Waiblingen

Wo dürfen Elektroautos parken - und wo nicht?

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Würde unsere Volontärin das Auto nicht gerade aufladen, dürfte sie auf diesem Parkplatz nicht stehen. © Alexander Roth

Waiblingen. Parken mit einem Elektroauto auf einem dafür vorgesehenen Parkplatz – das hört sich unkompliziert an. Allerdings müssen die Halter eines E-Fahrzeugs beachten, dass sie auf diesen öffentlichen Stellplätzen nur dann kostenlos parken, wenn sie dort aufladen. Ansonsten stehen sie im eingeschränkten Halteverbot.

In Waiblingen befinden sich neben jeder Ladesäule für Elektroautos zwei Stellplätze. An den öffentlichen Ladesäulen, die Verkehrsschilder zeigen es an, gilt eingeschränktes Halteverbot. Das Parken ist nur dann erlaubt, wenn das Fahrzeug auch an die Ladesäule angeschlossen ist. So auch auf dem Parkplatz beim Bürgerzentrum: Dort begeht der Fahrer eines Elektrofahrzeugs eine Ordnungswidrigkeit, wenn er seinen Wagen nicht an die Ladesäule anschließt: Denn dann steht das Auto im eingeschränkten Halteverbot.

Halter von E-Fahrzeugen beschweren sich über fehlbelegte Parkplätze

Fahrzeuge mit einem Verbrennungsmotor parken auf dem genannten Parkplatz bis 18 Uhr kostenpflichtig. Nach 18 Uhr werden sie nicht mehr kontrolliert. Anders verhält es sich auf den öffentlichen Stellplätzen neben der Ladesäule. Er kann theoretisch auch nach 18 Uhr kontrolliert werden. Bis wie viel Uhr die Ordnungshüter tatsächlich kontrollieren, will Werner Nußbaum. Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste, lieber nicht verraten.

Das eingeschränkte Halteverbot an den Ladesäulen wurde eingeführt, weil Halter von Elektrofahrzeugen sich über zunehmend fehlbelegte E-Parkplätze beschwert haben, sagt Axel Hamm von den Stadtwerken Waiblingen. Die Beschilderung lautet an allen öffentlichen Säulen gleich.


Der Status des Ladevorgangs kann an der LED-Anzeige abgelesen werden: Das Auto befindet sich im Ruhemodus oder noch im Ladevorgang. Anhand dieser Anzeige können außer dem Fahrer auch die Kontrolleure der Stadt auf den ersten Blick den Status erkennen, sagt Axel Hamm. Eine zeitlich befristete Parkdauer für E-Autos gebe es noch nicht. Zum Laden brauchen ältere Modelle länger als neue.

Darf ich mein E-Auto am Straßenrand parken?

Wieder anders verhält es sich beim Parken am Straßenrand. Dort, wo die Fahrer von Benzinern und Dieselautos einen Parkschein ziehen müssen. Davon sind die E-Fahrzeuge nicht betroffen: Sie parken laut Elektromobilitätsgesetz grundsätzlich am Straßenrand kostenlos.

Für die Nutzung von E-Autos sprechen unter anderem das kostenlose Parken und der kostenlose Strom, betont Werner Nußbaum. Letzteres gilt in Waiblingen allerdings nicht mehr lange, denn von Juli an ist der Strom an den öffentlichen Ladesäulen kostenpflichtig. Axel Hamm rät Nutzern, die kostenlose App „eCharge+“ herunterzuladen, um schnell eine freie Ladesäule zu finden (siehe Infobox).

Die einzelnen E-Tankstellen sind mit Standardanschlüssen wie mit dem Typ-2-Stecker ausgestattet. Daher sind die Anschlüsse kompatibel und ermöglichen das Aufladen mit 22 Kilowatt Wechselstrom. Diese Standardsteckverbindung (AC) gibt es seit 2014.

Für diejenigen, die ihre Autos schneller aufladen möchten, gibt es in der Heerstraße eine Ladesäule mit Gleichstrom. Dort kann das Auto an der Kombiladesäule mit 50 Kilowatt Gleichstrom im Vergleich zu anderen Ladepunkten deutlich schneller aufgeladen werden.


Strafzettel

  • Das Parken auf dem E-Parkplatz kann – wenn die Voraussetzung nicht erfüllt wird – den Halter des Fahrzeuges 15 Euro kosten.
  • Mit der App „eCharge+“ können Nutzer kostenlos eine freie Ladestation finden.
  • Dazu gibt es die Zahloptionen Paypal, Kreditkarte und über den Autostrom-Vertrag.
  • Weitere Informationen gibt es unter stadtwerke-waiblingen.de.