Waiblingen

Streunender Kater durch Drahtschlinge schwer verletzt

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Der Kater mit der Drahtschlinge, aufgenommen an der Futterstelle. © Tierschutzverein

Kernen. „Es kann nicht sein, dass da jemand eine Schlinge legt“, schimpft Annemarie Werner vom Tierschutzverein Waiblingen. Der von Draht umschnürte, schwer verletzte Kater, den Brunhilde Swistun an der von ihr betreuten Futterstelle beim Blauen Loch gesichtet hatte, wurde operiert. Jetzt heißt es abwarten, ob die Schnittwunden zuheilen. Wenigstens frisst das Tier wieder.

Ganz offensichtlich hat jemand in Kernen mit einer Drahtschlinge eine Falle gestellt. Mit der Nachtbildkamera, die an der Futterstelle im Gartenhausgebiet beim Blauen Loch steht, um die Katzen zu fotografieren, war Brunhilde Swistun auf das verletzte Tier aufmerksam geworden.

„Jemand hat da eine Schlinge ausgelegt“, sagt sie. „Wir haben das auf dem Bild gesehen. Die Katze war wie eingeschnürt. Es waren wohl sogar zwei Drähte.“ Die Schlingen hatten den Bauch der wildlebenden graublauen Kartäuser-Katze aufgeschlitzt.

Eventuell muss der Kater ein weiteres Mal operiert werden

Die blutigen Fleischwunden unterm Fell, die auf den Fotos wie rote Striemen aussahen, waren tief. Der Tierschutzverein musste das verletzte Tier spätabends einfangen, um es gleich in eine Winnender Tierklinik zu bringen.

Eine erste Operation hat der wildlebende Kater schon überstanden. Wie Annemarie Werner berichtet, frisst das scheue Tier wieder. Streicheln lasse es sich nicht, weil es gegen jeden, der sich ihm nähert, verängstigt die Krallen ausfährt, aufspringt und beißt. Es bleibe abzuwarten, ob die Wunde überhaupt zuheilt, sagte die Erste Vorsitzende des Tierschutzvereins Waiblingen und Umgebung am Montag.

Eventuell müsse der Kater ein weiteres Mal operiert werden. „Tiere haben keine Lobby - sie brauchen deshalb Ihre und unsere Hilfe!“, lautet das Motto des Tierschutzvereins. Dass jemand Drahtschlingen legt, um Tiere zu fangen und zu verletzen, ist strafbar. Bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz sind das Veterinäramt und die Polizei zuständig.