im Ort. Wenn die Traube fällt, dann fällt auch hier am Ortsanfang, bei dieser Torsituation, ein Platzhalter für die Einstimmung: Strümpfelbach als der Ort, bei dem Rücksicht genommen wird auf das Erbe der Väter.

Aber eines Tages, als dann die neue Traube stand, kam die Frau aus dem Ort zu Angelika Reiner und sprach einfache Worte. Die der Anerkennung: „Es ist schön, dass die Traube wieder steht.“

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