Waiblingen

Unsere Leser als VIPs bei Stihl

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Produktpräsentation im Stihl-Werk I in der Waiblinger Badstraße mit Bertil Stapel. © Palmizi / ZVW
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ZVW Sommertour bei Stihl. © Palmizi / ZVW
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ZVW Sommertour bei Stihl. © Palmizi / ZVW
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ZVW Sommertour bei Stihl. © Palmizi / ZVW
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ZVW Sommertour bei Stihl. © Palmizi / ZVW
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ZVW Sommertour bei Stihl. © Palmizi / ZVW
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ZVW Sommertour bei Stihl. © Palmizi / ZVW
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ZVW Sommertour bei Stihl. © Palmizi / ZVW

Waiblingen. 40 Leser durften sich am Montag bei Stihl fast einen Tag als VIPs fühlen – als Firmenbesucher, für die man sich gerne Zeit nimmt. Dabei drehte sich nicht alles um die Säge. Auch TTIP und die Globalisierung kamen zur Sprache.

Im Unternehmen des Waiblinger Motorgeräteherstellers gibt es eine Menge sehr unterschiedlicher Arbeitsplätze. Eine ganze Anzahl lernen die Besucher während ihrer zweistündigen Führung durch das Werk 2 in Neustadt kennen. Stihl-Beschäftigte arbeiten in der Montage, überwachen Maschinen, die in gleichmäßigen Abständen Bauteile ausspucken, Roboter, die ihnen schwere Arbeiten abnehmen, oder sie sitzen am Computer und erledigen ihre Aufgabe am Bildschirm.

Einen der schönsten Arbeitsplätze hat ganz sicher Bertil Stapel. Den lernen die Leser aus dem Verbreitungsgebiet des Zeitungsverlags Waiblingen zum Abschluss ihrer insgesamt sechsstündigen geführten Tour in Werk 1 kennen. Die Aufgabe des jungen Manns ist die Produktpräsentation, und die macht er im Grünen hinter dem Firmenmuseum. Statt Fabriklärm sind Vögel zu hören. Hinter seinem Arbeitsplatz fließt idyllisch die Rems, vor ihm hat er einige Stücke Holz und die wichtigsten Motorgeräte aufgebaut, und alle sie sind betriebsbereit.

Kraftdemonstration

Bertil Stapel darf demonstrieren, welche Kraft in den Stihl-Geräten steckt. Insbesondere einigen männlichen Besuchern zuckt es in den Fingern. Sie würden ihm die Arbeit sicher gerne abnehmen und mit großem Vergnügen den Baumstamm in handliche Scheiben sägen. Aber selbst testen, geht leider nicht. Dafür ist ausreichend Schutzkleidung notwendig – angefangen von einer Brille bis zu den Sicherheitsschuhen mit der Stahlkappe im Zehenbereich.

Selbst Hand an die Geräte zu legen, ist umso reizvoller, da einige mittlerweile mit Akku betrieben werden, inzwischen Leichtgewichte und dadurch viel handlicher geworden sind. Elektromotoren haben zudem den Vorteil, dass sie leiser sind als die Benziner und abgasfrei. Das hat, wie sich bei der Produktvorführung zeigt, insbesondere auf den Betrieb des Laubbläsers angenehme Auswirkungen. Der kommt übers Jahr viel häufiger zum Einsatz als die Motorsäge und hat deswegen ein viel größeres Potenzial, die Nachbarn zu nerven.

Stihl-Produkte bekommt man ausschließlich über den Fachhandel, betont Kommunikationschef Stefan Caspari in seiner Begrüßung. Daher sind vor allem Profis Kunden des Unternehmens und „anspruchsvolle Privatanwender“ entweder mit großem Garten oder kleinem Waldstück. Unter den Besuchern scheint es einige zu geben. Als Caspari fragt, wer ein Stihl-Gerät zu Hause hat, gehen zahlreiche Finger hoch. Mit der E-Mobilisierung der Produktpallette hofft das Unternehmen, noch viele neue „anspruchsvolle Privatanwender“ als Kunden gewinnen zu können.

Global unterwegs

Stihl ist ein Familienunternehmen und Weltfirma zugleich, erläutert Caspari. Von den 3,2 Milliarden Umsatz im vergangenen Jahr wurden lediglich zehn Prozent in Deutschland gemacht. Stihl lebt von offenen Märkten, sagt der Firmensprecher und ist überzeugt, dass das beabsichtigte Handelsabkommen TTIP mit den USA „einen gewissen Schub im Handel“ mit sich bringt. „Es kämen Milliarden zusammen, die man da sparen könnte.“

Den globalen Markt nutzt Stihl auch heute schon als Einkäufer. Stefan Balasa hat 33 Jahre im Unternehmen in der Motorenentwicklung gearbeitet. Als Rentner ist er weiterhin als Führer von Besuchergruppen unterwegs. Er hält einen Motorkolben in die Höhe und erklärt, dass diese früher von der Firma Mahle aus Cannstatt geliefert worden seien. Wenige Kilometer vom Standort entfernt. Nun werden sie in den USA hergestellt. Trotz der Entfernung rechne sich das. Andere Teile kommen aus Brasilien. Stihl-Geräte werden auch in China produziert - allerdings keine Toppmodelle, wie der Firmensprecher betont, um nicht den Asiaten die neuesten technischen Errungenschaften frei Haus zu liefern. Mit Plagiaten made in China habe Stihl schon genug zu kämpfen, hat er in seinem Einführungsvortrag erläutert.

Schnelle Notfallhilfe
Dass die Betriebsabläufe bei Stihl gut organisiert sind, erfährt die Besuchergruppe bei einer Gelegenheit, die leider nicht erfreulich ist: Während der Tour wird ein älterer Leser ohnmächtig. Ein Ersthelfer unter den Mitarbeitern ist schnell zur Stelle. Er informiert die Betriebskrankenschwester, die ebenfalls nicht lange auf sich warten lässt. Und dann sind auch bereits ein Notarzt und Rettungssanitäter in der Montagehalle. Da die übrigen Besucher den Mann gut versorgt wissen, können sie Besichtigung fortsetzen, wenn auch in etwas getrübter Stimmung.