Waiblingen

Verdacht gegen Mitarbeiter wegen fahrlässiger Brandstiftung

Brand ALBA
Wie das Feuer bei Alba im Mai 2018 ausgelöst wurde, ist weiter unklar. © ZVW/Benjamin Büttner (Archiv)

Waiblingen. Zehn Monate nach dem Staatsanwaltschaft noch immer wegen der Brandursache. Wie Pressesprecher Heiner Römhild auf Anfrage mitteilt, steht ein Mitarbeiter unter dem Verdacht, unsachgemäß mit Abfällen umgegangen zu sein und so den Brand fahrlässig verursacht zu haben.

Was geschah am 9. Mai 2018 beim Entsorgungsunternehmer Alba im Waiblinger Eisental? Diese Frage beschäftigt die Staatsanwaltschaft in Stuttgart mehr als zehn Monate nach dem Brand noch immer. Inzwischen spricht Staatsanwalt Heiner Römhild vom Verdacht auf fahrlässige Brandstiftung. „Das Verfahren richtet sich gegen einen Mitarbeiter, der verdächtigt wird, unsachgemäß mit Abfällen umgegangen zu sein“, sagt Römhild. Auf diese Weise könnte der Mann das Feuer fahrlässig verursacht haben.

Die Ermittlungen dauern an

Nach dem Großbrand hatten Polizei und Sachverständige vier Monate lang akribisch ermittelt. Im Oktober hatte die Polizei die Ermittlungsakten dann an die Staatsanwaltschaft in Stuttgart weitergeleitet. Seitdem liegt der Ball bei der Staatsanwaltschaft, die sich bislang bedeckt gehalten hat und auch jetzt vage bleibt, was Ausgang und Dauer der Ermittlungen angeht: „Man kann das schlecht vorhersagen, wie lange es noch dauert“, sagt Heiner Römhild.

Wie berichtet, war am 9. Mai im Gewerbegebiet Eisental ein Feuer ausgebrochen, das sich rasch ausbreitete. Trotz des gewaltigen Feuerwehreinsatzes konnte die 3000 Quadratmeter große Lagerhalle nicht gerettet werden. Sie wurde völlig zerstört. Personen wurden nicht verletzt.

Nach Angaben der Feuerwehr hatte trotz der weithin sichtbaren Rauchsäule zu keinem Zeitpunkt eine gesundheitliche Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Alle Mess-Ergebnisse lagen weit unter den jeweiligen Grenzwerten. Die Spezialisten entnahmen Proben von Luft und Wasser, außerdem führten sie „Wischproben“ durch – etwa, um Gemüse auf Ablagerungen zu untersuchen. Verschiedentlich hatte es wohl leichten Niederschlag durch Ruß gegeben, dieser war nach Angaben der Feuerwehr unbedenklich.