Waiblingen

Umfrage in Waiblingen: Queen war für viele eine „Instanz“

Umfrage Queen
Lilly-Rose Behr (li.) und Petra Behr: „Instanz“ oder „nicht perfekt“? © Alexandra Palmizi

Der Tod von Queen Elizabeth II. am 8. September wird schnell zum Gesprächsthema, auch außerhalb Großbritanniens. Was denken Waiblinger darüber? Eine kleine Umfrage in der Innenstadt am Tag danach.

Über den Tod der Queen ist Kirsten Walther nicht unbedingt verwundert, dennoch sei sie etwas „traurig“. Die Waiblingerin hegte stets großes Interesse am britischen Königshaus und sah sich zu den Jahrestagen immer die Dokumentationen über die Königsfamilie im Fernsehen an. Für sie gehe nun eine Ära zu Ende. Sie betrachte die Queen mit Respekt und schätze sie als eine „herzliche Frau“ ein.

Kirsten Walther hat aber auch „Hoffnung“, dass Charles ein würdiger Nachfolger sein wird. In den 1980er hat sie den damaligen Prinzen aus der Nähe gesehen: Sie wohnte damals noch in Brasilien, wo sie auch aufgewachsen ist. Charles sei dort auf einer Reise gewesen. Klassisch, beim Polospielen, konnte sie ihm aus der Menge zuschauen, erzählt sie. Kirsten Walther hat ihn dabei als menschlich und humorvoll wahrgenommen.

Anna Schlegel sagt zum Tod der Regentin: „Es hat mir die Endlichkeit bewusstgemacht.“ Sie sei 70 und damit genauso viele Jahre alt, wie die Queen ihr Amt ausgeübt habe. Durch die Nachricht fühlt sich Anna Schlegel mit dem Thema Tod konfrontiert. Die Waiblingerin sagt, sie habe kein großes Interesse am Königshaus, dennoch vermutet sie, dass sie sich die kommenden Dokus über die Queen anschauen wird. Ihr Mann Dieter Schlegel hingegen meint, er werde sich nichts mehr über die Royals ansehen, da es ihn nicht interessiere.

Petra Behr und Tochter Lilly-Rose Behr haben unterschiedliche Ansichten: Mutter Petra Behr sieht die Königin als „eine Instanz ohne Skandale“. Sie habe sich nie etwas zu Schulden kommen lassen und sei ein Vorbild für viele Frauen gewesen. Petra Behr wünscht sich, dass aktuelle Politiker sich mehr an ihrem vorbildhaften Erscheinen orientieren. Tochter Lilly-Rose hingegen fühlt sich weniger betroffen. Auch die Queen sei nicht perfekt gewesen. Und heutzutage müsse ein Königshaus keine so große Rolle spielen.

Junger Waiblinger: Gewisse Betroffenheit ist zu spüren

Kein Anhänger der Royal Family ist auch Philipp Schneider. Trotzdem lasse einen der Tod einer solch berühmten Frau nicht unberührt, sagt der junge Waiblinger, der das Königshaus nur aus der Schule kennt. Für ihn kam die Nachricht überraschend, da er vom Gesundheitszustand der Queen nichts wusste. Eine gewisse Betroffenheit verspüre er, sagt Philipp Schneider, da er mit der Queen als einer „wichtigen Instanz“ groß geworden ist.

Christine Lutz fühlt sich nicht direkt betroffen durch den Tod der Monarchin. Sie habe sich auch nie großartig für das Königshaus interessiert, erzählt sie. Dennoch sei sie überrascht gewesen, da Elizabeths Tod so plötzlich gekommen sei. Sie bezieht sich darauf, dass die Queen noch zwei Tage zuvor die neue Premierministerin Liz Truss ernannt hatte - und nun sei sie verstorben. Die Waiblingerin empfinde Bewunderung für das Durchhaltevermögen der Queen und ihr Engagement. „Sie war immer da.“

Der Tod von Queen Elizabeth II. am 8. September wird schnell zum Gesprächsthema, auch außerhalb Großbritanniens. Was denken Waiblinger darüber? Eine kleine Umfrage in der Innenstadt am Tag danach.

Über den Tod der Queen ist Kirsten Walther nicht unbedingt verwundert, dennoch sei sie etwas „traurig“. Die Waiblingerin hegte stets großes Interesse am britischen Königshaus und sah sich zu den Jahrestagen immer die Dokumentationen über die Königsfamilie im Fernsehen an. Für sie gehe nun

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