Weinstadt

24 Kandidaten für den Jugendgemeinderat

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Neun Mädchen und 15 Jungs aus Weinstadt kandidieren für den dritten Jugendgemeinderat, in dem insgesamt 13 Sitze zu vergeben sind. © Danny Galm

Weinstadt. Am Anfang lief es zäh: Bis zum 9. Februar hatte Stadtjugendreferent Kurt Meyer nur einen Bewerber für den Jugendgemeinderat – und ein Drittel der Kandidaten meldete sich erst auf den allerletzten Drücker. Nun sind es 24, vier mehr als vor zwei Jahren – und Meyer kann aufatmen. „Das war eine nervenaufreibende Angelegenheit.“

Am letztmöglichen Bewerbungstag hatte Stadtjugendreferent Kurt Meyer morgens erst 16 Kandidaten für den Jugendgemeinderat. Das wären vier weniger gewesen als noch vor zwei Jahren. Doch dann kamen im Lauf des Vormittags noch acht dazu – und Meyer konnte aufatmen.

„Wir haben gerödelt“

Auch diesmal hat er mit seinen Mitarbeitern wieder viel Zeit in die Vorbereitung der Wahl stecken müssen. „Wir haben gerödelt“, sagt der Stadtjugendreferent und lacht. Mit dem Ergebnis ist er letztlich zufrieden. Es sind alle fünf Stadtteile vertreten und auch alle weiterführenden Schulen. Sieben Beutelsbacher treten an, fünf Endersbacher und je vier Schnaiter, Strümpfelbacher und Großheppacher. Von der Reinhold-Nägele-Realschule sind zehn Schülerinnen und Schüler dabei, vom Remstal-Gymnasium neun, von der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule drei und von der Vollmar-Förderschule immerhin eine Schülerin. Dazu kommt noch eine Auszubildende. Wir stellen in diesem Artikel jeden Kandidaten kurz vor.

Neun Mädchen und 15 Jungs treten an

Janine Schweizer (15) aus Beutelsbach besucht die Reinhold-Nägele-Realschule und will sich als Jugendgemeinderätin unter anderem für gute Treffpunkte und Angebote einsetzen sowie für mehr Beteiligung der Jugend an Entscheidungen.

Gaetano Reitano (16) aus Schnait geht ebenfalls auf die Realschule und ist zudem in der Feuerwehr aktiv. Er will das Haus der Jugendarbeit sanieren, eine bessere Verbindung zum neuen OB aufbauen und Themen behandeln, die Jugendliche ansprechen.

Nicole Schwäkendiek (17) aus Schnait ist Auszubildende bei der Bäckerei und Konditorei Weller. Ihre Ziele als Jugendgemeinderätin: ein besseres Schwimmbad, bessere Busfahrzeiten und noch mehr freie WLAN-Hotspots in Weinstadt.

Fadi Khoudr (15) aus Endersbach ist Schüler der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule und will sich dafür einsetzen, dass sich jeder Jugendliche in Weinstadt wohlfühlt und Spaß hat.

Öffentliche Jugendtreffpunkte, ein Freibad in Endersbach, Förderung der Schulsportmannschaften

Der sportbegeisterte Großheppacher Valentin Roth (16) besucht das Remstal-Gymnasium und will sich als Jugendgemeinderat für eine attraktivere Gestaltung der Schule engagieren – zum einen für eine Neugestaltung der Aufenthaltsmöglichkeiten und zum anderen für eine Förderung der Schulsportmannschaften samt großangelegter Events.

Carl Pfeifer (17) aus Endersbach, ebenfalls Gymnasiast, gibt als seine Ziele öffentliche Jugendtreffpunkte und mehr Mitsprache der Jugendlichen bei der Gestaltung des Sportzentrums an.

Die Endersbacherin Aleyna Cura (15) geht auf die Vollmarschule und will sich für ein Freibad in Endersbach einsetzen.

Leonard Leser (15) aus Endersbach ist Schüler der Kästner-Gemeinschaftsschule. Seine Ziele: Instandhaltung der Treffpunkte und mehr Möglichkeiten für Jugendliche, um aktiv zu sein.

Leonie Eppler (14) aus Großheppach besucht das Gymnasium und fordert ein Freibad beziehungsweise eine Badestelle in Weinstadt speziell auch für Jugendliche, neue Treffpunkte für Jugendliche und ein verbessertes Busnetz innerhalb von Weinstadt.

Thomas Engelhardt (16) aus Beutelsbach ist Gymnasiast und möchte die WLAN-Hotspots erweitern und sich für bessere Busverbindungen zwischen den Stadtteilen einsetzen.

