Waiblingen

Tierschutzverein bittet um Mithilfe

85ad090e-8c53-4d7c-b9df-36b3eecec710.jpg_0
Nachwuchs bekommen sie mehrmals pro Jahr – bis zu acht Junge pro Wurf. © Pixabay/CC0ß Public Domain

Waiblingen. Im Raum Waiblingen gibt es zu viele freilaufende Katzen, die unter Hunger, Krankheiten und Flöhen zu leiden haben, schreibt der Tierschutzverein Waiblingen und Umgebung. Um das Wachstum dieser Population einzudämmen, ruft er zu einer Kastrationsaktion auf. Wer sein Haustier zwischen 15. Oktober und 30. November kastrieren lässt, bekommt einen Zuschuss.

Wer in Waiblingen, Weinstadt, Korb, Kernen oder Grunbach wohnt und seine Hauskatze beziehungsweise seinen Hauskater kastrieren und chippen lässt, bekommt vom Tierschutzverein Waiblingen und Umgebung einen Zuschuss.

30 bis 40 Euro Zuschuss

Bei Vorlage der Rechnung zahlt er nachträglich bis zu 40 Euro aus: 30 Euro gibt es für einen kastrierten und gekennzeichneten Kater, 40 Euro für eine Katze.

Der Grund ist die große Zahl freilebender Katzen. „Oftmals leben die Tiere draußen unter unwürdigen Bedingungen und vermehren sich ungehemmt“, schreibt der Verein in seinem Presseaufruf. Oft biete sich ein trauriges Bild: Katzen machten einen elenden, verkommenen und halb verhungerten Eindruck, seien geplagt von Katzenschnupfen, Katzenseuche, Leukose, Augenkrankheiten, befallen von Flöhen und Würmern – und mehrmals pro Jahr trächtig.

„Wir versuchen, durch das Einfangen und die Kastration der in freier Wildbahn lebenden Katzen die Situation zu verbessern“, schreibt der Verein in seiner Pressemitteilung. Die meisten der freilebenden Tiere seien nun mal nicht kastriert.

Doch damit sei es nicht getan – denn auch Hauskater können ihren Teil zur wachsenden Population beitragen. Schon ein einzelner freilaufender Kater kann für mehrere trächtige weibliche Katzen sorgen – und damit für bis zu acht Kätzchen pro Wurf.

Katzen kostenlos registrieren

Deshalb bittet der Tierschutzverein Waiblingen und Umgebung Katzenbesitzer nun, ihre Haustiere kastrieren zu lassen. „Kein Tier sollte geboren werden, um nach kurzer Zeit qualvoll zu verenden“, wirbt der Verein eindringlich. Dass kastrierte Katzen und Kater keine Mäuse mehr fangen, sei im Übrigen ein Märchen, betont er.

Darüber hinaus empfiehlt er, jedes Haustier mit einem Mikrochip kennzeichnen und kostenfrei beim Deutschen Haustierregister eintragen zu lassen. Nur so könne es bei Verlust eindeutig identifiziert werden.

Kontakt

Informationen zum Zuschuss und den Förderbedingungen können Katzenbesitzer bei den örtlichen Tierärzten oder direkt beim Tierschutzverein Waiblingen einholen. Der Verein ist per E-Mail an katzen@tierschutzverein-waiblingen.de und info@tierschutzverein-waiblingen.de sowie telefonisch unter 07151/99472 56 oder 0171/1988879 für Rückfragen erreichbar.