Waiblingen

Weihnachtsmarkt Waiblingen: Standbetreiber springen ab - fast keine übrig

Bilanz Weihnachtsmarkt
Der Waiblinger Weihnachtsmarkt vor Corona. © ZVW/Alexandra Palmizi

Seitdem am Dienstagnachmittag klar war, dass auf dem bereits abgespeckten Waiblinger Weihnachtsmarkt auch Stände für Essen und Getränke nicht erlaubt sind, springen viele andere Standbetreiber ebenfalls ab. Martina Lenzen von der Wirtschaft, Tourismus und Marketing GmbH (WTM) der Stadt Waiblingen teilte am Mittwochnachmittag mit, dass viele Kunsthandwerker-Stände ihre Teilnahme abgesagt haben.

Grund dafür ist, dass sie wegen der fehlenden Essensstände ein deutlich schlechteres Geschäft erwarten. Auch die Waiblinger Hütte, in der sich Waiblinger Vereine und Organisationen traditionell auf dem Weihnachtsmarkt präsentieren, wird es dieses Jahr nicht geben. Stand jetzt sind nur noch zwei Stände übrig – und auch hier ist noch offen, wie sie sich entscheiden.

Beginnen soll der weihnachtliche Lichterglanz und Budenzauber in Waiblingen am 26.11.2021

Einer dieser Stände ist jener von Denis Krecksch aus Rommelshausen, der seit langem auf dem Waiblinger Weihnachtsmarkt an seinem Süßwarenstand unter anderem gebrannte Mandeln, Schokofrüchte und Magenbrot verkauft. Er hat nach Auskunft von Martina Lenzen mitgeteilt, dass er es sich bis Freitag überlegen will. An genau diesem Tag sollte eigentlich um 17 Uhr der „weihnachtliche Lichterglanz und Budenzauber in Waiblingen“ eröffnet werden, wie der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr genannt wird. 2020 war er wegen Corona noch ganz abgesagt worden. In diesem Jahr war die Hoffnung groß, dass alles stattfinden könnte, zumal im Konzept die Zahl der Stände reduziert wurde und auf Frequenzbringer wie das Kasperletheater und das Eisenbähnle verzichtet wurde.

Einige hatten schon mit dem Aufbau der Hütte begonnen, als sie ihre Absage bekamen

Nachdem die Corona-Zahlen weiter stiegen, wurde nun am Dienstag beschlossen, auch auf die fünf Stände zum Essen und Trinken zu verzichten. Martina Lenzen von der WTM teilte dies nach eigener Auskunft den betroffenen Standbetreibern sofort mit. Sie sagte es vielen persönlich vor Ort, da sie sich trotz der schlechten Nachricht nicht am Telefon verstecken wollte. „Da sollte man möglichst die richtige Kommunikation finden – da gehört auch ein bisschen Seelenmassage dazu“, betont Martina Lenzen. Wichtig war es ihr auch, schnell zu sein. Schließlich hatten einige mit dem Aufbau der Hütte begonnen, andere hatten zumindest den Transport der Hütten schon organisiert. „Da kommt es auf jede Minute an.“

Nur Denis Krecksch und die evangelisch-methodistische Gemeinde haben noch nicht abgesagt

Stand jetzt überlegt neben Denis Krecksch mit seinem Süßwarenstand nur noch die evangelisch-methodistische Kirche, ob sie zumindest für ein paar Tage eine Hütte aufbaut. Bei der Eröffnung am Freitag, sagt Martina Lenzen, sei die Kirchengemeinde aber nicht dabei. Alle anderen Betreiber von Ständen hätten abgesagt. Täglich geöffnet hat der Budenzauber in der Waiblinger Innenstadt von 12 bis 20.30 Uhr.

Die Frage ist nur, was für eine Bedeutung dieses Zeitfenster noch hat, wenn im schlimmsten Fall kein einziger Stand mehr vertreten wäre. Ebenfalls nicht stattfinden wird jedenfalls die Adventskalenderausstellung im Kameralamtskeller. Sie hätte eigentlich von Freitag, 26. November, bis Sonntag, 5. Dezember, rund 400 Exemplare aus privater Sammlung zeigen sollen.

Post vom Christkind gibt es trotzdem

Was es dagegen sicher geben wird, ist in diesem Jahr die Weihnachtsbeleuchtung. „Da sind wir bei der Arbeit wirklich ziemlich weit“, sagt Martina Lenzen. Auch Deko-Artikel werden wie geplant aufgebaut. Am Waiblinger Rathaus ist wie 2020 eine Fassadenbeleuchtung vorgesehen. Auch der Kinder-Wunschbriefkasten wird aufgestellt. Hier können Mädchen und Jungs ihre Briefe einwerfen – und dann „gibt es Post vom Christkind und Nikolaus“. Der Standort liegt wie immer in der Kurzen Straße.

Unsere Redaktion wollte eigentlich auch mit Standbetreibern sprechen. Martina Lenzen bat uns allerdings, darauf an diesem Mittwoch angesichts der Ereignisse zu verzichten, da nicht nur für die Betreiber der Essensstände eine Welt zusammengebrochen ist. „Die sind wirklich am Boden zerstört.“

Seitdem am Dienstagnachmittag klar war, dass auf dem bereits abgespeckten Waiblinger Weihnachtsmarkt auch Stände für Essen und Getränke nicht erlaubt sind, springen viele andere Standbetreiber ebenfalls ab. Martina Lenzen von der Wirtschaft, Tourismus und Marketing GmbH (WTM) der Stadt Waiblingen teilte am Mittwochnachmittag mit, dass viele Kunsthandwerker-Stände ihre Teilnahme abgesagt haben.

Grund dafür ist, dass sie wegen der fehlenden Essensstände ein deutlich schlechteres

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