Hendrik Behning (16) aus Großheppach geht auf die Realschule und ist bei der Feuerwehr, beim Jugendrotkreuz und im Haus der Jugendarbeit aktiv. „Ich setze mich für eine Renovierung und bessere Öffnungszeiten vom Haus der Jugendarbeit Weinstadt ein.“

Tanja Dobler (16) aus Beutelsbach besucht die Realschule. „Ich möchte mich für ein jugendfreundlicheres Weinstadt einsetzen, zum Beispiel für einen Volleyballplatz oder eine Überdachung zum Chillen.“

"Eine Überdachung, wo Jugendliche chillen können“

Daniel Widmayer (17) aus Beutelsbach ist Gymnasiast. Er will sich für die Renovierung von bestehenden und die Errichtung von neuen Treffpunkten für Jugendliche einsetzen.

Moritz Werner (16) aus Schnait besucht die Reinhold-Nägele-Realschule und fährt gerne Skateboard. Er will ganz allgemein die Interessen der Jugendlichen vertreten.

Ghazi Khodor (14) aus Beutelsbach geht auf die Kästnerschule. „Ich werde im Jugendgemeinderat dafür sorgen, dass möglichst viele Wünsche der Jugendlichen aus Weinstadt umgesetzt werden.“

Lisa Pobitzer (15) aus Beutelsbach besucht die Realschule und will sich für Verbesserungsvorschläge einsetzen, von denen alle Jugendlichen in Weinstadt etwas haben – „zum Beispiel für eine Überdachung, wo Jugendliche chillen können“.

Vivian Knoll (16) aus Strümpfelbach geht aufs Gymnasium. „Ich möchte für ein größeres politisches Bewusstsein sorgen. Offenheit und Austausch zwischen den Generationen sind wichtig, um Verständnis aufzubringen und voneinander zu lernen. Ich habe die Idee einer öffentlichen Spraywand mit Kreativ-Konzept und gehe mit allen meinen Aufgaben verantwortungsvoll um.“

Marius Oesterle (14) aus Schnait ist Realschüler. „Ich werde mich für die Sportplätze in Weinstadt einsetzen und versuchen, die Wünsche der Jugendlichen in Weinstadt zu erfüllen.“

Bessere Busverbindungen, mehr Freizeitangebote und ein Sommerfestival

Kevin Lagrandcourt (15) aus Endersbach besucht die Realschule. Sein Versprechen an die Jugendlichen: „Ich werde mich auf jede Forderung und Bitte von euch konzentrieren und mich so gut wie möglich dafür im Jugendgemeinderat einsetzen.“

David Sigle (17) aus Strümpfelbach ist Gymnasiast. „Ich setze mich für attraktivere Treffpunkte für Jugendliche und mehr Kommunikation zwischen den Generationen ein.“

Anika Witzlinger (16) aus Großheppach geht auf die Realschule: „Ich bin für bessere Busverbindungen, mehr Freizeitangebote und ein Sommerfestival.“

Til Gaiser (17) aus Strümpfelbach besucht das Remstal-Gymnasium: „Ich setze mich für eine bessere Jugendmobilität ein.“ Nikola Hess (15) aus Strümpfelbach ist Gymnasiastin und will im Jugendgemeinderat neue Projektideen und die Jugendarbeit unterstützen.

Denis Russ (14) aus Beutelsbach besucht die Reinhold-Nägele-Realschule, seine Hobbys sind Modellfliegen und Programmieren. „Ich setze mich für ein sicheres und sauberes Weinstadt und für mehr Aufklärung über Drogen und Alkohol ein.“

Gewählt wird vom 06. März bis 16. März

  • Neun Mädchen und 15 Jungs aus Weinstadt kandidieren für den dritten Jugendgemeinderat, in dem insgesamt 13 Sitze zu vergeben sind. Die Schüler und Azubis wurden alle zwischen dem 15. März 1999 und dem 16. März 2003 geboren.

  • Bei der Wahl zum ersten Jugendgemeinderat im Jahr 2013 gab es 30 Kandidaten, zwei Jahre später waren es nur noch 20. So gesehen freut es Stadtjugendreferent Kurt Meyer, dass sich nun wieder mehr Jugendliche zur Wahl stellen.
  • Plakate mit den Kandidatenfotos werden nun in den Schulen am Bildungszentrum aufgehängt. Öffentlich vorstellen werden sich die Bewerber am Mittwoch, 8. März, von 19 Uhr an im Beutelsbacher Stiftskeller.
  • Gewählt wird von Montag, 6. März, bis Donnerstag, 16. März. Ihre Stimme können die Jugendlichen an allen Schulen des Bildungszentrums abgeben – oder gleich online. Unter www.weinstadt.de/jugendgemeinderat wird eine Wahlplattform eingerichtet.
  • Die konstituierende Sitzung des neuen Jugendgemeinderats beginnt am Montag, 27. März, um 19 Uhr in der Großheppacher Steinscheuer (Brückenstraße 7).