Waiblingen

Von Waiblingen nach Gilroy (USA): Charlotte Reusch geht bald auf die Highschool

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Charlotte Reusch wird ein Schuljahr lang eine Highschool in Kalifornien besuchen. © privat

Am Mittwoch wird Charlotte Reusch (16) in den Flieger steigen und für ein Schuljahr Familie, Freunde und ihre Heimat hinter sich lassen. Ihr Ziel: eine Stadt namens Gilroy im Santa Clara County im US-Bundesstaat Kalifornien.

„Gilroy ist etwa so groß wie Waiblingen und liegt mit dem Auto nur etwa eine halbe Stunde vom Strand entfernt“, sagt die 16-Jährige. In dem Städtchen wird die Schülerin aus Waiblingen die Highschool besuchen und bei einer alleinstehenden Dame wohnen. Denn: Charlotte Reusch hat ein Byrnes-Stipendium bekommen.

Die Schülerin schreibt Berichte für daheim

Das Stipendium ermöglicht Jugendlichen aus dem Regierungsbezirk Stuttgart den „Traum vom Highschool-Jahr in den USA“, schreibt das Deutsch-Amerikanische Zentrum (DAZ) auf seiner Homepage. Gemeinsam mit regionalen Unternehmen und Institutionen gibt das DAZ jedes Schuljahr Teilstipendien aus, die laut Website 30 bis 80 Prozent der Programmkosten abdecken.

Mit dem Stipendium verbindet Charlotte Reusch auch eine Verantwortung, nämlich „in den USA auf eine gewisse Weise meine Region zu vertreten“, sagt sie. „Es macht mich glücklich, diese Chance zu erhalten, die ich auch dem DAZ in Stuttgart und der Firma Stihl zu verdanken habe.“ An das Stipendium ist auch eine Aufgabe geknüpft. Die Schülerin muss während ihres USA-Aufenthalts Berichte schreiben, die sie dann verschickt. „Dadurch soll die freundschaftliche Beziehung zu den USA gestärkt werden“, sagt Charlotte Reusch.

Trennung von der Familie fällt schwer

Neben der Vorfreude macht Charlotte Reusch die räumliche Trennung von ihrer Familie zu schaffen. „Auch wenn mich meine Organisation lange darauf vorbereitet hat und ich mich an den Gedanken gewöhnen konnte, ist die Trennung von Familie und Freunden das, was mir am schwersten fallen wird“, sagt sie. Doch wird sie auch in einer neuen Familie ihren Platz finden: Im kalifornischen Gilroy wird Charlotte Reusch jedoch nicht nur eine Gastmutter haben, sondern auch eine Gastschwester. „Sie wohnt nicht mehr zu Hause, weil sie gerade studiert.“

Mit ihrer Familie und ihren Freunden will die Schülerin stets in Kontakt bleiben – wobei das bei neun Stunden Zeitverschiebung nicht einfach sein wird. Das weiß auch die 16-Jährige. „Natürlich ist es nicht einfach, häufig miteinander zu telefonieren, und das macht mich schon nervös“, sagt sie. Dennoch blickt sie dem Auslandsaufenthalt optimistisch entgegen. „Was meine Freunde angeht, kann ich nur hoffen, dass das Jahr nichts verändert und wir uns danach nicht entfremdet haben.“

Land und Leute kennenlernen

Es wird das erste Mal sein, dass Charlotte Reusch nach einigen Flugstunden amerikanischen Boden betreten wird. Vom Land, der Kultur und den Menschen ist die Schülerin bereits lange fasziniert. „Es gibt so viel Vielfalt in diesem Land. In den USA soll vieles ganz anders sein und ich hoffe, möglichst viel davon kennenzulernen.“

Besonders gespannt ist die 16-Jährige auf die Menschen: Man höre immer davon, „wie herzlich die US-Amerikaner sind“. Davon möchte sie sich unbedingt selbst überzeugen. Ein wenig Sorge macht der Schülerin, dass sie vielleicht keinen Anschluss finden und dass sie auf sich selbst gestellt sein wird. Deshalb setzt sie darauf, in ihrer neuen Schule Menschen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. „Meine Schule ist auch nicht weit entfernt und bietet zusätzlich zum Unterricht viele Aktivitäten, von denen ich mir gut vorstellen kann, einige davon zu besuchen.“

Weniger Bedenken hat die Schülerin bei Sprache und Kommunikation. Englisch sei schon immer eines ihrer Lieblingsfächer gewesen. Seit einiger Zeit schaut Charlotte Reusch englische Serien und Filme problemlos ohne Untertitel. Und: „Bücher lese ich inzwischen sogar beinahe lieber auf Englisch.“ Die 16-Jährige ist von der Sprache beeindruckt. „Die Art, wie man sich damit ausdrücken kann, ist zum Deutschen sehr unterschiedlich. Diese Unterschiede herauszufinden und damit sprachlich zu spielen, hat mir schon immer Spaß gemacht.“

Während die Tage bis zur Abreise in die USA immer kürzer werden, steigt auch die Aufregung bei der Schülerin. Ihren Koffer hat Charlotte Reusch schon gepackt. Mit dabei sind ein Tagebuch, ihr Handy und ihr E-Book-Reader. Damit will sie ihre Erlebnisse und Eindrücke schriftlich und mit der Kamera festhalten - und ihr neues Zimmer mit Fotos dekorieren. Und: „Weil ich mir dort keine Bücher kaufen kann, muss auch mein E-Book-Reader mit. Ich möchte weiterhin noch viel lesen“, sagt Charlotte Reusch und blickt ihrer Reise optimistisch entgegen: Sie hoffe, dass sie sich gut einleben wird.

Am Mittwoch wird Charlotte Reusch (16) in den Flieger steigen und für ein Schuljahr Familie, Freunde und ihre Heimat hinter sich lassen. Ihr Ziel: eine Stadt namens Gilroy im Santa Clara County im US-Bundesstaat Kalifornien.

„Gilroy ist etwa so groß wie Waiblingen und liegt mit dem Auto nur etwa eine halbe Stunde vom Strand entfernt“, sagt die 16-Jährige. In dem Städtchen wird die Schülerin aus Waiblingen die Highschool besuchen und bei einer alleinstehenden Dame wohnen. Denn:

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