Waiblingen

Wo das Rote Kreuz Rems-Murr und die Waiblinger Feuerwehr ihre neuen Zentralen bauen wollen

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Der Kreisverband des Rotes Roten Kreuzes braucht mehr Platz. Symbolfoto. © Joachim Mogck

Die Rettungsleitstelle und Kreiszentrale des Roten Kreuzes in Waiblingen platzt schon längst aus allen Nähten. Nachdem etliche mögliche Standorte für einen Neubau verworfen wurden, scheint jetzt ein geeigneter gefunden zu sein: das Areal um die ehemalige Außenstelle des Straßenbauamts gegenüber der Rundsporthalle. Zieht das DRK Rems-Murr um, wird an der Henri-Dunant-Straße wiederum Baufläche frei – dort liegt die Zukunft der Waiblinger Feuerwehr.

Mehrere Standorte für das Rote Kreuz kamen infrage: das Gewerbegebiet Eisental, das Areal der Gärtnerei Grüninger, der Technologiepark Hess. Flächen im Bereich der Talaue nahe des jetzigen DRK-Standorts wurden geprüft und verworfen – nicht groß genug. Am besten geeignet erscheint das stillgelegte Gelände des Straßenbauamts zwischen der Rundsporthalle und Beinstein. Dort will der DRK-Kreisverband die Bereiche Verwaltung, Ehrenamt und Soziale Dienste sowie die Leitstelle bündeln. Verkehrsgünstiger könnte die Lage nahe der B 14 kaum sein. Voraussetzung ist ein Bebauungsplanverfahren, das der Waiblinger Gemeinderat Ende Oktober unter der Bezeichnung „Am Beinsteiner Weg“ starten wird. Der Planungsausschuss hat schon sein grünes Licht gegeben.

Vorteil für die Feuerwehr: Gute Nachbarschaft mit dem Betriebshof

Für den Verkehr wird die als großes Einzelgebäude geplante Zentrale über die Beinsteiner Straße erschlossen. Wie genau, wird eine Verkehrsuntersuchung ergeben. Gut möglich, sagte Baubürgermeister Dieter Schienmann im Ratsgremium, dass eine Ampel die Kreuzung im Notfall für die Rettungswagen freischaltet und die Autos auf der Beinsteiner Straße dann ein Rotsignal bekommen. Das Gelände umfasst nicht nur die alten Gebäude, sondern auch die angrenzenden Streuobstwiesen. Artenschutz-Untersuchungen über das Vorkommen verschiedener Vogelarten, Käfer und Fledermäuse, Zauneidechsen und Schmetterlinge laufen schon und sollen Ende 2020 abgeschlossen sein. Ökologische Ausgleichsmaßnahmen werden erforderlich sein, eventuell müssen Ersatz-Lebensräume für bestimmte Arten geschaffen werden.

Bis zum Umzug des Roten Kreuzes werden noch Jahre vergehen. Wenn das bestehende Gebäude an der Henri-Dunant-Straße in der Nähe des Hallenbads aufgeben ist, soll es abgebrochen werden und einer neuen Bebauung Platz machen: Auch die Freiwillige Feuerwehr Waiblingen hat seit Jahren Bedarf für einen Neubau angemeldet.

Noch kein Zeitplan

Das neue Feuerwehrhaus an der Straße „An der Talaue“ gehört zwar noch zur Sparte Zukunftsmusik, zumal laut Bedarfsplan erst die Feuerwehrhäuser in den Ortschaften nach und nach saniert werden sollen. Gleichwohl erscheint der Standort in unmittelbarer Nachbarschaft des Betriebshofs als Glücksfall. Dort nämlich arbeiten etliche Feuerwehrmitglieder, die in kürzester Zeit einsatzbereit wären. Die „Tagesverfügbarkeit“ ehrenamtlicher, berufstätiger Einsatzkräfte gehört zu den großen Herausforderungen Freiwilliger Feuerwehren – in der Hinsicht hätten die Waiblinger mit der Nähe zum Betriebshof einen Stich gemacht. Noch dazu gibt’s auf dem Gelände des städtischen Eigenbetriebs Werkstätten und technische Infrastruktur, wovon die Feuerwehr profitieren könnte.

Einen Zeitplan zu benennen, dafür wäre es im Moment noch zu früh. „Es gibt eine Machbarkeitsstudie, aber noch nichts Konkretes“, berichtete Baubürgermeister Dieter Schienmann in der Ratssitzung. Die Vorplanungen für die Feuerwehr würden parallel zu denen des Roten Kreuzes laufen – „wir sind nicht untätig“.

Das Plangebiet an der Beinsteiner Straße, für das bislang kein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliegt, hat eine Gesamtfläche von rund 12 150 Quadratmetern. Parkplätze sind auf dem Grundstück vorgesehen. Eine frühzeitige Bürgerbeteiligung zum Bebaungsplan soll noch im letzten Quartal dieses Jahres stattfinden.

Die Rettungsleitstelle und Kreiszentrale des Roten Kreuzes in Waiblingen platzt schon längst aus allen Nähten. Nachdem etliche mögliche Standorte für einen Neubau verworfen wurden, scheint jetzt ein geeigneter gefunden zu sein: das Areal um die ehemalige Außenstelle des Straßenbauamts gegenüber der Rundsporthalle. Zieht das DRK Rems-Murr um, wird an der Henri-Dunant-Straße wiederum Baufläche frei – dort liegt die Zukunft der Waiblinger Feuerwehr.

Mehrere Standorte für das Rote Kreuz

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