Weinstadt

Bauplatz-Verkauf in Weinstadt-Schnait ab 2020

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Luftbild von Weinstadt-Schnait. © Alexander Roth

Weinstadt. Für ein Honorar von 41 340 Euro beauftragt Weinstadt die LBBW Kommunalentwicklung GmbH mit der Erschließung des geplanten Wohngebiets Furchgasse. So will es die Stadtverwaltung schaffen, schon 2020 mit dem Verkauf und der Bebauung der Bauplätze am Schnaiter Ortsrand starten zu können. Dort sollen später einmal rund 120 Menschen wohnen.

Weinstadt rechnet in der Furchgasse mit Erschließungskosten von 150 Euro pro Quadratmeter Baufläche. Dadurch ergeben sich Ausgaben von circa 1,8 Millionen Euro. Wie bereits beim Endersbacher Baugebiet Halde V, bei dem Wohnraum für fast 500 Menschen entstehen soll, wird die Erschließung über ein Treuhandkonto abgewickelt. Vorteil für die Stadt: Sie muss nicht ihren Haushalt belasten. Da es sich um ein kreditähnliches Rechtsgeschäft handelt, muss das Ganze vom Regierungspräsidium offiziell genehmigt werden. Die Verwaltung schlug deshalb den Mitgliedern des Technischen Ausschusses in der Sitzung am vergangenen Donnerstagabend vor, eine Bürgschaft in der nötigen Höhe bis zu einem Limit von zwei Millionen Euro zu genehmigen – und dem stimmten alle zu.

Bezahlt wird die Erschließung aus dem Verkauf der Bauplätze

Als Erschließungsträger wird die LBBW Kommunalentwicklung GmbH fungieren: Sie hat nach Angaben der Stadt von vier Angeboten das beste abgegeben. Aufgabe der Firma ist es nun, einen Erschließungsvertrag vorzubereiten, die Erschließung zu planen und für das komplette Baugebiet zu betreiben. Die LBBW Kommunalentwicklung GmbH wird sich unter anderem um Abnahmen und die Vermessung kümmern sowie Rechnungen bezahlen. Unter Einsatz der städtischen Bürgschaft wird sie die Kosten über ein Treuhandkonto vorfinanzieren. Honorar und Erschließungskosten werden von der Stadt aus dem Verkauf der Bauplätze finanziert, der 2020 erfolgen soll.

Mit Blick auf das Verfahren bei der Halde V gibt es nur einen Unterschied: In der Furchgasse wird sich die Stadtverwaltung weiter um die Koordinierung des Bebauungsplans kümmern. Freie-Wähler-Stadtrat Armin Zimmerle bat darum, im Vertrag mit dem Erschließungsträger darauf zu achten, dass die Fristen nicht zu knapp bemessen sind. Er erinnerte daran, dass beim Baugebiet Halde V das im Vertrag niedergeschriebene Datum nicht gereicht habe. Liegenschaftsamtsleiter Karlheinz Heinisch gab daraufhin zu verstehen, dass die Verwaltung auf angemessene Fristen achten wolle, auch mit Blick auf den eigenen Zeitplan: Die Grundstückserlöse sollen bereits in den Haushalt 2020 eingeplant werden.

Größer geworden

Zunächst sollte das Wohngebiet in der Furchgasse 1,22 Hektar umfassen und Platz für 80 Leute bieten. Im Mai wurde dann bekannt, dass es nun 1,67 Hektar groß sein wird, mit Wohnraum für 120 Menschen. Die reine Wohnbaufläche soll 1,15 Hektar betragen. Die Flächen hat die Stadt bereits gekauft.