Waiblingen

Wieso hat Lindacher Akustik in Waiblingen noch immer geschlossen?

Lindacher Akustik
Noch wird hier nicht gearbeitet. © Alexandra Palmizi

Wie viele andere Läden hat Lindacher Akustik aufgrund der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg im März schließen müssen. Obwohl eine Öffnung schon länger wieder erlaubt ist, sind die Türen zum Geschäft für Hörgeräteakustik in der Bahnhofstraße noch immer verschlossen. Warum ist das so? Mit dieser Frage hat sich eine Kundin, die gleichzeitig Leserin der Waiblinger Kreiszeitung ist, an uns gewandt.

Kundin beschwert sich über Service

„Für ältere Leute ist das kein Service“, sagt Elfriede Toussaint am Telefon. Die 84-Jährige sei bereits mehrmals zu Lindacher Akustik gelaufen, um dann festzustellen, dass das Geschäft noch immer zu ist. An der Tür hängt ein Zettel: „Vorübergehend geschlossen“, steht darauf, mit der Bitte, bei Fragen den Kundenservice anzurufen. Das tat Toussaint dann auch. Dort habe sie im Kundencenter eine Info bekommen, die ihr bereits klar war: Der Waiblinger Laden hat geschlossen, teilten ihr Kundenberater von Vitakustik und Geers mit. Verwirrend für Kunden, die von diesen beiden Firmen im Zusammenhang mit Lindacher bis jetzt nichts gehört haben.

Vitakustik GmbH hat die Lindacher Akustik GmbH im Jahr 2016 übernommen. Vitakustik und Geers wiederum sind die Einzelhandelsmarken der Sonova Retail Deutschland GmbH, Teil der Sonova AG mit Sitz in der Schweiz.

Was steckt hinter der Schließung?

Hinter der langen Geschäftsschließung von Lindacher Akustik stecken nicht etwa wirtschaftliche Schwierigkeiten, teilt der zuständige Bezirksleiter von Geers auf Anfrage mit. Um das Risiko von möglichen Infektionen mit Corona zu reduzieren – sowohl für Mitarbeiter als auch für Kunden –, haben nicht alle Filialen geöffnet. Die Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Momentan arbeiten die Waiblinger Mitarbeiter in einer anderen Filiale in der Umgebung mit.

Bald öffnet der Laden wieder

Den Kunden sei von den Service-Mitarbeitern am Telefonat mitgeteilt worden, dass die Filialen in Fellbach und Weinstadt geöffnet sind, Kunden sich also mit Fragen dorthin wenden sollen. Doch von A nach B zu kommen, geschweige denn in eine andere Stadt zu fahren, sei für ältere Leute nicht leicht, sagt Elfriede Toussaint. Als sie ein Hörgerät bekam, wählte sie deshalb extra einen Laden aus, der in der Nähe ihres Hauses liegt. Dass während Corona alles anders ist, versteht sie. Doch die Kommunikation sei verbesserungswürdig, sagt die 84-Jährige.

Inzwischen hat sie einen Termin bekommen. Denn das Geschäft in Waiblingen soll am 2. Juni wieder öffnen.