Waiblingen

Waiblingen: Stihl hat für Mitarbeiter in Ukraine Luftschutzraum eingerichtet

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Das Stihl-Firmenlogo. © ZVW/Benjamin Büttner

Trotz des Kriegs in der Ukraine ist Stihl im Land weiter aktiv und hat seine Mitarbeiter etwa mit mobiler Stromversorgung ausgestattet. Gefragt sind die Produkte des Waiblinger Motorsägenherstellers in dem unter dem russischen Angriffskrieg leidenden Land weiterhin - auch bei Lebensrettern. Zwei Mitarbeiter leisten zurzeit Militärdienst.

Bei der Vertriebsgesellschaft in der ukrainischen Hauptstadt waren bis Kriegsbeginn rund 40 Mitarbeitende beschäftigt - und sind es weiterhin, bis auf zwei, die laut der Stihl-Pressestelle derzeit Militärdienst leisten. Bisher seien alle Beschäftigten unverletzt geblieben, ihre Sicherheit habe für das Waiblinger Unternehmen höchste Priorität. „Das Arbeiten in den nicht (mehr) von Russland besetzten Gebieten ist möglich“, so Stihl auf Anfrage. „Die Mehrheit unserer Beschäftigten arbeitet zu Hause. Allerdings ist der Arbeitsalltag stark geprägt von den Auswirkungen des Kriegs. Es gibt zum Beispiel häufige Unterbrechungen durch Luftalarme, Luftangriffe und Stromausfälle.“

Luftschutzraum für Mitarbeiter in der Ukraine

Um den Beschäftigten in der Ukraine das Arbeiten zu ermöglichen, hat Stihl sie mit „entsprechender Hard- und Software ausgestattet. So haben wir ihnen Stromgeneratoren und die mobile Stromversorgung STIHL PS 3000 mit 3,6 kW zur Verfügung gestellt. Damit können unsere Beschäftigten, auch im Falle eines Stromausfalls, Licht, Heizung und Kühlschrank betreiben und ihre Laptops und Smartphones aufladen.“

Darüber hinaus habe Stihl Büro und Lager mit Notstromaggregaten „und einem Schutzraum ausgestattet, in dem sie Schutz während eines Luftalarms finden können“. Dort gebe es auch Notfallpakete mit Erste-Hilfe-Utensilien.

Die Kommunikation zwischen Kiew und Waiblingen funktioniert Stihl zufolge „bislang gut“. Am Stammsitz gibt es einen Krisenstab, der weiterhin regelmäßig zusammentritt. Er besteht unter anderem aus Mitgliedern der Geschäftsführung und Führungskräften aus den Bereichen Vertrieb und Personal.

Eine Stihl-Mitarbeiterin kam nach Kriegsbeginn nach Waiblingen

Auch ein Patenschaftsprogramm, mit dem Stihl seinen Mitarbeitern und ihren Familien bei der Flucht ins Ausland helfen wollte, existiert nach wie vor, „allerdings wird davon derzeit kein Gebrauch gemacht“.

Nach Kenntnis des Unternehmens halten sich alle Beschäftigten der Vertriebsgesellschaft in der Ukraine auf. „Eine Mitarbeiterin aus der Ukraine ist direkt nach Beginn des Krieges nach Waiblingen gekommen. Wir haben sie bei ihrer Reise nach Waiblingen unterstützt und eine Unterkunft zur Verfügung gestellt. Mittlerweile ist die Mitarbeiterin wieder in die Ukraine zurückgekehrt.“

Manche Beschäftigten und ihre Angehörigen sind auch immer noch in von Stihl angemieteten Unterkünften in der Ukraine untergebracht. „Einige sind aber auch in ihren Heimatort zurückgekehrt, weil unter anderem die Schule wieder begonnen hat“, erklärt die Pressestelle.

Die Versorgung mit notwendigen Dingen für den Alltag wie Lebensmittel, Benzin oder Diesel sei in den Regionen, in denen die Stihl-Mitarbeiter sich aufhalten, aktuell ausreichend gewährleistet.

Land- und Forstwirte in der Ukraine brauchen Sägen - aber auch Retter setzen Stihl-Geräte ein

Stihl-Kettensägen und andere Geräte werden in der Ukraine trotz des verheerenden Kriegs gebaucht. „Es gibt derzeit einen hohen Bedarf an Stihl-Produkten in der Land- und Forstwirtschaft, zum Beispiel für die Beschaffung von Brennholz, und bei Feuerwehren und Rettungsdiensten. So sind bei Rettungsdiensten insbesondere unsere Trennschleifer, von denen wir auch einige gespendet haben, im Einsatz und stark gefragt.“

Verkauft werden die Stihl-Produkte in der Ukraine von Fachhändlern, von denen weiterhin etwa zwei Drittel aktiv sind, teilt das Unternehmen mit. Und: „Die Zahl der Händler/-innen, die ihre Geschäfte wiedereröffnen möchten, nimmt tendenziell zu.“

Die eigene Vertriebsgesellschaft unterstützt die Händler beim Wiederaufbau, „dort wo es die Situation ermöglicht“. Wichtig sei Stihl dabei besonders der Wiederaufbau von Service-Werkstätten, damit die Geräte gewartet und repariert werden können.

Trotz des Kriegs in der Ukraine ist Stihl im Land weiter aktiv und hat seine Mitarbeiter etwa mit mobiler Stromversorgung ausgestattet. Gefragt sind die Produkte des Waiblinger Motorsägenherstellers in dem unter dem russischen Angriffskrieg leidenden Land weiterhin - auch bei Lebensrettern. Zwei Mitarbeiter leisten zurzeit Militärdienst.

Bei der Vertriebsgesellschaft in der ukrainischen Hauptstadt waren bis Kriegsbeginn rund 40 Mitarbeitende beschäftigt - und sind es weiterhin, bis

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