Waiblingen

Waiblingen: Haustür-Geschäft für schnelles Internet - Rentner sauer auf Vodafone

Glasfaser-Breitband
Im Auftrag von Vodafone klingeln auch in Waiblingen Handelsvertreter an der Haustür, um einen Glasfaser-Anschluss für schnelleres Internet zu verkaufen. © Pixabay

„Nicht nur die Telekom, auch Vodafone schickt ungebetene Vertreter an die Haustür“: Nach unserem Bericht über Rentner Bernd Heller und dessen Ärger über Vertreter, die im Auftrag der Telekom in Waiblingen Glasfaser-Anschlüsse für schnelleres Internet verkaufen, hat sich ein weiterer Waiblinger gemeldet. Als Kunde der Telekom bekam der Rentner laut eigener Aussage in den letzten Wochen des Jahres 2022 Besuch von einem Verkäufer, der ihn von einem Wechsel zu Vodafone überzeugen wollte. „Der Verkäufer war zunächst freundlich. Doch dann wurde er zunehmend aggressiver und wollte unbedingt meinen Telekom-Router sehen.“

Schlechte Erfahrungen gemacht

Laut dem 75-Jährigen wollte der Vertreter schnell einen Vertrag abschließen. Dieser habe ihn etwa gefragt, ob er wisse, was er eigentlich für seinen aktuellen Anschluss zahle. Der Rentner wusste das nicht auswendig, woraufhin der Vertreter sich entsetzt gegeben habe. Wechseln wollte der 75-Jährige aber nicht, zumal er laut eigener Aussage schon mal schlechte Erfahrungen mit Vodafone gemacht hat. Schließlich sagte der Rentner, dass er sich wünsche, dass der Vertreter wieder seine Wohnung verlasse „Als ich ihn wieder aus der Wohnung hatte, war es aus mit seiner Freundlichkeit.“ Bei unserer Redaktion hat sich der Waiblinger gemeldet, weil er sich um jene gerade älteren Bürger sorgt, die sich überrumpeln lassen und etwas unterschreiben, was sie nachher bereuen.

Volker Petendorf, Konzernsprecher und Chef vom Dienst der Pressestelle von Vodafone Deutschland, verweist indes darauf, dass Haustürgeschäfte traditionelle und erfolgreiche Vertriebswege von seriösen Branchen seien. Insofern seien auch im Auftrag von Vodafone täglich fast überall in Deutschland externe Vertriebspartner von Tür zu Tür unterwegs – insbesondere, um den potenziellen Kunden die Vorzüge des sehr schnellen, leistungsstarken und günstigen Internets über das Vodafone-Glasfaserkabelnetz zu erläutern. „Denn viele Kunden wissen gar nicht, welche Breitband-Goldader sie in ihren Wohnungen ungenutzt liegen haben.“

Vodafone legt laut Konzernsprecher Volker Petendorf entscheidenden Wert darauf, dass diese selbstständigen Handelsvertreter seriös auftreten. „Diese Handelsvertreter können sich auch ausweisen.“ Möglich ist das durch einen Vodafone-Ausweis, den Personalausweis und Visitenkarten. Mit jedem Kunden soll nach Volker Petendorfs Angaben nur dann ein Vertrag abgeschlossen werden, wenn dieses Produkt für den Kunden geeignet sei und der Kunde dieses Produkt bewusst haben und nutzen möchte. „Natürlich entscheidet der Kunde selbst, ob er dieses – für ihn vorteilhafte – Angebot annimmt oder nicht. Und der Kunde hat bekanntlich im Haustürgeschäft ein 14-tägiges Widerrufsrecht.“

Vodafone hält an Haustür-Geschäften fest

Wenn ein selbstständiger Handelsvertreter bei einem Telekom-Kunden in Waiblingen klingelt und er diesem Telekom-Kunden auf seriöse Weise ein Vodafone-Angebot unterbreitet, das besser ist als das bisherige Telekom-Produkt, dann erfüllt dieser selbstständige Handelsvertreter aus Volker Petendorfs Sicht seinen ureigensten Job. Die Kritik an der Praxis der Haustür-Geschäfte lässt er deshalb nicht gelten. „Das ist ja fast so, als ob man einem Journalisten vorwirft, dass er Artikel schreibt, oder einem Busfahrer, dass er Passagiere befördert.“

Kritik an „Überrumpelungstaktik“

Der 75-jährige Rentner aus Waiblingen fragt sich indes, warum Internet-Anbieter wie Vodafone potenziellen Kunden nicht einfach einen Brief schicken, wo alle Infos zu dem Thema Glasfaser-Anschluss drinstehen. Dann könnten diese sich in Ruhe überlegen, ob sich das Ganze für sie lohnt. Seine Schlussfolgerung, warum es weiter Haustürgeschäfte gibt: „Anscheinend hat sich die Überrumpelungstaktik bewährt. Aber nicht bei mir.“

„Nicht nur die Telekom, auch Vodafone schickt ungebetene Vertreter an die Haustür“: Nach unserem Bericht über Rentner Bernd Heller und dessen Ärger über Vertreter, die im Auftrag der Telekom in Waiblingen Glasfaser-Anschlüsse für schnelleres Internet verkaufen, hat sich ein weiterer Waiblinger gemeldet. Als Kunde der Telekom bekam der Rentner laut eigener Aussage in den letzten Wochen des Jahres 2022 Besuch von einem Verkäufer, der ihn von einem Wechsel zu Vodafone überzeugen wollte. „Der

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