Waiblingen

Unendliche Geschichte? Dauer-Baustelle beim Parkhaus Marktgarage in Waiblingen

Bauruine
Seit Monaten bietet sich der gleiche triste Anblick. © Alexandra Palmizi

Längst haben sich Autofahrer, die aus der Marktgarage ausfahren, an den Anblick gewöhnt: Nichts scheint auf der Baustelle an der Oberen Sackgasse vorwärtszugehen. Im Gemeinderat war diesbezüglich schon einmal von einer „Bauruine“ die Rede. Tatsächlich ist das ambitionierte Projekt der Waiblinger Zoltán Bagaméry und Harald Lorleberg, die einen Sanierungsfall in ein Energieeffizienz-Haus verwandeln wollten, ins Stocken geraten. Jetzt aber machen die Eigentümer Hoffnung auf einen Weiterbau an dieser prominenten Altstadt-Lage.

Knackpunkt war für viele Monate, dass die Stadt ein gemeinsames Brandschutzkonzept für alle vier benachbarten und zum Projekt gehörenden Gebäude 9, 11, 13 und 15 forderte. Dies sei erforderlich, weil die Gebäude baulich so eng verwoben seien. Dabei hatte der Bauantrag nach Angaben von Bagaméry und Lorleberg Ende 2019 schon kurz vor der Genehmigung gestanden. Schnee von gestern: Inzwischen liegen Brandschutzkonzept und Baugenehmigung vor. Ein Archäologe hat die Baustelle unter die Lupe genommen, zwei Profile erstellt und empfiehlt, die Stadtmauer baulich zu unterfangen. Mit Problemen aus Sicht des Denkmalschutzes rechnet Zoltán Bagaméry nicht mehr. Dass die Linde und der historische Schellenturm erhalten bleiben, hatten die Bauherren schon früher zugesichert.

Nur Bauwegeplanung steht noch aus

Die Werkplanung für den Weiterbau steht. Nur die Bauwegeplanung steht noch aus. Die Bauherren müssen erklären, wo Baufahrzeuge verkehren und ob beziehungsweise inwiefern die Bushaltestelle beeinträchtigt wird. Weder die Stadt noch Zoltán Bagaméry erwarten dadurch größere Verzögerungen, im Gegenteil. Beide Seiten zeigen sich zuversichtlich, was eine baldige Fortsetzung der Arbeiten angeht. „Wir sitzen in den Startlöchern und sind voller Ungeduld und Vorfreude, dass es endlich losgeht“, sagt Zoltán Bagaméry.

Büros schon längst bezogen

Das Häuser-Ensemble in der Oberen Sackgasse mit den Nummern 9, 11, 13 und 15 wird von vier Giebeln überragt, ist aber miteinander verbunden und hat zwei Hauseingänge. Es umfasst Büros und vier Wohnungen, drei davon zur Vermietung. IT-Dienstleister Harald Lorleberg hat mit seiner Firma L-EDV die Büros längst bezogen. In die auf Seiten der Innenstadt gelegene Wohnung möchte Zoltán Bagaméry selbst einziehen.

Längst haben sich Autofahrer, die aus der Marktgarage ausfahren, an den Anblick gewöhnt: Nichts scheint auf der Baustelle an der Oberen Sackgasse vorwärtszugehen. Im Gemeinderat war diesbezüglich schon einmal von einer „Bauruine“ die Rede. Tatsächlich ist das ambitionierte Projekt der Waiblinger Zoltán Bagaméry und Harald Lorleberg, die einen Sanierungsfall in ein Energieeffizienz-Haus verwandeln wollten, ins Stocken geraten. Jetzt aber machen die Eigentümer Hoffnung auf einen Weiterbau an

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