Waiblingen

Waiblinger Tiefbau-Chef Michael Seeger geht zurück an den Bodensee

SeegerAbschied
Michael Seeger auf der Dachterrasse des Marktdreiecks. © Gaby Schneider

Der Bodensee hat ihn nie ganz losgelassen: Nach 36 Jahren im Raum Stuttgart verlässt Michael Seeger die Region und zieht zurück in seine Heimat bei Radolfzell. Seit 2011 leitete er in Waiblingen den Fachbereich für städtische Infrastruktur und war damit der erste Mann für Straßen und Brücken, Kläranlagen und den Betriebshof, für Grünflächen und Tiefbau. Aus dem Remstal führt in sein Weg jetzt zurück nach Rielasingen-Worblingen, wo man den Bodensee „zwar nicht sehen, aber riechen kann“, wie der 64-Jährige sagt, der sich selbst als „Seehas“ bezeichnet.

Passionierter Volleyballer beim TSV Schmiden

Wo immer in den vergangen zehn Jahren in Waiblingen ein Baugebiet realisiert wurde – von den Mineralquellen in Beinstein über den Rötepark in Waiblingen-Süd bis zum klimaneutralen Wohngebiet Berg-Bürg – mischte der Bauingenieur in maßgeblicher Rolle mit. Erst recht bei Straßensanierungen wie in der Hegnacher Neckarstraße oder der Karl-Ziegler-Straße in Hohenacker. In seiner Amtszeit wurden insgesamt satte 26 Millionen Euro in die Stadtentwässerung investiert.

Highlight Remstal-Gartenschau

Großen Raum nahm die Vorbereitung der Remstal-Gartenschau ein, die mehrere Jahre in Anspruch nahm und in die Michael Seeger als Herr über die städtischen Grünflächen involviert war. „Das hat Körner gekostet“, sagt er rückblickend über die Zusatzarbeit – und beginnt sofort über die „tolle Gemeinschaftsleistung“ zu schwärmen. Alle Beteiligten hätten ihren Teil der Gartenschau zu ihrem Projekt gemacht, mit dem sie sich identifizierten, und so zum Gelingen des Ganzen beigetragen.“Die Talaue war schon vorher schön“, sagt er, „jetzt ist sie sogar noch ein bisschen schöner“. Klärtechnik und Straßen wurden auf Vordermann gebracht, Barrierefreiheit im öffentlichen Raum weiter vorangetrieben – der scheidende Fachbereichsleiter ist zufrieden.

Bevor ihn die neue Herausforderung in Waiblingen lockte, war er seit 1985 beim Tiefbauamt der Landeshauptstadt. Als Dienststellenleiter Stuttgart-Mitte zeichnete er verantwortlich für die Neugestaltung der Königstraße und der Querspange hinüber bis in den Anfangsbereich der Tübinger Straße. Ein Schwerpunkt war zudem die Vorbereitung für die Neubebauung des Gerberviertels.

Hobby Bonsai-Zucht

Zwar ist er dabei, seine Zelte im Remstal abzubrechen – sein „Herzensverein“ aber bleibt seit Stuttgarter Zeiten der TSV Schmiden, dem er als Spieler, Trainer, Abteilungsleiter und aktuell als Vorstandsmitglied des Gesamtvereins treue Dienste leistete und leistet. Zu seinen größten sportlichen Erfolgen als Trainer zählt er den Aufstieg mit dem Damen-Team in die Zweite Bundesliga und den Sieg bei der Deutschen Seniorinnen-Meisterschaft. Bei den Volleyballern fühlt er sich „wie in einer großen Familie“. Sogar ein Haus in der Schorndorfer Straße in Waiblingen kauften Volleyball-Kameraden in Gemeinschaft und richteten es in Eigenarbeit her.

Nun also geht’s mit seiner Frau zurück nach Radolfzell, wo er nicht nur den alten Weggefährten, damaligen Ersten Bürgermeister in Waiblingen und heutigen Oberbürgermeister Martin Staab mal zufällig beim Bäcker trifft, sondern vor allem Freunde und Verwandte hat. Seit einigen Monaten darf er sich über ein Enkele freuen.

Umgezogen sind bereits kleine Schätze von ganz anderer Art: Von Berufs wegen Straßen- und Brückenbauer, pflegt Michael Seeger in seiner Freizeit die Kunst des Bonsaizüchtens. Ein Hobby, das dem Ausgleich vom Job und der Entschleunigung diente. Damit nicht genug der überraschend kreativen Seite des Technikers: Im Ruhestand will er sich wieder mehr Zeit fürs Malen und Töpfern nehmen.

Sein Nachfolger als Fachbereichsleiter für städtische Infrastruktur wird der bisherige Abteilungsleiter Straßen und Brücken, Oliver Strauß.

Der Bodensee hat ihn nie ganz losgelassen: Nach 36 Jahren im Raum Stuttgart verlässt Michael Seeger die Region und zieht zurück in seine Heimat bei Radolfzell. Seit 2011 leitete er in Waiblingen den Fachbereich für städtische Infrastruktur und war damit der erste Mann für Straßen und Brücken, Kläranlagen und den Betriebshof, für Grünflächen und Tiefbau. Aus dem Remstal führt in sein Weg jetzt zurück nach Rielasingen-Worblingen, wo man den Bodensee „zwar nicht sehen, aber riechen kann“, wie

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