Waiblingen

Waiblingen: Waschbär in Wasserstuben-Siedlung nachts gefilmt - Gefahr durch Kot

Weinstadt-Schnait Hans Ruff Wie geht es weiter mit Joggi, kommt er in ein Wildgehege? Waschbär
Symbolfoto. © ZVW/Gabriel Habermann

Die Familie aus Hohenacker, über die wir jüngst berichtet haben, konnte nicht beweisen, dass es ein Waschbär war, der sich nachts durch die Katzenklappe ins Haus geschlichen hatte. Klar war nur, dass es ein wildes Tier war. Eine Leserin, die sich aufgrund des Artikels bei unserer Redaktion meldete, konnte dagegen einen Beweis vorlegen: Sie schickte ein Waschbär-Foto, das eine Überwachungskamera nachts hinter ihrem Haus in der Wasserstubensiedlung in Waiblingen aufgenommen hat.

Vor die Videokamera kam der Waschbär am 15. Januar 2021 um 4.42 Uhr in der Nacht. „Es haben auch andere in der Siedlung gesagt, dass da einer umgeht“, sagt die Frau. Vierzehn Tage später habe sie gesehen, wie ein wesentlich größerer Waschbär-Kollege gemütlich abends gegen 22 Uhr durch den Lortzingweg spaziert sei. Ein Foto konnte sie allerdings von dieser Begegnung nicht machen. „Bis ich das Handy in der Hand hatte, war er weg.“

Die Kamera an ihrem Haus hat die Waiblingerin so ausrichten müssen, dass nur ihr eigener Garten gefilmt werden kann. Alles andere, sagt sie, sei rechtlich auch nicht zulässig. Darum weiß sie auch nicht, wer beim Nachbargrundstück die Meisen so zugerichtet habe. „Da hat es schlimm ausgesehen neulich.“ Die Waiblingerin hat auch hier einen Waschbären im Verdacht. Natürlich könnte es auch ein anderes wildes Tier gewesen sein. 2006, erzählt die Frau, sei bei Arbeiten an ihrem Eternit-Garagendach ein Marder entdeckt worden.

Familie Winkler aus Waiblingen lieferte im Juni ein Waschbärfoto

Sie ist nicht die Einzige, die in Waiblingen schon Waschbären gesehen hat. Familie Winkler, wohnhaft in der Kurzen Straße, lieferte erst im Juni ein Beweisfoto. So niedlich viele Waschbären auch finden: Die Probleme, die von ihnen ausgehen, dürfen nicht unterschätzt werden. So weist die Leserin aus der Wasserstubensiedlung darauf hin, dass der Kot von Waschbären für den Menschen gefährlich sein kann.

Dieser kann nämlich viele Spulwurm-Eier enthalten. Gerade für kleine Kinder, die im Garten spielen, wird das zum Risiko – denn die Larven, die aus den Eiern schlüpfen, können den menschlichen Organismus befallen. Folgen davon können etwa eine Hirnhautentzündung sein oder Entzündungen von Leber und Lunge, aber auch eine Beeinträchtigung der Augen bis hin zur Blindheit.

Die Familie aus Hohenacker, über die wir jüngst berichtet haben, konnte nicht beweisen, dass es ein Waschbär war, der sich nachts durch die Katzenklappe ins Haus geschlichen hatte. Klar war nur, dass es ein wildes Tier war. Eine Leserin, die sich aufgrund des Artikels bei unserer Redaktion meldete, konnte dagegen einen Beweis vorlegen: Sie schickte ein Waschbär-Foto, das eine Überwachungskamera nachts hinter ihrem Haus in der Wasserstubensiedlung in Waiblingen aufgenommen

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