Weinstadt

Corona, Flutkatastrophe, Ukraine-Krieg: Feuerwehr Weinstadt zieht Bilanz

Feuerwehr
Symbolfoto. © ZVW/Gaby Schneider

Ein Rückblick auf turbulente Corona-Jahre, auf viele neue Herausforderungen für Gesellschaft und Feuerwehr und außerdem zahlreiche Ehrungen und Beförderungen standen bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Weinstadt auf der Tagesordnung.

„Im Schnitt ist die Feuerwehr in 2020 und 2021 elfmal im Monat ausgerückt, um Menschen zu retten und Sachwerte zu schützen“, so das Fazit von Kommandant Stefan Schuh in der Pressemitteilung der Feuerwehr Weinstadt. Dabei seien die Einsätze – bei denen 32 Menschen gerettet wurden – aber nur ein „Teil des Ganzen“ gewesen.

Flutkatastrophe: Weinstadt entsendet Führungsmannschaft

Die Krisen unserer Zeit, wie Pandemie, Überflutungskatastrophen oder der Krieg in der Ukraine, machen auch vor der Feuerwehr nicht halt und fordern die 230 ehrenamtlichen Feuerwehrleute zusätzlich. „Zur Unterstützung bei der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz haben wir innerhalb von 24 Stunden eine Führungsmannschaft bereitgestellt und entsendet“, resümiert der Kommandant.

„Bei der Corona-Pandemie haben wir uns innerhalb kürzester Zeit mit den umliegenden Feuerwehren aus Waiblingen, Fellbach und Winnenden vernetzt, um ab der ersten Woche und dann mehr als zwei Jahre lang Maßnahmen unter hoher Unsicherheit zu koordinieren und die Einsatzfähigkeit sicherzustellen. Und nicht zuletzt bei der Hilfe für die Ukraine konnten wir mit Material, bei der Einrichtung von Unterkünften für Geflüchtete und bei der Überführung von gespendeten Einsatzfahrzeugen in das Land helfen“, so Schuh.

Feuerwehr immer stärker in städtischen Bevölkerungsschutz eingebunden 

Das sei zwar nicht immer das Kerngeschäft der Feuerwehr gewesen – „aber wenn es darum geht, schnell und effizient zu helfen, dann sind wir eben die erste Adresse mit dem passenden hoch motivierten und professionellen Team“.

Daher würden die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr auch zunehmend in den städtischen Bevölkerungsschutz des Ordnungsamts eingebunden – vom Sirenenkonzept bis zur Notstromversorgung kommen neue Aufgaben hinzu.

Corona erschwerte Übung und Ausbildung

Mehr als 13.100 Übungs- und Ausbildungsstunden wurden laut Mitteilung in den vergangenen beiden Jahren von den Feuerwehrleuten geleistet. Vor allem in Kleingruppen, aber auch in digitaler Form. „Leider war es in den letzten zwei Jahren nicht möglich, immer alles, was benötigt wurde, durchzuführen, da der Ausbildungs- und Übungsdienst über lange Strecken nur sehr erschwert möglich war“, so Stefan Schuh. Nun müsse so manches aufgeholt werden. Dieser Kraftakt sei in 2022 bereits angegangen worden.

Dies bedeute nicht nur für die ehrenamtlichen Ausbilderinnen und Ausbilder, sondern auch für die Teilnehmenden einen weiteren Verzicht auf Freizeit. „Jede einzelne der Aus- und Fortbildungen, die wir in der Feuerwehr durchführen, ist ein ganz wesentlicher Faktor für die Motivation der ehrenamtlichen Angehörigen, aber auch ein Faktor für die Sicherheit und Professionalität im Feuerwehrdienst. Wer im Ehrenamt Feuerwehr fit bleiben möchte, kommt an einer regelmäßigen Teilnahme an den Übungen und Aus- und Fortbildungen nicht vorbei“, betont der Kommandant.

Lutz Rühle wiedergewählt und ausgezeichnet

Bei der Versammlung in der Endersbacher Jahnhalle stand auch die Wahl des stellvertretenden Kommandanten auf der Agenda, hier wurde der bisherige Amtsinhaber Lutz Rühle wiedergewählt. Oberbürgermeister Michael Scharmann und Kommandant Stefan Schuh nahmen bei der Hauptversammlung außerdem nicht nur 19 Beförderungen und 17 Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr vor – sondern bedachten zusammen mit dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbands Rems-Murr, Rolf Klöpfer, auch drei Feuerwehrleute mit ganz besonderen Auszeichnungen.

Der stellvertretende Kommandant der Feuerwehr – Lutz Rühle – wurde für sein hohes Engagement mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze ausgezeichnet. Neben seiner Tätigkeit als stellvertretender Kommandant ist Lutz Rühle seit 18 Jahren Abteilungskommandant in Beutelsbach.

Ehrenmedaille für Ausbilder Dieter Keller und Hartmut Sigle

Die beiden Ausbilder Dieter Keller aus Strümpfelbach und Hartmut Sigle aus Schnait erhielten die Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbands Baden-Württemberg in Silber.

Dieter Keller engagiert sich seit 1997 als Ausbilder für Sprechfunk für die Feuerwehren im Rems-Murr-Kreis und ist Leiter der Weinstädter Führungsgruppe. Hartmut Sigle bildet seit 1991 neue Feuerwehrleute für Weinstadt und den Rems-Murr-Kreis in der sogenannten Grundausbildung sowie dem Truppführerlehrgang aus. Zudem ist er seit 2015 stellvertretender Abteilungskommandant in Schnait.

Ein Rückblick auf turbulente Corona-Jahre, auf viele neue Herausforderungen für Gesellschaft und Feuerwehr und außerdem zahlreiche Ehrungen und Beförderungen standen bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Weinstadt auf der Tagesordnung.

„Im Schnitt ist die Feuerwehr in 2020 und 2021 elfmal im Monat ausgerückt, um Menschen zu retten und Sachwerte zu schützen“, so das Fazit von Kommandant Stefan Schuh in der Pressemitteilung der Feuerwehr Weinstadt. Dabei seien die Einsätze

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