Waiblingen

Waiblingen: Jetzt bis zu 500 Euro Fördergeld für begrüntes Dach mit Photovoltaik

StauferrealschuleDach
Dachbegrünung und eine Photovoltaik-Anlage gibt es auf dem Dach der Staufer-Realschule in der Mayenner Straße. © ZVW/Gaby Schneider

Wer in Waiblingen eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat und nun zusätzlich sein Dach begrünen möchte, kann dafür nun bis zu 500 Euro von der Stadt Waiblingen erhalten. Die Förderung sollen auch Eigentümer bekommen, die vorhaben, zusätzlich eine neue PV-Anlage zu errichten. Das Geld soll fließen, sobald mindestens zwölf Quadratmeter Dach begrünt sind. Wer aber bereits die Auflage hatte, sein Dach zu begrünen, kriegt den Extra-Zuschuss nicht.

Der Antrag wird bei der Abteilung Klimaschutz und Umwelt eingereicht

Maximal können 50 Prozent der geltend gemachten Kosten als Zuschuss ausbezahlt werden. Das Geld fließt, nachdem die Rechnung für die Dachbegrünung eingereicht wurde und die Bürger bestimmte Nachweise erbracht haben. So müssen sie auch die Anmeldung zum Marktstammdatenregister installierter PV-Anlagen sowie die Flächenermittlung vorlegen. Ebenso sind Fotos einzureichen, wie das Dach vorher aussah. Der Antrag wird bei der städtischen Abteilung Klimaschutz und Umwelt im Fachbereich Klimaschutz, Umwelt und Bauen eingereicht, dabei können sich die Bürger auch beraten lassen (0 71 51/50 01 32 60, umwelt@waiblingen.de).

Elf Monate vom Antrag bis zum Beschluss

Die Idee mit dem Zuschuss geht auf einen Antrag der FDP-Fraktion zum Haushalt 2022 zurück. Dabei sollte der Beschluss nach Wunsch der Liberalen eigentlich zeitnah erfolgen – gedauert hat es nun aber fast ein Jahr, bis das Thema auf der Tagesordnung stand. „Wir freuen uns, dass es jetzt kommt“, sagte FDP-Stadträtin Andrea Rieger im neu gegründeten Ausschuss für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Umwelt (KNU), der jüngst erstmals im Ratssaal der Stadt tagte. Dass elf Monate vergangen sind, gefiel ihr indes nicht. „Da hätten wir uns schon gewünscht, dass man da schneller zu Potte kommt.“ Oberbürgermeister Sebastian Wolf gab zu, dass die Formulierung „zeitnah“ eigentlich bedeuten sollte, dass etwas auch zeitnah umgesetzt wird. Allerdings gebe es eben auch „Umstände“, die eine Rolle spielen. Wolf nannte hier etwa die Zahl der Fachkräfte, die zur Verfügung stehen.

2022 steht in Waiblingen eine Fördersumme von 10.000 Euro bereit - 2023 mehr

Ziel der neuen Förderung ist es aus Sicht des Waiblinger Oberbürgermeisters, Anreize zu schaffen und nicht die Kosten vollständig auszugleichen. Für dieses Jahr steht noch ein Förderbudget von 10.000 Euro bereit. Das wäre also aufgebraucht, wenn 2022 insgesamt 20 Leute die maximale Fördersumme von 500 Euro abrufen würden. Wenn mehr Menschen sich melden, wäre es aber durchaus möglich, den Topf noch zu vergrößern. 2023 sollen dann 20.000 Euro bereitstehen. „Wir wären ja froh, wenn wir das Geld ausgeben“, betont Wolf.

Mit Blick auf das Wohngebiet am Wasen in der Neustädter Straße regte CDU/FW-Stadtrat Hans-Ingo von Pollern an, dort auf den Flachdächern Photovoltaik-Anlagen zu installieren. Hier entgegnete OB Sebastian Wolf, dass dies in dem Fall aber nicht einfach sei – schließlich handelt es sich um Mehrfamilienhäuser. SPD-Stadtrat Urs Abelein bat noch darum, dass mit Blick auf den Erfolg der neuen Förderung auch daran gedacht wird, bei der Baugenehmigung der Photovoltaik-Anlagen den privaten Eigentümern von Seiten des Baurechtsamts keine Probleme zu machen. Sein Motto: „Lieber zwei Augen mehr zudrücken.“

Wer in Waiblingen eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat und nun zusätzlich sein Dach begrünen möchte, kann dafür nun bis zu 500 Euro von der Stadt Waiblingen erhalten. Die Förderung sollen auch Eigentümer bekommen, die vorhaben, zusätzlich eine neue PV-Anlage zu errichten. Das Geld soll fließen, sobald mindestens zwölf Quadratmeter Dach begrünt sind. Wer aber bereits die Auflage hatte, sein Dach zu begrünen, kriegt den Extra-Zuschuss nicht.

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Der Antrag wird bei der

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