Waiblingen

Weinfest eröffnet

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OB Hesky und Weinprinzessin Off eröffnen das 5. Waiblinger Weinfest, 31.08.2018.
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Waiblingen. OB Andreas Hesky spricht bei der Eröffnung des fünften Weinfests schon von einer „echten Tradition“. Tradition ist aber auch der regnerische Auftakt. Die Weingenießer kommen trotzdem auf den Zeller-Platz und genießen Regionalität mit mehr als 50 Weinen in relaxter Atmosphäre.

Die frühen Weintrinker sichern sich die Sitzplätze unter Schirmen im Trockenen. Sie setzen vor der offiziellen Eröffnung mit der württembergischen Weinprinzessin Anja Off aus Fellbach das um, wozu sie allen Gästen rät: „Nehmen Sie den Weingenuss und die Köstlichkeiten auf dem Teller wahr“, stimmt sie gemeinsam mit OB Andreas Hesky auf weingenüssliche Stunden ein. Sechs Weingüter halten verschiedene Tropfen bereit.

Sie stimmen ihre Weine aufeinander ab, erklärt Martina Lenzen vom Stadtmarketing. „Dadurch vermeiden wir Wiederholungen und haben die volle Vielfalt“, sagt sie. Die Weinprinzessin meint mit staunendem Blick auf die Karte nur: „Wer da nichts findet, der muss vermutlich heimgehen.“ Fürs Wetter hat sie aufwärmende Gedanken mitgebracht: Dieses Weinfest sei wie eine kleine Oase, und „wir trinken uns diese Oase einfach etwas wärmer“.

Hesky sieht Regen als „Freudentränen des Himmels“

Ans Nachhausegehen denken die Gäste am Freitagabend nicht so schnell. Bis in die Abendstunden fühlen sie sich wohl, wenngleich es die Außentemperaturen nicht gut meinen. „Jetzt zieht man sich eben eine Jacke an, dann ist’s halb so schlimm“, meint Martina Lenzen, die das Fest organisiert hat.

Auch OB Hesky bleibt beim Anstoßen mit der Weinprinzessin optimistisch und münzt die regnerische Witterung in „Freudentränen des Himmels“ um. Die Wengerter kann eh nichts erschüttern – sie müssen mit jedem Wetter klarkommen. „Wir sind verwöhnt vom guten Wetter, lassen uns aber jetzt nicht abschrecken“, gibt Marlene Häußermann vom gleichnamigen Waiblinger Weingut die Devise aus.

Siesta im Schwabenland eingeführt

Nicht einmal die von vielen bestöhnte Hitze sieht sie negativ: „Wir haben sehr ausdrucksvolle Trauben bekommen“, berichtet sie nach der ersten Weinlese-Woche. An ihrem Stand steht zwischen zwei alten Trollinger-Stöcken kühler, junger Dornfelder-Wein, den sie aus einem gläsernen Getränkespender zapft. Die Sorte sei bei ihnen vergangene Woche geherbstet worden – „damit pünktlich zum Weinfest auch neuer Wein in die Gläser kommt“. Als Besonderheit bietet sie einen Riesling im Holz gereift an: „Für jemanden, der den Riesling nicht ganz so spritzig mag.“ Ein echtes Waiblinger Gewächs ist die Spezialität „Eideggs“, eine Cuvée aus Kerner und Riesling vom Terrassenweinberg „Haufler“.

Die Rebstöcke seien bis zu 60 Jahre alt, die steile Lage erfordere Handarbeit. „Wir schaffen den Berg nur dank unserer fünf bis zehn Freiwilligen, die Laubarbeiten machen, mähen und beim Rebschnitt helfen.“ Sie wie auch alle Trauben hätten die Hitze gut überstanden. Während der Hitzewochen haben sie die schwäbische Siesta eingeführt: „Wir haben eine längere Mittagspause gemacht und abends länger geschafft“, so die Wengerterin.

Statt Lemberger steht auf dem Etikett Blaufränkisch

Grüße aus dem warmen Burgenland, das mit 300 Sonnentagen wirbt, lassen sich an einem Etikett beim Stettener Weingut Karl Haidle vernehmen: „Blaufränkisch“ wird dort angeboten, was nichts anderes als Lemberger ist. Die Orts- und Gutsweine dürften umbenannt werden, die großen Lagen hingegen müssten in Württemberg den schwäbischen Namen „Lemberger“ tragen, erklärt Susanne Haidle. Ihr Sohn Moritz habe den internationalen Namen eingeführt, um die Sorte bekannter zu machen. „Jugendliche denken bei Lemberger oft nur an Trolllinger-Lemberger und bringen ihn mit einem süffigen, leichten Wein in Verbindung.“

Das einseitige Bild hat der Lemberger nicht verdient, findet auch die Weinprinzessin. Die gehaltvolle, geschmacksintensive Rotweinsorte sei ihre persönliche Lieblingssorte, sagt sie. „Er ist würzig wie wir Schwaben, das pfeffrige Aroma trifft unseren Charakter gut“, meint sie. Ihr Glas, mit dem sie bei der Eröffnung den Gästen zuprostet, ist mit ihrem Lieblingswein befüllt, der auch Martina Lenzen bestens bekannt ist. Die Weinentdecker erwärmen sich auch für Rote, die sich bei allen Weingütern probieren lassen: Merlot, Spätburgunder und Barrique-Weine bringen im schwäbischen Boden aromatische Weine hervor und werden von kundigen Kellermeistern zu Delikatessen ausgebaut.

Ralf Schäfer aus Fellbach und Antje Heck aus Waiblingen hätten sich zwar noch etwas spätsommerliche Sonne zum Wein gewünscht, starten aber auch bei herbstlicher Witterung ihre Runde, die nach einem Auftakt mit Weiß und Rosé „heute eher in die Rotweinrichtung“ geht. „Nett, gemütlich“ finden sie das Weinfest, das sie zum ersten Mal besuchen. „Alles, was noch möglich ist im Freien, machen wir“, sagen sie. „Man läuft nicht mehr in kurzen Hosen rum, aber der Wein schmeckt auch in langen“, scherzt er.


Viel Musik

„Die Besucher bombardierten die Musiker so oft mit Zugabeforderungen, dass ich sie fast noch stoppen musste“, berichtet Martina Lenzen vom Stadtmarketing. Am Freitagabend empfing Live-Musik mit rockigen Gitarren die Gäste, es spielten „Crazy Zoo“ aus der Heilbronner Gegend. Der Samstag war musikalisch mit „Bird of a feather“ generationenübergreifend. Am Sonntag traten „Keys and Strings“ aus Ludwigsburg auf, die von Rock und Pop bis zur Dreigroschenoper eine große Bandbreite abdecken.

Beteiligte Weingüter beim fünften Waiblinger Weinfest waren Escher (Schwaikheim), Schwegler (Korb), die Fellbacher Weingärtner, Karl Haidle (Stetten), Bio-Weingut Häußermann (Waiblingen) und das Weingut Kuhnle aus Strümpfelbach. Der Waiblinger Sternekoch Bachhofer sorgte für kulinarische Leckerbissen.