Waiblingen

Waiblingen-Hohenacker: Alte Ortsmitte um Bergstraße soll schöner werden

Ortsmitte Hohenacker
Blick durch die Bergstraße in Richtung Karl-Ziegler-Straße. © Alexandra Palmizi

Ob mit der Ansiedlung des Netto-Markts und des Pflegeheims oder mit der Neugestaltung der Karl-Ziegler-Straße: In Hohenacker hat sich in den vergangenen Jahren schon einiges entwickelt. Doch auch im Bereich der historischen Ortsmitte wird seit Jahren Veränderungsbedarf gesehen, ohne dass sich hier viel getan hätte. Nun wollen die Ortschaft und die Stadt Waiblingen einen neuen Anlauf nehmen – und hoffen auf die Aufnahme des Ortskerns in Sanierungsprogramme des Landes oder Bundes.

Entlang der Bergstraße und der oberen Hegnacher Straße sollte aus Sicht der Stadtverwaltung bestehende Bausubstanz nach Möglichkeit modernisiert und das Potenzial zur Innenentwicklung genutzt werden. Auch gestalterisch bedürfe die Ortsmitte einer Aufwertung. Die Fußweg-Verbindungen müssten überprüft und unter Umständen neu vernetzt werden. Schon der Ortsentwicklungsplan aus dem Jahr 2006 sieht für diesen Bereich die Notwendigkeit von Verbesserungen. Als städtebauliche Ziele werden unter anderem die Entwicklung als Wohnstandort, das Bewahren und Herausstellen der historischen Wurzeln, das Geschichtsbewusstsein und die Stärkung der Identifikation genannt.

Verkehr in der Bergstraße nicht isoliert betrachten

Was ist seitdem geschehen? 2008 wurde ein Rahmenplan „Ortsmitte Hohenacker“ erarbeitet. Zwischen 2008 und 2019 lag der Fokus der Entwicklung in Hohenacker auf der Gestaltung der neuen Ortsmitte mit Lebensmittelmarkt und Seniorenpflegeheim sowie auf der Erarbeitung eines städtebaulichen Konzepts für Wohnbebauung an der Ecke Benningerstraße/Karl-Ziegler-Straße. 2019 dann wurde im Ortschaftsrat Hohenacker eine Verkehrskonzeption vorgestellt, welche drei mögliche Varianten zur Umgestaltung der Bergstraße zum Inhalt hatte.

Dorfplatz hätte Auswirkungen auf den Verkehr

Im Lauf der weiteren Planungen aber wurde deutlich, dass der Umbau Bergstraße nicht isoliert von den künftigen Nutzungen auf den anliegenden Flächen betrachtet werden kann. So hätte beispielsweise ein Dorfplatz beim Brunnen am Knotenpunkt von Hegnacher Straße und Bergstraße Auswirkungen auf die öffentlichen Verkehrsflächen. Gleiches gilt für eine etwaige Erschließung rückwärtiger Bereiche an der Bergstraße. Die Stadtverwaltung hält es daher für geboten, den Ausbau der Bergstraße als Teil einer „ganzheitlichen Planung“ für den alten Ortskern zu betrachten. Ebenso müssten die Einmündungen der Bergstraße und der Hegnacher Straße in die Karl-Ziegler-Straße auf mögliche Optimierungen überprüft werden. Nach Beschluss des Ortschaftsrats und des Gemeinderats bereitet die Stadtverwaltung nun einen Antrag auf Aufnahme in ein Programm der Städtebauförderung vor und umreißt dabei grob das Sanierungsgebiet. Dabei werden auch denkmalgeschützte Gebäude gesichtet und Mängel aufgenommen.

Reihenfolge: Erst Neustadt, dann Hohenacker und Bittenfeld

Die Aufnahme ins Programm hätte den Vorteil, dass das Land oder der Bund der Stadt unter die Arme greifen. Aber auch für Privatleute hätte sie Vorteile: Eigentümer würden durch Zuschüsse bei einer umfassenden Modernisierung ihrer Gebäude unterstützt. Voraussichtlich bis Oktober 2022 soll der Aufnahmeantrag fertig sein. Dann beginnen „vorbereitende Untersuchungen“, auf deren Grundlage im Fall einer Aufnahme ins Programm das Sanierungsgebiet förmlich festgelegt wird.

Mehrere Schritte weiter als Hohenacker ist in Sachen Ortskernsanierung Neustadt. Mit Rücksicht auf die Personalkapazitäten arbeitet die Stadtverwaltung die anstehenden Sanierungen der Reihe nach ab: erst Neustadt, dann Hohenacker und schließlich Bittenfeld, wo seitens des Ortschaftsrats ebenfalls Sanierungsbedarf angemeldet wurde - und zwar besonders mit Blick auf die Schillerstraße und den Rathausvorplatz.

Ob mit der Ansiedlung des Netto-Markts und des Pflegeheims oder mit der Neugestaltung der Karl-Ziegler-Straße: In Hohenacker hat sich in den vergangenen Jahren schon einiges entwickelt. Doch auch im Bereich der historischen Ortsmitte wird seit Jahren Veränderungsbedarf gesehen, ohne dass sich hier viel getan hätte. Nun wollen die Ortschaft und die Stadt Waiblingen einen neuen Anlauf nehmen – und hoffen auf die Aufnahme des Ortskerns in Sanierungsprogramme des Landes oder

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