Weinstadt

Braustüble Weinstadt öffnet am 1. März wieder: Das sind die neuen Betreiber

Braustüble
Der agierende Geschäftsführer Max Kulikowski (21) und die Betreiber-Brüder Dervis (26) und Mikail Cenk (28) (von links). © Gabriel Habermann

Es ist ein Moment, auf den viele Stammkunden der Kultkneipe Braustüble in der Endersbacher Einkaufstraße gewartet haben: Seitdem Kneipen-Wirt Zisis Iatridis Anfang Januar nach 15 Jahren Endersbach verlassen und am Beutelsbacher Marktplatz seine Taverne eröffnet hat, hatte das urige Etablissement mit seinen einmaligen Holzschnitzereien im Innenraum und den verwinkelten Sitznischen geschlossen.

Am 1. März geht es direkt los

Damals stand schon im Raum, dass die Betreiber der Shisha-Lounge Fuqa, die sich unter dem „Bräu“ befindet, die Kneipe übernehmen würden – jetzt steht endlich auch fest, wann die Wiedereröffnung stattfinden wird: nämlich schon am 1. März. Obwohl dieser Tag ein Dienstag ist und damit nicht der typische Wochentag für einen Kneipenbesuch, wollen sich die neuen Betreiber nicht vom punktgenauen Start abbringen lassen. Klar, ein Wochenende wäre grundsätzlich schon besser geeignet, räumt Dervis Cenk ein.

Gemeinsam mit seinem älteren Bruder Mikail Cenk (28), Chef der Fuqa-Lounge“, wird der 26-Jährige das „Braustüble“ betreiben. Mit im Boot ist außerdem ihr Angestellter Max Kulikowski (21), der ebenfalls im Fuqa tätig ist und im „Bräu“ künftig als Geschäftsführer agieren soll. In der Endersbacher Institution soll sich nach ihrem Plan gar nicht viel verändern. Klar, sie hätten die Wände neu gestrichen und die Dekoration teilweise neu gemacht, so Dervis Cenk. „Und wir haben ordentlich durchgeputzt.“ Der Hochdruckreiniger liegt noch in der Ecke.

Hier kann man jetzt Bundesliga schauen

Denn viel Spielraum für neue Konzepte lässt der verwinkelte Schankraum mit seinen maßgeschneiderten Tischen und den charakteristischen Holzschnitzereien den neuen Betreibern gar nicht. Ein Billardtisch passe hier schließlich nirgendwo rein, selbst für einen Dart-Automaten ist es hier zu eng. Auch bei der Karte: „Es ist eine Kneipe“, sagt der 26-Jährige. Die Gäste erwarten ein entsprechendes Angebot an alkoholischen Getränken. Hier muss das Rad nicht neu erfunden werden.

Eine entscheidende Neuerung gibt es aber dennoch: „Wir haben zwei neue große Fernseher gekauft“, sagt Dervis Cenk. Auf den Flachbild-Bildschirmen sollen ab nächster Woche für die Gäste über den Pay-TV-Sender Sky Fußballspiele und samstags die Bundesliga ausgestrahlt werden. Ansonsten wolle man mit gutem Service und guter Qualität punkten, sagt Mikail Cenk. „Wir freuen uns auf unsere Gäste“, fügt der 28-Jährige hinzu.

Beide Lokale zu besitzen bringt einige Vorteile

Als Zisis Iatridis das „Bräu“ aufgegeben habe, sei es für sie naheliegend gewesen, die Kneipe zu übernehmen. „Uns gefällt diese urige Kneipe“, sagt Mikail Cenk. Mit „Sissi“ Iatridis als Nachbarn hätten sie sich sehr gut verstanden. Doch was, wenn sie sich als Betreiber der Fuqa-Lounge mit einem neuen Kneipen-Wirt nicht verstanden hätten? „Man fühlt sich einfach wohler, wenn man beide Läden hat“, findet der 28-Jährige.

Fuqa und Braustüble sollen künftig zusammengehören, Gäste beider Lokale sollen die große Terrasse nutzen können, die die Übernahme des „Bräus“ mit sich bringt. Trotzdem soll die klare Trennung in Kneipe und Lounge erhalten bleiben: oben keine Shishas, unten keine Bundesliga. Auch hinter den Kulissen profitieren die Cenks von der Zusammenführung: Sie können jetzt den gesamten Lagerraum nutzen.

Mit 15 als Kellner angefangen

Mikail und Dervis Cenk sind zwar noch jung, stehen allerdings schon mit beiden Beinen voll in der Geschäftswelt und brennen für die Gastronomie.

Seit sie 15 Jahre alt gewesen seien, hätten er und sein Bruder in der Gastronomie gearbeitet, erzählt Dervis Cenk. „Zunächst als Minijob, neben der Schule.“ Die Brüder stammen ursprünglich aus Geislingen an der Steige. Dort betreiben sie auch das schwäbische Restaurant „Straubs Mehlstube“. Dort habe er früher als Kellner angefangen, erinnert sich der 26-Jährige.

Die Brüder betreiben jetzt insgesamt vier Lokale

Die aktuelle Situation mit Corona scheint nicht ideal, um eine Kneipe zu übernehmen. Aber Mikail Cenk zuckt nur mit den Schultern. Wenn man sich nur stark genug anstrenge, dann passe das schon, findet der 28-Jährige. Es ist schließlich nicht das erste Lokal, das die Brüder seit Beginn der Pandemie übernommen haben: Auch das Restaurant in Geislingen gehört ihnen erst seit Sommer 2020. Als nunmehr viertes Etablissement betreiben die Cenks außerdem das „Rössle“ in Rudersberg – sie sind also breit aufgestellt.

Wie sie es schaffen, in so jungen Jahren gleich mehrere Restaurants zu besitzen? Harte Arbeit, beteuern Mikail und Dervis Cenk. „Wir sind jeden Tag überall selbst vor Ort. Wir sind manchmal 24 Stunden am Arbeiten“, sagt Dervis Cenk. Damit das funktioniert, haben die Brüder, die eigentlich seit mehreren Jahren im Rems-Murr-Kreis ansässig sind, noch einen Zweitwohnsitz in Geislingen. Geschlafen wird, wo immer es gerade passt, erklärt Mikail Cenk.

Öffnungszeiten stehen noch nicht fest

Die genauen Öffnungszeiten für das Braustüble stehen derweil noch nicht fest. Das wollen die neuen Betreiber in den ersten Wochen noch ausloten. Angedacht ist unter der Woche eine Öffnung am späten Nachmittag. Dann soll das „Bräu“ bis maximal Mitternacht geöffnet haben. Samstag ist vermutlich schon etwas früher offen: wegen des Fußballs. Auch was das Personal angeht, wollen Dervis und Mikail Cenk erst schauen, wie der tatsächliche Bedarf ist. Es gebe schon viele Bewerber, anfangs möchten sie aber beide viel persönlich vor Ort sein, erklärt Dervis Cenk.

Es ist ein Moment, auf den viele Stammkunden der Kultkneipe Braustüble in der Endersbacher Einkaufstraße gewartet haben: Seitdem Kneipen-Wirt Zisis Iatridis Anfang Januar nach 15 Jahren Endersbach verlassen und am Beutelsbacher Marktplatz seine Taverne eröffnet hat, hatte das urige Etablissement mit seinen einmaligen Holzschnitzereien im Innenraum und den verwinkelten Sitznischen geschlossen.

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Damals stand schon im Raum, dass die Betreiber der

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