Waiblingen

Waiblinger Künstlergruppe macht Bilder zum Abschneiden

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Ursula Schäfer und Bettina Wyderka demonstrieren, wie Künstler von Art U Zehn die Bilder mit einer Länge von 4,20 Meter hergestellt haben. Die Werke werden im Kameralamt, in der Kunstschule sowie im Restaurant Disegno ausgestellt. © ZVW
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Bettina Wyderka schaut sich ihr Bild an. © ZVW
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Kunstausstellung im Kameralamt Waiblingen © Gabriel Habermann
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Kunstausstellung im Kameralamt Waiblingen © Gabriel Habermann

Waiblingen. Gebannt oder gebahnt: am Stück oder geschnitten? – ist das aktuelle Projekt der Künstlergruppe Art U Zehn. Drei Monate lang haben sie 4,20 Meter lange Bilder im Kameralamt hergestellt, die von Samstag an ausgestellt werden. Besucher dürfen sich ein Stück Gemälde gegen Bezahlung abschneiden und nach Hause nehmen.

„Die erste Spur ist immer eine Fußspur“, sagt Michael Schäfer, lächelt und läuft schnurstracks über das 4,20 Meter lange und ein Meter breite papierähnliche Material. Kaum hat er den Maluntergrund verlassen, greifen Bettina Wyderka und Ursula Schäfer Farbtuben, Pinsel, und Kreidestifte und beginnen die Oberfläche zu bearbeiten. Hier ein paar schwarze Spritzer, da etwas Pinkes, dort etwas Gelbes. Dann finden sie ein Gefäß, in dem Pinsel bei der vorherigen Malaktion ausgewaschen wurden. Das Wasser darin hat sich schwarz gefärbt. Ideal, finden die beiden und verteilen den Inhalt auf die lange Bahn, die sich nach und nach zu einem Kunstwerk verwandelt.

Seit November werkeln, pinseln oder malen die 18 Künstler der Gruppe Art U Zehn im Waiblinger Kameralamt. Von kommenden Samstag, 31. Januar, an sind die Ergebnisse eine Woche lang im Kameralamt zu sehen. Gebannt – gebahnt: Am Stück oder geschnitten? – ist der Titel der Ausstellung. Die Idee sei eigentlich gewesen, das Kameralamt zu tapezieren, erklärt Ursula Schäfer. Und wer sich einmal im Kameralamt genau umschaut und die hohen Wände betrachtet, stellt schnell fest, dass die Idee schon ein wenig verrückt zu sein scheint, die hohen, weißen Wände den Betrachter aber gleichzeitig verlockend anstrahlen. Weil nur wenige Platz daheim für ein Bild von 4,20 Meter Länge haben und die Bilder ja schließlich den Besitzer wechseln sollen, haben sich die Künstler etwas einfallen lassen. Bei der Ausstellung liegt ein Passepartout bereit, mit dessen Hilfe man sich ein Stück Kunstwerk von einer Größe von einem auf einen Meter herausschneiden kann. Wer ein paar Zentimeter mehr haben möchte, darf das gerne haben, signalisieren die Künstler. Die Preise werden erschwinglich sein, versichern sie.

In den Bildern steckt Knochenarbeit

Das große Format war anfangs eine Herausforderung, da es einem schwergefallen sei, den Überblick über sein Werk zu behalten. Doch hierfür war schnell eine Lösung gefunden: ein Flaschenzug. Er besteht aus einer Papierrolle, an deren Enden eine Schnur befestigt ist. So kann ein Kunstwerk einfach bis weit nach oben unter die Decke gezogen werden. „So sieht man die Proportionen besser“, erklärt Bettina Wyderka. Nachdem die erste Schrecksekunde, den einen oder anderen Künstler der Gruppe anfangs doch beim Anblick des Großformats gepackt hatte, erkannten sie bald die Vorzüge. „Es ist ein tolles Gefühl, man kann mit Schwung reingehen und kann es einfach mal laufenlassen“, sagt Ursel Schäfer, greift zu einer Farbtube und verteilt ein paar Farbspritzer in großzügigem Bogen auf dem Untergrund. Damit Boden und Wände des Kameralamts unbefleckt bleiben, haben die Künstler von Art U Zehn zuvor alles sorgfältig abgedeckt. „Man spürt keine Begrenzung des Materials“, bringt es Manfred Bodenhöfer auf den Punkt. Das Material, das den Künstlern als Untergrund für ihre Bilder gedient hat, „nennt sich Background oder Untergrundvlies“, erklärt er. Maler würden das verwenden, um Wände auszugleichen, bevor sie Farbe auftragen. Manfred Bodenhöfer ist Dozent an der Kunstschule Unteres Remstal, ist aber eigentlich Malermeister von Beruf und hat darüber hinaus Farbe und Gestaltung studiert. Von dem Material hat er 25-Meter-Rollen besorgt, die dann auf die Länge von 4,20 Meter zurechtgeschnitten wurden. Jeder Künstler von Art U Zehn hat mindestens zwei Bahnen bearbeitet. „Da steckt Knochenarbeit drin“, sagt Michael Schäfer.

Von Paris bis Eisbär

Die Motive, die dabei herausgekommen sind, können unterschiedlicher nicht sein. In einigen Werken findet sich das Thema Paris wieder und die sich dort ereigneten Anschläge oder das Thema Krieg, Flüchtlinge, aber auch der Tod als weiteres Thema. Für die Künstler liegt es auf der Hand. „Man setzt sich damit auseinander“, erklärt Ursula Schäfer. Beim Malen verarbeite man seine Ängste und Sorgen, aber auch den Optimismus, den man in sich hege. Ganz alltägliche Themen haben ebenso ihren Platz gefunden: Ein Eisbär versteckt sich in einer eisigen Winterwelt, eine Raubkatze hat es sich auf einem Ast in der heißen Wüstensonne bequem gemacht. Menschen, Tanz oder da ein Selbstporträt.

Immer zwei bis vier Künstler von Art U Zehn haben gleichzeitig im Kameralamt gearbeitet. Für mehr war kein Platz. Während der Marktzeiten hatten sie ihr Atelier geöffnet, so dass so mancher Besucher neugierig seine Nase ins Kameralamt stecken konnte. Anregungen, aber auch Kritik wurden geäußert - für die Künstler eine willkommene Rückmeldung.

Gebannt-Gebahnt: Am Stück oder geschnitten? - ist der Titel der Ausstellung von Art U Zehn. Die Vernissage zur Ausstellung findet am Samstag, 30. November, von 14 Uhr an im Kameralamt statt. Die Bilder werden bis Sonntag, 7. Februar, ausgestellt. Die Ausstellung ist samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr, mittwochs von 11 bis 14 Uhr geöffnet.

Weitere Werke werden in der Kunstschule sowie im benachbarten Restaurant Disegno ausgestellt.