Waiblingen

Teddybären im Einsatzwagen

Teddys
Marco Flittner vom DRK nimmt die Teddys von der Vorsitzenden der Landfrauen Hohenacker, Karin Nanz-Aldinger, entgegen. © Schneider / ZVW

Waiblingen-Hohenacker/Fellbach. Eine ungewöhnliche Fracht ist in der Rettungswache Fellbach an das Deutsche Rote Kreuz übergeben worden. Von den Landfrauen Hohenacker erhielt der Kreisverband Rems-Murr 360 Teddybären. Alle Einsatzwägen der sieben Wachen sollen in Zukunft mit den kuscheligen Gefährten ausgestattet werden, um die Not von Kindern besser lindern zu können.

Seit jeher gilt der Teddybär als Trostspender und Gefährte in schlimmen Situationen. Nun haben die Landfrauen 360 Exemplare gekauft, um die Einsatzfahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes im Rems-Murr-Kreis damit auszustatten. An Bord der Rettungswagen sind ab sofort nicht mehr nur noch Verbandszeug, Spritze und Skalpell, sondern auch ein Plüschtier zum Trösten für kleine Patienten. Stolz überreichte Karin Nanz-Aldinger, Vorsitzende der Hohenackermer Landfrauen, die kleinen Teddys an Marco Flittner, den Leiter des Rettungsdienstes.

Kinder beruhigen und die Angst nehmen

Die 360 Bären haben die Landfrauen der Deutschen Teddystiftung abgekauft. Schon seit ihrer Gründung 1998 durch die weltweite Organisation „Good Bears of the World“ (deutsch: Gute Bären der Welt), liefert die Stiftung Plüschbären an Kinder mit traumatischen Erlebnissen, Verletzungen oder in Notsituationen aus. „Falls sich ein Kind nicht beruhigt oder große Angst hat, hilft der Bär wie ein Wundermittel“, erklärt Klaus Aldinger, ehemaliger Wacheleiter und Ehemann der Landfrauen-Vorsitzenden. „Wegen des Bezugs zum DRK durch meinen Mann ist diese wunderbare Idee erst entstanden“, erklärt Karin Nanz-Aldinger. Klaus Aldinger hat für das DRK Rems-Murr schon viele Kinder im Rettungswagen betreut. In den Teddybären sieht er eine simple und doch sehr wirksame Methode, den meistens unangenehmen Aufenthalt in einem Rettungsfahrzeug erträglicher zu machen und von schlimmen Erlebnissen abzulenken.

Karin Nanz-Aldinger ist zuversichtlich, dass die Plüschtiere gut ankommen werden: „Es ist so eine nette Idee, ich denke die Patienten werden sich sehr über die Teddybären freuen.“ Nicht nur mit den neuen Bären, sondern auch mit einem guten Gefühl können die Rettungskräfte des Roten Kreuzes im Kreis nun auf Einsätze fahren – spenden sie doch betroffenen Kindern neben ärztlicher Betreuung auch noch Trost und flauschige Freunde. Und natürlich dürfen die Kinder ihren jeweiligen Teddybären auch behalten.